Blizzard ändert in Overwatch 2 die Teamgröße auf 5 Spieler

Overwatch 2
© Blizzard

Lange war es still um die Fortsetzung vom Taktik-Team-Shooter aus dem Haus Blizzard, oftmals hat man gar daran geglaubt, dass Overwatch 2 gecancelt wird. Ebenso sorgte der Abgang von Jeff Kaplan für sehr viel Unmut in der Community. Nun hat Blizzard jedoch sehr viele Neuigkeiten zum Spiel veröffentlicht, die große Hoffnungen, aber auch Unsicherheiten schaffen.

Die wohl bedeutendste Ankündigung seitens Blizzard ist, dass man das Modell von einem 6 versus 6 zu einem 5 versus 5-Modell umstellen wird. Das soll vor allem dafür sorgen, dass das gesamte Spielgeschehen übersichtlicher und demnach vermutlich vor allem für neue Spieler attraktiver ist. Gleichzeitig erwähnt man aber auch, dass das Spiel dadurch nicht langweiliger werden soll. Blizzard gedenkt die Maps mit deutlich mehr Routen auszustatten, die Möglichkeiten bieten, seine Gegner zu flanken oder sich strategisch besser aufzustellen. Auch wenn die strategische Tiefe etwas leidet und man Tank-Kombinationen die eben zwei Tanks brauchen damit komplett zerstört, sprechen auch viele Punkte für diesen mutigen Schritt.

Ich denke, dass es den Entwicklern von Overwatch nicht leicht gefallen ist sich einzugestehen, dass die einzige Möglichkeit das Balance-Problem im Spiel zu lösen, ein Spieler weniger ist. Aber es ist Fakt, dass jede Meta die Overwatch bis dato erlebt hat, immer im Kern eine Meta war, die sich rund um die Tanks gebildet hat. Die Goat- und Double Shield-Meta zum Beispiel haben gezeigt, wie das Spiel komplett unattraktiv werden kann.

Ebenso – und das gefällt mir tatsächlich sehr gut – ist Overwatch mit einem 5vs5-System kein Clusterfuck mehr wie es aktuell ist. Overwatch ist in meinen Augen als Zuschauer überhaupt nicht wirklich schön anzusehen. Es ist einfach ein unübersichtlicher Spam von Fähigkeiten, die beide Teams perfekt einsetzen und am Ende gewinnt halt einer. Ich finde auf Profiniveau sind es viel zu viele kleinere Dinge, die ein Spieler besser macht, die sich dann auf das Spiel, auf ein Sieg oder eine Niederlage vom Team, auswirken.

Bei Counter-Strike, bei Dota oder bei Fortnite, am meisten aber bei WarCraft III damals hat man als Spieler genau nachvollziehen können, was ein Spieler macht, um dann den anderen auszuspielen. Wie er läuft, wie er sich wo versteckt, welche Einheiten er wohin manövriert oder wie er eben sein krasses Mikromanagement nutzt, um sich einen Vorteil zu erspielen. Ich finde in Overwatch ist es nicht möglich diese Sachen, als Spieler wirklich nachzuvollziehen und man kann auch nicht wirklich sagen, dass das Aiming – außer vielleicht mit Ashe oder Widowmaker – jetzt der Grund war, dass das Team gewonnen hat. Es sind einfach 12 Spieler auf einem Haufen die sich ihre Fähigkeiten um die Ohren hauen und wie gesagt gewinnt dann am Ende ein Team den Fight. Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass ich gar kein Overwatch gucke bzw. gar nicht mehr spiele. Ich denke, dass es aber vielen neuen Spielern so geht, dass sie nicht den Eindruck haben, dass sie sich durch das Anschauen von Profi-Spielen verbessern können.

In meinen Augen ist der Titel noch immer sehr unpassend. Es fühlt sich einfach nicht wie ein neues Spiel an, sondern mehr wie ein Addon. Und ebenso muss man erwähnen, dass auch Overwatch 2 perfekt für die Art und Weise wie Activision Blizzard Spiele publizieren möchte, benutzt wird. Das Ziel von Bobby Kotick, dem CEO von Blizzard ist es nämlich, dass es immer ein Free-to-Play-Titel gibt, ein Premium-Produkt und einen mobilen Ableger. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Singleplayer-Modus von Overwatch 2 kostenlos spielbar ist und dadurch eben auch viele Leute überzeugen soll, das Spiel zu kaufen und im Multiplayer dann anzudocken.

1 Kommentar

  1. Overwatch 1 hat mir wirklich sher viel Spaß bereitet. Die Teamgröße auf 5 zu ändern ist eine massive Anpassung. Erinnert mich an ein eSport-Spiel was in Sachen Views vielleicht noch mehr abbekommt. Naja ich bin gespannt wie es weitergeht.
    LG Tim

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