Ubisoft liefert starke Zahlen zur ersten Hälfte des Fiskaljahres 2021 ab

Ubisoft Geschäftszahlen
© Ubisoft

Mit diesem Artikel rante ich gegen Ubisoft und verstoße damit gegen ein wichtiges Gesetz an der Börse. Man darf sich nämlich niemals von seinen Emotionen beim Investieren leiten lassen und sollte sich nur die Zahlen vom Unternehmen vor Augen führen und demnach dann eine Entscheidung treffen. Und ich muss zugeben, die Präsentation von Assasins Creed, Watchdogs und FarCry waren vielversprechend und haben in mir schon einen Hype ausgelöst. Warum ich mir dennoch keine Ubisoft-Aktien kaufe, habe ich beim Ubisoft-Forward-Event bereits erwähnt und noch immer habe ich keine Aktien von diesem Unternehmen – mit gutem Grund, wie ich euch gleich erklären werde. Natürlich spreche ich keine Kaufempfehlung aus!

Doch was hat uns Ubisoft letzten Endes gegeben? Mit Watch Dogs haben wir eine abgespeckte Version von Cyberpunk bekommen, die zwar viele Möglichkeiten der Rekrutierung von NPCs ermöglicht, aber alles irgendwie sehr sehr sehr sehr schnell langweilig wird, weil dann doch die NPCs gleich funktionieren. Was bringen einem 10.000 Möglichkeiten, wenn im Endeffekt nur 10 verschiedene Variationen daraus ergeben? Auch war das Spiel unfertig und Grafikbugs wie auch Tode durch Stucks waren an der Tagesordnung. Diese Meinung entnehme ich aus dem Rocket Beans Test-Video zu Watch Dogs.

Auch zu Assasins Creed habe ich ein paar Worte verloren. Für mich ist das kein Assasins Creed. Auch wenn ich kein Teil der Reihe gespielt habe, so weiß selbst ich als Laie, was ein Assasins Creed auszeichnet. Und das spricht nicht gegen mich als ahnungsloser Gamer, sondern für eine starke Marke, von Ubisoft. Mit Assasins Creed bekommen wir kein AC mehr, sondern ein Witcher – abgespeckt. Das Spiel zumindest reizt mich, aber es ist eben kein AC. Ubisoft hat einfach geguckt, welche Serie auf Netflix einen Hype hat, hat geguckt welche bekannte Marke und welche bekannte Serie man am ehesten kombinieren kann und SCHWUPAssasins Creed Valhalla wurde geboren. Das finde ich etwas innovationslos, aber das ist die Entscheidung von Ubisoft und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich das Unternehmen besser leiten könnte. Doch Ubisoft hat mehr zu bieten als diese beiden Titel und das beweisen die aktuellen Geschäftszahlen deutlich.

Aber Ubisoft kommt langsam in Schwung. Die digitalen Verkäufe stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent und mittlerweile macht Ubisoft sogar 85 Prozent ihrer Einnahmen über den digitalen Weg. Dadurch steigt die Marge von Ubisoft und damit auch der Gewinn. Beeindruckend ist aber vor allem, dass Rainbow Six 65 Millionen Spieler vorweisen kann. Insgesamt greifen 100 Millionen aktive Spieler auf Ubisoft-Produkte zu. Aber vor allem die anderen Produkte geben einen positiven Ausblick in die Zukunft von Ubisoft. Schaut euch am besten selbst die Investor-Relations bzw. den Tweet von Daniel Ahmad unten an.

Ubisoft Aktie
© ING

 

Fazit:

Betrachtet man jetzt einmal das Unternehmen in den letzten drei Jahren wird auch eine Sache ganz klar: der Wert des Unternehmens sinkt und hat starke Schwankungen. Am 18. Juli 2018 lag das Unternehmen mit einem Wert von 103 je Aktie. In meinem Artikel über Ubisoft sagte ich, dass ich mir selbst zwar keine Aktien holen würde, wer sich aber mit dem Unternehmen gut identifizieren kann, der sollte zuschlagen. Und wie ist es dem Aktienkurs seit dem 16. Juli so ergangen? Am 16. Juli betrug der Wert einer Ubisoft-Aktie 70 Dollar, heute zum Zeitpunkt des Artikels ist eine Aktie rund 80 wert, eine Steigerung von 14 Prozent also. Und ich denke, dass es nun mit dem Unternehmen bergauf geht. Man könnte damit argumentieren, dass Ubisoft schon immer dafür bekannt war, sehr viel auszuprobieren und vielleicht haben sie es nun auch geschafft, ihr Geschäftsfeld mehr und mehr zu digitalisieren und eher durch Ingame-Verkäufe Geld zu verdienen als noch vor einigen Jahren. Vielleicht hat Ubisoft jetzt erst verstanden, wie der neue Gaming-Markt funktioniert? Falls ihr euch für Aktien interessiert, dann schaut gerne in meinem „Wie kaufe ich eine Aktie-Guide“ vorbei.

 

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