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	<title>Kommentar Archive -</title>
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	<title>Kommentar Archive -</title>
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		<title>Wie sich Twitch um seine Monopolstellung gebracht hat – Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MuSc1]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jun 2023 20:30:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[kick]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Streaming]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Twitch mag weiterhin DIE Streamingplattform für Gamer sein, doch vor allem in den vergangenen Monaten hat das Portal massiv eingebüßt; die Monopolstellung bröckelt. Sehen sich die Verantwortlichen nicht vor, so könnte Twitch in der Gunst der Gamer und Streamer noch weiter sinken – Alternativen gibt es schließlich – mittlerweile – genug und selbst das alteingesessene [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://gamerliebe.de/wie-sich-twitch-um-seine-monopolstellung-gebracht-hat-ein-kommentar/">Wie sich Twitch um seine Monopolstellung gebracht hat – Ein Kommentar</a> erschien zuerst auf <a href="https://gamerliebe.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Twitch mag weiterhin DIE Streamingplattform für Gamer sein, doch vor allem in den vergangenen Monaten hat das Portal massiv eingebüßt; die <strong><a href="https://gamerliebe.de/twitch-monopol/" target="_blank" rel="noopener">Monopolstellung</a></strong> bröckelt. Sehen sich die Verantwortlichen nicht vor, so könnte Twitch in der Gunst der Gamer und Streamer noch weiter sinken – Alternativen gibt es schließlich – mittlerweile – genug und selbst das alteingesessene YouTube buhlt ausdrücklich um die Gunst derjenigen, die Twitch den Rücken kehren oder sich gar nicht erst auf dieses Abenteuer einlassen möchten.</p>
<p>Dabei sind die Aufreger, die Leute zum Wechsel bewegen, nicht erst in den letzten Monaten geschehen, sondern die Ursache sitzt deutlich länger in der Vergangenheit. Ich habe die größten Aufreger und fragwürdigsten Entscheidungen von Twitch mal beleuchtet und bin gespannt, wie sich der Machtkampf um den Streaming-Thron entwickelt.</p>
<h2>Neue Werberichtlinien auf Twitch</h2>
<p>Aktuell sind natürlich die neuen Werberichtlinien auf Twitch in aller Munde. Zum 1. Juli 2023 treten diese in Kraft und dürften neben den großen Streamern vor allem auch den Verantwortlichen von Esport-Turnieren das Leben schwer machen.</p>
<p>Wie Twitch verkündete, dürfen Logos der im Stream beworbenen Firmen künftig nur noch 3 Prozent der Bildschirmgröße einnehmen, darüber dürfen keine eigens erstellen Werbungen oder Clips eingeblendet werden. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, schiebt Twitch auch Bannern, die als Werbung für ein Produkt dienen, einen Riegel vor und verbietet Audioanzeigen, etwa von Spotify und Apple Music.</p>
<p>Wenngleich es damit erlaubt bleibt, auf der Kanalseite Panels und Links einzublenden, Produkte im Stream zumindest zu erwähnen oder sie im Hintergrund zu platzieren oder gesponsorte Spiele zu streamen, schränkt dies viele, die Twitch als Einnahmequelle nutzen, doch in ihren Möglichkeiten erheblich ein.</p>
<p>Ob dies das Ende der Übertragung großer Esport-Veranstaltungen wird? Gerade die 3-Prozent-Regel könnte zum Problem werden, denn Esport-Veranstaltungen setzen auf große Logos und Einblendungen der Sponsoren, denn über deren riesige Banner finanzieren sie sich. Verliert Twitch seine Monopolstellung?</p>
<p>Doch auch in der Vergangenheit setzten sich die Twitch-Verantwortlichen mit so manch einem Thema bei Publikum und Streamern in die Nesseln. Fehltritte hat sich Twitch in der jüngeren Vergangenheit so einige geleistet, drei weitere, mit denen die Plattform ihre Monopolstellung selbst unterwandert, wollen wir uns ebenfalls ansehen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">Today’s branded content policy update was overly broad. This created confusion and frustration, and we apologize for that.</p>
<p>— Twitch (@Twitch) <a href="https://twitter.com/Twitch/status/1666183145526538240?ref_src=twsrc%5Etfw">June 6, 2023</a></p></blockquote>
<h2>Gamblin g ist böse – aber doch wieder nicht</h2>
<p>Im Prinzip spricht nichts gegen legales Gamblin g oder Casino-Seiten im Internet. Doch Twitch handhabte das Thema Glücksspiel auf denkbar ungünstige Weise. Nachdem die Verbreitung von Glücksspiel auf Twitch überhandnahm und vielen Usern sauer aufstieß, nahm sich die Plattform der Sache an. Der Aufschrei sollte Wirkung gezeigt haben: Gamblin g auf Twitch sollte eine Sache der Vergangenheit sein.</p>
<p>Twitch sah ein, dass Glücksspiel auf der Plattform nicht gern gesehen war und reagierte. Pauschal verboten wurden Casino-Streams allerdings nicht. Die Änderungen am Regelwerk bezweckten lediglich, dass das Streaming von unlizenzierten Gamblin g- und Casin o-Seiten verboten wurde. Da jedoch jedes Land seine eigenen Glücksspielregeln hat und etwa Malta die Sache recht locker sieht, bleibt von dort aus getätigtes Gamblin g auf Twitch weiterhin legal.</p>
<h2>Der Hype Chat</h2>
<p>Eine Funktion, die es auf YouTube bereits seit Jahren gibt, findet nun auch auf Twitch Einkehr. Der sog. Hype Chat ermöglicht es Nutzern gegen Geld, eine Nachricht im Chat hervorzuheben. Je mehr Geld er dafür bezahlt, desto länger bleibt diese Nachricht dort sichtbar. Ein Feature, was grundlegend gut ankommt, bis man davon erfahren hat, dass Twitch hierbei mächtig die Hand aufhält.</p>
<p>Denn Twitch nimmt hierbei – nicht wie kommuniziert – 30 Prozent der Spenden, sondern sogar 35 Prozent (durch eine versteckte Transaktionsgebühr, die bei YouTube erstattet wird, bei Twitch jedoch nicht). Nach großer Kritik der Geldgier, macht Twitch also weiter und führt Features ein, die den Streamer um ihre Einnahmen berauben.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en"><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a1.png" alt="⚡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />Get Hyped for Hype Chat <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/26a1.png" alt="⚡" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Hype Chat is a new way for Viewers to stand out in chat, while supporting their favorite Partners. This is done by paying to pin messages to the top of chat. Rolling out to Partners soon!</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4d6.png" alt="📖" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Read More: <a href="https://t.co/AtvvIECUOG">https://t.co/AtvvIECUOG</a> <a href="https://t.co/6zLbkP54IZ">pic.twitter.com/6zLbkP54IZ</a></p>
<p>— Twitch (@Twitch) <a href="https://twitter.com/Twitch/status/1671920656529907712?ref_src=twsrc%5Etfw">June 22, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Groß werden lohnt sich nicht mehr</h2>
<p>Um erfolgreich zu sein, muss eine Plattform wie Twitch natürlich wachsen und dazu gehört auch, dass die Nutzer auf der Plattform eine Möglichkeit für sich entdecken, ebenfalls zu wachsen. 2022 unternahm Twitch allerdings einen Schritt, der viel kritisiert wurde und manche um eine ganze Stange Geld bringt.</p>
<p>Wer auf Twitch mit Abos Geld verdient, behält 50 Prozent der Einnahmen, während die anderen 50 Prozent an Twitch gehen. Daran hat sich auch in letzter Zeit nichts geändert, doch viele haben das Ziel an den Nagel gehängt, auf Twitch so richtig groß zu werden. Denn während Twitch einst besonders erfolgreichen Streamern zu Premiumbedingungen 70 Prozent der Subscription-Einnahmen auszahlte, so strich der Dienst diese lukrativen Verträge nun zusammen.</p>
<p>Streamer mit einem bestehenden Vertrag zu solchen Bedingungen dürfen jedoch nur noch bis zu den ersten 100.000 US-Dollar 70 Prozent der Einnahmen aus Subscriptions behalten. Jeder Cent, der über die 100.000 US-Dollar hinaus geht, wird ebenfalls 50/50 zwischen Streamer und Twitch aufgeteilt.</p>
<p>100.000 US-Dollar sind zwar ein nettes Sümmchen, doch wer seinen Nutzern wirklich einen Anreiz bieten möchte, zu wachsen und somit die Plattform ebenfalls wachsen und gedeihen zu lassen, sollte sie nicht dafür bestrafen, mehr Einnahmen zu erzielen.</p>
<p>Twitch hat zwar den 70/30 Share zurückgebracht, jedoch nur für Content Creator mit über 100.000 Dollar Einnahmen und auch nicht ausnahmslos für jeden. Nicht mal 3 Prozent der Streamer auf der Plattform sind für das Partner-Programm-Plus verfügbar.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">In our latest blog post, we tackle a topic that&#8217;s been at the forefront of the community for some time &#8211; the rev split.</p>
<p>We also provide a related update around monetization for a subset of Partners.</p>
<p>Read here: <a href="https://t.co/zP6xcCtJAQ">https://t.co/zP6xcCtJAQ</a> <a href="https://t.co/KAwOMDIkmm">pic.twitter.com/KAwOMDIkmm</a></p>
<p>— Twitch (@Twitch) <a href="https://twitter.com/Twitch/status/1572525437196148738?ref_src=twsrc%5Etfw">September 21, 2022</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Live-XXX auf Twitch – und kuriose Banns</h2>
<p>Vielen ist es bereits so ergangen: Sie wurden gebannt. Mal kürzer, mal länger, mal auf ewig – das Twitch-Konto eingefroren, von der Streaming-Seite für Gamer in die Verbannung geschickt. Dass gebannt wird, wer sich daneben benimmt, ist völlig klar, doch Twitch geht hier recht willkürlich vor, wie die ein oder anderen schon feststellen mussten.</p>
<p>Glücklich können sich die schätzen, die groß genug sind und eine etablierte Fanbase haben, die auf Twitter Druck erzeugt. Schon mehrfach wurde beobachtet, dass ein öffentlicher Aufschrei in anderen sozialen Netzwerken dafür sorgte, dass Twitch sein Bann nochmals überdachte. Fair? Nun, das kommt auf die Situation an und sieht selbst dann vermutlich jeder anders.</p>
<p>Nicht fair ist es allerdings ganz gewiss nicht, wegen einer Lappalie gebannt zu werden, bei der es sich womöglich sogar nur um ein Missverständnis handelt, während Accounts von Personen, die live auf Twitch Xxx haben, nach nur wenigen Tagen wieder freigeschaltet werden. Auch dazu kam es bereits mehrfach – und, obwohl keine Geschlechtsteile zu sehen waren – war die Twitch-Gemeinde zu Recht empört. Sowohl über den Xxx auf Twitch als auch über die lächerlich kurzen Banns.</p>
<p>Wenn man auf eine Geburt reagiert oder laut Twitch ein „reaktionäres Weltbild“ vertritt, wird man von der Plattform benachteiligt, während aber klarer verbotener Inhalt wiederum nicht bestraft wird. Die Bannpolitik ist eine Sache, die viele große Streamer auf der Plattform negativ aufgestoßen ist, jedoch gab es zu diesem Zeitpunkt als einzige Möglichkeit YouTube, die eine ebenso fragwürdige Politik fahren. Twitch wurde also bis dato für dieses Verhalten nicht abgestraft, weil man sie nicht abstrafen konnte. Doch weitere Tritte in diverse Fettnäpfchen und eine würdige Konkurrenz zeigen nun, wie die Monopolstellung bröckeln könnte.</p>
<h2>Reduzierung der Abo-Preise</h2>
<p>Ein Aufreger damals war die Idee von Twitch, <strong><a href="https://gamerliebe.de/twitch-senkt-abo-preise-weltweit/" target="_blank" rel="noopener">die Abopreise</a></strong> weltweit anzupassen. Die Idee war, die Abopreise vor allem für die Kaufkraft schwächeren Regionen zu vermindern, damit sich dort mehr Leute eine Subscription leisten können. In Deutschland wurde der Preis auf rund 4 Euro reduziert. Twitch versprach damals, dass durch die günstigeren Preise mehr Leute abonnieren würden und die Einnahmen der Streamer dadurch nicht beeinträchtigt sind, sondern gegenteilig, wenn überhaupt noch steigen würden. Pustekuchen: Im Wesentlichen sagen die Streamerinnen und Streamer, dass sich diese Änderung eher negativ auf ihre Einnahmen ausgewirkt hat, während schon damals Skepsis gegenüber dieser Änderungen ausgesprochen wurde.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Regionale Abo-Preise kommen nach Europa! Ab dieser Woche gelten in Deutschland neue Abonnementpreise:</p>
<p><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f1e9-1f1ea.png" alt="🇩🇪" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> 3.99 €</p>
<p>Weitere Informationen findet ihr auf unserem Blog: <a href="https://t.co/HO9ndfu1QI">https://t.co/HO9ndfu1QI</a> <a href="https://t.co/OV94AfREDN">pic.twitter.com/OV94AfREDN</a></p>
<p>— Twitch DE (@TwitchDE) <a href="https://twitter.com/TwitchDE/status/1423260009656373248?ref_src=twsrc%5Etfw">August 5, 2021</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2>Konkurrenz auf dem Vormarsch</h2>
<p>Anfangs hielt man Kick für einen unter vielen Streaming-Diensten, die Twitch kopieren wollen, aber in keinster Weise an sie herankommen. Doch mittlerweile wird die Plattform, die von dem Online-Casino Stake betrieben wird &#8211; die einzige und bedrohlichste Konkurrenz gesehen. Immer wieder wird Kick deshalb vorgeworfen, mit Blutgeld finanziert zu sein und es dadurch unmoralisch ist, dort stattzufinden.</p>
<p>Doch möchten wir wirklich die Moralität von Twitch bzw. Amazon auspacken? Unternehmen wie ProSieben – zu den ich gleich noch komme &#8211; und Amazon haben Kooperationen mit Wettanbietern und machen ebenso Werbung für Glücksspiel. Zudem hat Amazon deutlich mehr als nur diese moralische Baustelle, auf der man herumreiten könnte.</p>
<p>Kick wirbt damit, dass auf ihrer Plattform mehr für den Streamer hängen bleibt, wenn ihn Leute abonnieren und dass es dort deutlich weniger Einschränkung hinsichtlich Content und Meinungsäußerungen gibt. Auch ist es erlaubt auf Kick Kasin o-Content zu liefern, weshalb schon damals die ersten Streamer zu Kick überliefen.</p>
<p>Nach und nach investierte Kick Millionen, um Streamer von Twitch abzuwerben und sie exklusiv für ihre Plattform zu verpflichten. Die jüngsten Verpflichtungen von XQC und <strong><a href="https://gamerliebe.de/amouranth-kick/" target="_blank" rel="noopener">Amouranth</a></strong> sind dabei lediglich die Kirsche auf der Sahnetorte und ich bin mir sicher, dass viele weitere ähnliche Angebote nicht abschlagen würden.</p>
<p>Die ProSieben-Tochter Joyn plant laut Gerüchten aktuell ebenso einen eigenen Streaming-Dienst, der vor allem für den deutschen Markt ausgelegt werden soll. Bereits jetzt scheint festzustehen, dass viele deutsche Streamer von Twitch wechseln, um zukünftig bei Joyn ihre Leute zu unterhalten.</p>
<p>Joyn hat schon in der Vergangenheit mit Größen wie MckyTV und Trymacs zusammengearbeitet, um große Events auf die Beine zuu stellen. Ein Kritikpunkt an Twitch lautet auch, dass Twitch nicht bereit ist große Events zu unterstützen, weshalb sich die Streamer selbst um Partner bemühen müssen, um beispielsweise den großen Boxkampf zwischen Mcky und Trymacs zu finanzieren. Joyn war hierbei einer der Partner. Ich vermute also, dass Joyn sich vor allem auf Events fokussieren wird, welche mit großen Influencern durchgeführt werden sollen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="zxx"><a href="https://t.co/eeK0eSzRbi">pic.twitter.com/eeK0eSzRbi</a></p>
<p>— Kick.com (@KickStreaming) <a href="https://twitter.com/KickStreaming/status/1672389721920790528?ref_src=twsrc%5Etfw">June 23, 2023</a></p></blockquote>
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		<title>Boykott und Doppelmoral: Hogwarts Legacy bricht Rekorde – Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MuSc1]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Feb 2023 21:55:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Action]]></category>
		<category><![CDATA[Adventure]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Roleplay]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit diesem Artikel ist es bereits der dritten, welcher über Hogwarts Legacy handelt und ich denke, dass es auch der letzte Artikel über dieses Spiel ist. Das heißt nicht, dass das Spiel auf meinem Blog keine Beachtung oder Erwähnungen mehr erhält. Viel mehr möchte ich ein für alle Mal meinen Standpunkt zum Thema Doppelmoral, Cancel [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit diesem Artikel ist es bereits der dritten, welcher über Hogwarts Legacy handelt und ich denke, dass es auch der letzte Artikel über dieses Spiel ist. Das heißt nicht, dass das Spiel auf meinem Blog keine Beachtung oder Erwähnungen mehr erhält. Viel mehr möchte ich ein für alle Mal meinen Standpunkt zum Thema Doppelmoral, Cancel Culture und Boykott von Hogwarts Legacy klarmachen. Das Zauberer RPG ist heute offiziell <strong><a href="https://www.hogwartslegacy.com/de-de" target="_blank" rel="noopener">erschienen</a></strong>, hat aber bereits vor einigen Tagen eine klare Antwort auf die zahlreichen Boykott-Versuche parat gehabt. Über 1,3 Millionen Menschen haben das Spiel auf Twitch gleichzeitig geschaut und somit hat das Spiel – noch vor offiziellem Release – den Rekord für das meistgesehene Singleplayer Spiel auf Twitch aufgestellt. Damit ist das Game noch erfolgreicher als Konsorten wie Cyberpunk 2077, Fallout 76 oder Elden Ring, die einen ähnlichen Hype hatten. Auf Steam bewegt sich Hogwarts Legacy aktuell leicht hinter Cyberpunk. Während Cyberpunk über 830.000 gleichzeitige Spieler erreichen konnte, kommt HL auf über 474.000 Spieler.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">Hogwarts Legacy has smashed through the livestreaming record for most viewers of a single-player game, with an audience of over 1.3 million on Twitch. <a href="https://t.co/oVlaIaaBvq">https://t.co/oVlaIaaBvq</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Repost?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Repost</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/WarnerBros?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#WarnerBros</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/PS5?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#PS5</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/PS4?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#PS4</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/HogwartsLegacy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#HogwartsLegacy</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/Culture?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Culture</a> <a href="https://t.co/4krC75anmC">pic.twitter.com/4krC75anmC</a></p>
<p>— Push Square (@pushsquare) <a href="https://twitter.com/pushsquare/status/1623665528312135680?ref_src=twsrc%5Etfw">February 9, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h4>Die bewusste oder unbewusste Inkonsequenz</h4>
<p>Damit sollte klar sein, dass der wütende Cancel-Mob – so laut wie er auch war – nichts bewirken konnte bzw. in meinen Augen sogar mehr und mehr dafür sorgte, dass das Spiel sich heute derart großer Beliebtheit erfreut. Einige Gamer distanzieren sich von den Aussagen Rowlings, haben aber im Vorfeld klipp und klar kommuniziert, dass sie das Spiel spielen werden, weil die Autorin am Spiel nicht beteiligt ist – weder inhaltlich noch finanziell. Diese Aussage halte ich für eine dreiste Lüge und einen lächerlichen Versuch, sich aus der Affäre zu ziehen, den Hype mitzunehmen und Hogwarts Legacy letztlich doch streamen zu können. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass vor allem jetzt – der Hype ist größer als viele erwartet hätten – J.K. Rowling auch am Spiel mitverdient, wenn auch nur indirekt. Mittlerweile haben vor allem junge Menschen Zugriff auf Twitch und konsumieren diese Inhalte mehr, als sie Bücher, Filme oder Serien konsumieren.</p>
<p>Ich denke, dass durch diesen massiven Hype auch die Bücher, Serien und Filme von Harry Potter sich größerer Beliebtheit erfreuen und dabei viele junge Menschen, die nie eine Verbindung zu Harry Potter hatten, diese nun bekommen, die Story feiern und anfangen, die Bücher, Filme und Serien zu schauen. An Beispielen wie <strong><a href="https://www.gamepro.de/artikel/the-witcher-serie-verkaeufe-an,3354360.html" target="_blank" rel="noopener">Witcher</a></strong> oder Edgerunners sieht man, dass Spiele die Bücher pushen und Serien-Produktionen die Spiele-Verkäufe. Ob das die Regel ist oder nur dieser spezielle Fall, bleibt abzuwarten. Ich für meinen Teil gehe stark davon aus, dass es so ist.</p>
<p>Wer also Hogwarts Legacy gespielt hat, obwohl er die Aussagen von Rowling kritisiert, ist in meinen Augen ein Heuchler und nimmt bewusst oder unbewusst in Kauf, dass die Autorin daran eben doch indirekt reicher wird. Es ist noch nicht zu spät: Ihr habt die Möglichkeit, die Videos und Streams aus dem Netz zu löschen, das Spiel zu refunden oder alle Einnahmen aus eurem Content zu verschenken, verbrennen oder zu spenden. Würdet ihr das tun oder steht ihr nicht mehr hinter euren Aussagen und denkt, dass diese bereits in Vergessenheit geraten sind?</p>
<p>Dann sagt doch einfach direkt gar nichts oder dass euch diese Person, ihre Tweets oder die Beleidigungen an diesen Personen egal sind, aber versucht doch nicht mithilfe eines billigen Kompromisses beide Lager zu befriedigen und in beiden Bubbles Personen abzugreifen. Denn genau das wird mit Aussagen wie diesen versucht. Man versucht gezielt Fans des Spiels für sich zu gewinnen, die den Content auf dem eigenen Stream schauen möchten, während man aber auch versucht jene zu catchen, die die Tweets von Rowling kritisieren – schließlich kritisiert man diese Tweets ja auch in gewisser Weise und tut so, als wären die Tweets einem nicht egal. Ich kann aber auch verstehen, warum man diese Karte spielt. Man hat als Twitcher immerhin immer noch ein Unternehmen und muss Geld verdienen und was passiert, wenn man öffentlich sagt, dass einem J.K. egal ist, hat man am Beispiel von <strong><a href="https://gamerliebe.de/gronkh-erntet-shitstorm-weil-ihm-j-k-rowlinig-egal-ist/" target="_blank" rel="noopener">Gronkh</a></strong> sehr gut gesehen.</p>
<p>Für mich hat die gesamte Debatte über Hogwarts Legacy an diesem Punkt eine Wendung genommen und es hat den Anschein gemacht, dass Gronkh eine Nummer zu groß für die Anti-Potter-Blase war. Gronkh sah sich einer gewaltigen Hasswelle konfrontiert, erhielt aber ebenso große Unterstützung, selbst von Personen, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen haben. Ich denke, dass die Anfeindungen gegen Gronkh und der Diskurse darüber noch mal mehr das Bewusstsein vieler unschlüssigen Menschen geweckt hat, dass es doch in Ordnung ist, das Spiel zu kaufen, weil sie erkannten, dass nicht alle sie dafür verteufeln.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Verstehe es langsam einfach nicht mehr, jeder der eine etwas andere oder differenzierte Meinung zu einem bestimmten Thema hat, wird gleich komplett in die Extreme gezogen und so ekelig hingestellt! Wie kann man sagen, das ein <a href="https://twitter.com/Gronkh?ref_src=twsrc%5Etfw">@Gronkh</a> etwas gegen Transsexuelle hat? Ich bitte euch.</p>
<p>— ASMR Janina <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f478-1f3fc.png" alt="👸🏼" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@ASMRJanina) <a href="https://twitter.com/ASMRJanina/status/1620722988038627330?ref_src=twsrc%5Etfw">February 1, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h4><strong>Die strikte Konsequenz</strong></h4>
<p>Wie eingangs erwähnt gibt es bekannte Personen, die das Spiel Hogwarts Legacy von vornherein boykottieren und sich auch trotz Hype und etlichen Shitstorms aus den Bubbles nicht von ihrer Meinung abbringen lassen. Aber auch hier fließt in meinen Augen ein gewisses Kalkül mit ein, weil man durch diese Aussage auch immer eine bestimmte Gruppe von Menschen für sich gewinnen möchte. Das ist aber nicht zu verhindern. Denn immer, wenn man eine Aussage tätigt, trifft man daraufhin auf Zuspruch oder Gegenwehr. Heuchlerisch wäre in meinen Augen nur, dass man immer jene Aussage trifft, die gerade von der Mehrheit eher angenommen wird.</p>
<p>Man könnte meinen, dass diese Art des Opportunismus auffällt, aber man merkt doch immer relativ schnell, dass Menschen und oder Fanboys, Follower und Anhänger Aussagen schnell wieder vergessen und es ihnen schlichtweg egal ist, wie sie an der Nase herumgeführt werden. Trotz alledem finde ich es gut, wenn man sich klar positioniert, auch wenn man in Aussagen wie hier die Gegenfrage stellen sollte, warum man ein Spiel aufgrund kritischer Aussagen der Autorin nicht kauft, dann aber im Gegenzug Sexismus, Rassismus und Kinderarbeit eher akzeptiert. Tesla und Elon Musk sahen sich in der Vergangenheit den Vorwürfen von Sexismus, Rassismus oder der Billigung von Kinderarbeit konfrontiert, ist es für euch also weiterhin in Ordnung, Twitter zu benutzen, um Elon Musk noch reicher zu machen? Auch Twitch – euer Arbeitgeber – stellt hierbei kein <strong><a href="https://www.bloomberg.com/graphics/2022-twitch-problem-with-child-predators/" target="_blank" rel="noopener">Unschuldslamm</a></strong> dar. Trotzdem finde ich es löblich, dass man eine Position hält und sich nicht von seiner Aussage abbringen lässt.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Da <a href="https://twitter.com/hashtag/HogwartsLegacy?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#HogwartsLegacy</a> jetzt spielbar ist möchte ich mich gerne klar Positionieren.</p>
<p>Ich möchte meine Regenbogenflagge nicht nur tragen, wenn es &#8220;bequem und einfach&#8221; ist, sondern wirklich ein Ally und LGBTQIA+ Supporter &gt;sein&lt;, wenn es darauf ankommt.<a href="https://twitter.com/hashtag/TransRightsAreHumanRights?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#TransRightsAreHumanRights</a> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3f3-fe0f-200d-1f308.png" alt="🏳️‍🌈" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2764.png" alt="❤" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://t.co/t7T7NGMzhZ">pic.twitter.com/t7T7NGMzhZ</a></p>
<p>— Baso <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3f3-fe0f-200d-1f308.png" alt="🏳️‍🌈" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2728.png" alt="✨" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@BasoStream) <a href="https://twitter.com/BasoStream/status/1623302102599467008?ref_src=twsrc%5Etfw">February 8, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h4><strong>Die strikte Inkonsequenz<br />
</strong></h4>
<p>Kommen wir nun zu meiner Meinung nach schlimmsten Teil der Doppelmoral. In dieser Art der Doppelmoral geht es um jene, die nicht nur dem Spiel, sondern ebenso jene Menschen, die es kaufen, mit Anfeindungen entgegentreten und dabei in keinster Weise einen Deut besser sind und angebracht wäre, zunächst vor der eigenen Haustüre kräftig durchzukehren. Diese Menschen bewegen sich auf einem so hohen Level der Arroganz und Ignoranz, dass sie in einer Hütte im Wald als Selbstversorger wohnen müssten, um eine konsequente Haltung zu besitzen.</p>
<p>In dem Moment – und das ist vor allem auf Twitter zu oft vorgekommen – wo man sagt: „Wer das Spiel kauft, unterstützt Transphobie“, ist das eine klare Angriffshaltung, um anderen das Spiel madig zu machen, jemanden ein schlechtes Gewissen einzureden oder ihn gar öffentlich zum Abschuss freizugeben. Zunächst sollte man sich erstmal die Frage stellen, ob die Tweets von J.K. Rowling überhaupt transfeindlich sind. Nach meinen Recherchen komme ich zum Ergebnis, dass ihre Tweets nicht transfeindlich sind. In diesem Tweet positioniert sie sich sogar für Transpersonen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">I respect every trans person’s right to live any way that feels authentic and comfortable to them. I’d march with you if you were discriminated against on the basis of being trans. At the same time, my life has been shaped by being female. I do not believe it’s hateful to say so.</p>
<p>— J.K. Rowling (@jk_rowling) <a href="https://twitter.com/jk_rowling/status/1269407862234775552?ref_src=twsrc%5Etfw">June 6, 2020</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Ich möchte aber keinem die eigene Meinung absprechen. Wenn jemand der Auffassung ist, dass ihre Tweets transfeindlich sind, dann akzeptiere und respektiere ich das! Grundlegend kann man nicht in Gefühle und Köpfer der anderen Menschen hineinblicken, weshalb man nicht bewerten kann, was er oder sie fühlt. Wenn jemand also zu 100 Prozent der Meinung ist, dass ihre Tweets transphob sind, ist es in meinen Augen verständlich, das Spiel zu boykottieren.</p>
<p>Denn Transfeindlichkeit ist eine schlimme Sache. Genauso gut kann ich verstehen, wenn man Produkte einer Firma nicht kauft, weil der Gründer Menschen öffentlich mobbt, beleidigt, Menschen ausbeutet, Steuern hinterzieht oder sonstiges macht. Genauso gut kann ich auch verstehen, wenn man ein Spiel oder ein Produkt nicht kauft, weil man das rote T-Shirt auf der letzten Pressekonferenz vom Gründer nicht schön findet oder ihm seine Frisur oder Nase nicht passt. Man kann aus den merkwürdigsten Gründen – berechtigt oder unberechtigt in den Augen der Gesellschaft – etwas nicht kaufen oder unterstützen. Für mich wäre eine transphobe Aussage etwas wie: „Alle diese Menschen gehören auf den Scheiterhaufen, aus dem Land geworfen oder gefoltert“ oder wenn man aktive Handlungen gegen diese Personen vollzieht, wie sie öffentlich auf der Straße physisch verletzt.</p>
<p>Kritisch zu beurteilen finde ich, dass diese Transfeindlichkeit – wenn wirklich eine solche vorliegt – in meinen Augen überproportional stark gewichtet wird, im Vergleich zu anderen Vergehen an der Menschlichkeit. Menschen, welche sich einer Geschlechtsanpassung unterzogen haben, werden beleidigt – in der Tat ist das sehr schlimm. Doch ist das schlimmer, als der Fakt, dass Menschen für die iPhone-Produktion in Minen schuften müssen oder für den Besitzer von Tesla?</p>
<p>Viele dieser Menschen sehen sich auf der Seite des Guten und es ist zweifellos eine tolle Sache, sich für Minderheiten einzusetzen. Dabei artet es jedoch in physischer wie auch psychischer Gewalt gegen andere Meinungen aus, die eben das Spiel spielen – obwohl die Betroffenen möglicherweise gar nicht im Bilde über diese gesamte Thematik sind. Es werden Kollateralschäden an Unschuldigen billigend in Kauf genommen, wie der folgende Fall klar zeigt. Dieser Clip zeigt, wie der Twitch-Chat ein großes Twitch-Paar – welches Reviews verfasst – dafür anfeindet wird, weil sie Hogwarts Legacy spielen. Jene, die vermeintlich für die richtige Sache einstehen, gehen über Leichen, um ihr Ziel zu erreichen und beachten nicht, dass sie dabei selbst fragwürdige Dinge passieren lassen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">More details: <a href="https://t.co/2WBZZ1UVCV">https://t.co/2WBZZ1UVCV</a></p>
<p>— Dexerto (@Dexerto) <a href="https://twitter.com/Dexerto/status/1622770612967034880?ref_src=twsrc%5Etfw">February 7, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Und wie sooft, werden nun auch langsam die Stimmen über den Boykott leiser und wo sich Hype ansiedelt, ist ein Verkauf der eigenen Werte nicht mehr weit. Die Streamerin Jennyan ist ein solches Beispiel. Zugegeben hat die Streamerin nie wirklich negativ gegen dieses Spiel, die Autorin oder generell Leute geschossen, die das Spiel spielen. Gleichzeitig hat sie sich aber in der Vergangenheit klar für einen sog. Safespace eingesetzt, welcher in ihrem Stream und Chat gewahrt werden soll. Auch wurden konsequent Leute von ihren Plattformen ausgeschlossen, die sie mit Kritik konfrontierten und oder ihr Fehlverhalten angesprochen haben.</p>
<p>Hier möchte ich explizit erwähnen, dass es ihr gutes Recht ist, wenn sie aus welchen Gründen auch immer blockt oder wann sie wie aktiv auf Social Media ist. Ich möchte hierbei nur auf ihre Inkonsequenz hinweisen, wie sie dieses Mal mit Kritik umgeht und wie sie es in der Vergangenheit getan hat. Hierbei rede ich nicht von der Vergangenheit von mehreren Jahren, sondern von den letzten Monaten. Sie spielt das Spiel und hat darauf viel Kritik geerntet, auch weil sie aus den hier genannten Gründen, ihre eigene Philosophie – in den Augen von Fans – verraten hat. Was ihr Stream und Chat noch mit einem Safespace zutun hat, macht folgender Twitter-Thread deutlich.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">cn: Transfeindlichkeit<br />
So, heute wollen wir uns mal den Umgang von <a href="https://twitter.com/Torro_TV?ref_src=twsrc%5Etfw">@Torro_TV</a> und <a href="https://twitter.com/xjennyan?ref_src=twsrc%5Etfw">@xjennyan</a> mit Transfeindlichkeit anschauen, wie sehr reagieren, ob der Chat moderiert wird, ihr könnt es bereits erahnen.<br />
Wir beginnen mit Katzenfreund Nummer 1, Torro.</p>
<p>— Melly 🙂 (@MellyTheKitty) <a href="https://twitter.com/MellyTheKitty/status/1623290147201511424?ref_src=twsrc%5Etfw">February 8, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>J.K. wurde dafür kritisiert, dass sie eine Anlaufstelle ausschließlich für CIS-Frauen gegründet hat, die Opfer von Gewalt wurden. Alleine dieser Fakt sorgt dafür, dass sie bezichtigt wird, bewusst Menschen auszugrenzen. Ist die <strong><a href="https://schwulenberatungberlin.de/ueber-uns/#leitbild" target="_blank" rel="noopener">Berliner Schwulenberatung</a></strong> jetzt a-Sexuell-Feindlich, weil sie nur Beratung für SCHWULE MÄNNER und LESBISCHE FRAUEN anbietet, nicht aber für Menschen eines anderen Geschlechtes oder einer anderen Sexualität? Ist Jennyan Männerfeindlich, wenn sie einen Discord ins Leben ruft, wo ausschließlich Frauen erwünscht sind? Wenn Ninja eine Aussage trifft, dass er nicht mit Frauen zusammen streamt – weil er das dadurch resultierende Gerede und die Gerüchteküche meiden will, die seine Beziehung gefährden könnte – wird er massiv angefeindet. Auch möchte ich mir nicht ausmalen, was ein großer Streamer für einen Shitstorm erhalten hätte, wenn er gepostet hätte, dass ausschließlich Männer auf seinem Discord erwünscht sind.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Ich werde einen Discord Server nur für Mädels erstellen. Nein, nicht für Nudes, virtuelle Kissenschlachten oder süße Selfies. Sondern für Themen, über die Frauen nur mit Frauen reden können &amp; sie in ihrem Umfeld nicht haben. Zb. Muschipupse, Depressionen, Tampongrößen, etc.<br />
🙂 🙂</p>
<p>— Jen (@xjennyan) <a href="https://twitter.com/xjennyan/status/1328406118645846020?ref_src=twsrc%5Etfw">November 16, 2020</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Wo sind die großen Streamerinnen und Streamer, die jetzt anfangen öffentlich andere größere Streamer darauf hinweisen, dass ihr Verhalten falsch ist oder dass sie das Spiel nicht spielen sollen? Warum traut man sich lediglich auf jene mit dem Finger zu zeigen, die keine große Community hinter sich haben und traut sich nicht auch Content-Creator zu hinterfragen, mit denen man in einem Netzwerk ist oder mit denen man in der öffentlichen Wahrnehmung cool ist?</p>
<p>Ich warte darauf, dass Jennyan und ihr Partner genauso auf ihr Spielverhalten und die Moderation im Chat hingewiesen wird, wie andere, kleinere Persönlichkeiten. Aber scheint Geld und Image wichtiger zu sein als jene Werte, die man nach außen hin vertritt. Denn Kritik an ihrer Person würde nicht nur dafür sorgen, dass man seine Twitch-Partnerschaft verliert – denn als Twitch-Partner, darf man keinen anderen Twich-Partner beleidigen – sondern würde auch öffentlich für Zoff sorgen, in welchem beide Communitys aufeinander gehetzt werden würden – auch kein gutes Bild, was auf die Friede-Freude-Eierkuchen-Welt der Vorzeige-Streamer passt.</p>
<h4><strong>Fazit und ein paar generelle Worte </strong></h4>
<p>Mein Fazit ist und bleibt kurz und knackig. Wenn ihr Hogwarts Legacy spielen wollt, spielt es und wenn ihr es nicht spielen wollt, spielt es nicht. Zwingt keinem eine Meinung auf und beleidigt, diffamiert oder stellt niemanden bloß, wenn er es eben doch tut. Hinterfragt euch selbst, ob ihr in der Position seid Dinge zu kritisieren, die ihr selbst nicht besser macht oder in welchem Zusammenhang ihr selbst damit verknüpft seid. Wer anfängt eine Sache zu boykottieren, muss sogleich zig weitere Dinge boykottieren und der Rattenschwanz und die Verstrickung ist zu groß, als dass man nicht selbst Teil in dieser durchaus zu kritisierender Szenerie ist.</p>
<p>Jeder Mensch – vor allem in den westlichen Ländern – ist ein Heuchler und glücklicherweise überhaupt in der Position, sich über solche Wohlstandsprobleme zu echauffieren. Jeder mit einem Marken-Schuh, Marken-Handy, einer Tastatur, einem VW, einem Elektroauto, einer Cola, einem Steak oder einer Avocado trägt seinen Teil zur Ungerechtigkeit auf dieser Welt bei.</p>
<p>Selbst jeder Gamer ist direkt oder indirekt am Klimawandel oder der Ausbeutung von Menschen beteiligt, denn woraus besteht eure Hardware und wo wird diese und unter welchen Bedingungen hergestellt? Ausnahmslos jedem ist die Lage in den benachteiligten Ländern komplett egal bzw. nicht wichtig genug, um den eigenen Konsum einzuschränken. Wer in meinen Augen auf dem moralischen Highground sitzt, sind jene Menschen, die minimalistisch in einer Hütte im Wald wohnen, autark versorgt sind und eigenes Gemüse und Wasser konsumieren.</p>
<p>Das ist nicht unmöglich, es gibt Menschen, die das bereits tun und beweisen, dass niemand dazu gezwungen ist, den Wohlstand, den wir genießen in vollem Umfang, auf Kosten von anderen auszureizen. Ich möchte keinem hier in meinem Post angreifen oder ankreiden, sondern möchte meine Aussagen nur mit Quellen belegen, die von diesen Leuten eben getätigt wurden, um eben meine eigene Position klarzumachen. Ich selbst habe mit keinem dieser Tweets, Meinungen oder Personen ein Problem, sondern ich hinterfrage manche Aussagen und Handlungen und belebe meine Antwort darauf mit Beweisen, also jenen Tweet-Ausschnitten. Ich selbst sehe in keinem der hier gezeigten Tweets Angriffe oder krasse Anfeindungen und möchte darauf hinweisen, dass NIEMAND diesen Post als Kriegserklärung gegen diese Personen auffasst und diese nun mit Mistgabeln durch das Internet jagt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://gamerliebe.de/boykott-und-doppelmoral-hogwarts-legacy-bricht-rekorde-ein-kommentar/">Boykott und Doppelmoral: Hogwarts Legacy bricht Rekorde – Ein Kommentar</a> erschien zuerst auf <a href="https://gamerliebe.de"></a>.</p>
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		<title>Warum Cutter nicht unterbezahlt sind – Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MuSc1]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2023 02:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Twitch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den sozialen Netzwerken ist mal wieder eine Debatte darüber erzürnt, wie die Bezahlung für gewisse Dienstleistungen vergütet werden sollte, was zu niedrig und was überteuert ist. Wenn solche Debatten im Internet geführt werden, sind es oftmals Designer, die für brotlose Kunst in Form von Emotes, Overlays oder andere Designs kritisiert oder in Schutz genommen [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://gamerliebe.de/warum-cutter-nicht-unterbezahlt-sind-ein-kommentar/">Warum Cutter nicht unterbezahlt sind – Ein Kommentar</a> erschien zuerst auf <a href="https://gamerliebe.de"></a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>In den sozialen Netzwerken ist mal wieder eine Debatte darüber erzürnt, wie die Bezahlung für gewisse Dienstleistungen vergütet werden sollte, was zu niedrig und was überteuert ist. Wenn solche Debatten im Internet geführt werden, sind es oftmals Designer, die für brotlose Kunst in Form von Emotes, Overlays oder andere Designs kritisiert oder in Schutz genommen werden. Die heutige Aussage, welche die gesamte Streaming-Bubble lodern ließ, geht auf den deutschen Streamer <strong><a href="https://streamrant.net/wiki/chefstrobel/" target="_blank" rel="noopener">Chefstrobel</a></strong> zurück, der mit einem Tweet ausgesagt hat, dass er nicht bereit ist mehr als 5 Euro für ein Video zu bezahlen, welches von einem Cutter bearbeitet wird. Da der ursprüngliche Tweet nicht mehr verfügbar ist, muss ich leider auf einen Screenshot zurückgreifen, der Gott sei Dank noch auf Twitter herumschwirrt.</p>
<figure id="attachment_9371" aria-describedby="caption-attachment-9371" style="width: 550px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet.jpg" target="_blank" rel="noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9371" src="https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet-769x1024.jpg" alt="" width="550" height="733" srcset="https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet-769x1024.jpg 769w, https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet-225x300.jpg 225w, https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet-768x1023.jpg 768w, https://gamerliebe.de/wp-content/uploads/2023/01/chefstrobeltweet.jpg 1080w" sizes="(max-width: 550px) 100vw, 550px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9371" class="wp-caption-text">© https://twitter.com/spiegelbro/</figcaption></figure>
<h4>Angebot und Nachfrage</h4>
<p>Grundsätzlich kann ich zu dieser Debatte nur das Gleiche sagen, was ich auch zu den <strong><a href="https://gamerliebe.de/warum-twitch-streaming-keine-arbeit-ist/" target="_blank" rel="noopener">Diskussionen</a></strong> vorher erklärte. Was für ein Stundenlohn oder eine Bezahlung pro Video für einen Cutter gerechtfertigt ist, entscheidet sich durch Angebot und Nachfrage und darüber, was beide Parteien vereinbaren. In meinen Augen ist bei einem Geschäft niemand dafür verantwortlich darauf zu achten, wer sich nun ausbeuten lässt oder nicht. Wer seinen eigenen Preis nicht kennt, ist daran in meinen Augen selbst schuld.</p>
<p>Mit einem Cutter erkauft man sich in erster Linie eine Dienstleistung, aber im Grunde kauft man sich Zeitersparnis. Wenn ein Streamer pro Stunde bei seinem Stream 100 Euro verdient, für die Bearbeitung eines seiner Videos jedoch mehrere Stunden benötigt, gliedert er diese Aufgabe logischerweise aus, weil er mit mehreren Stunden Streaming mehr Geld verdienen kann als mit vielen Stunden Videos bearbeiten. Am besten heuert er eine Person an, die die Bearbeitung nicht nur besser, sondern auch viel schneller hinbekommt. Demnach kann ein Streamer auch nur einen Cutter entsprechend bezahlen, wenn er selbst mehr Geld pro Video oder durch die Zeitersparnis erwirtschaftet. Fairerweise muss man sagen, dass Chefstrobel in der Lage wäre, mehr als 20 Euro zu bezahlen.</p>
<p>Erwähnen sollte man aber auch, dass er selbst sagt, wie viel Arbeit in einem Video von ihm steckt. Ich versuche hierbei auch seine Perspektive zu ergründen und ziehe wenigstens in Erwägung, dass Chefstrobel seine Cutter überdurchschnittlich gut bezahlt. Ich denke, dass nur ein Interessent dieser Arbeit genau abschätzen kann, wie viel Arbeit wirklich in einem Video steckt. Wenn es wirklich ein wenig Arbeit ist – wie er sagt – könnten 150 Euro eine sehr gute Bezahlung darstellen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">stell mich ein <a href="https://twitter.com/Chefstrobel?ref_src=twsrc%5Etfw">@Chefstrobel</a> <a href="https://t.co/DQZtqSK8qY">pic.twitter.com/DQZtqSK8qY</a></p>
<p>— Fabo (@TheFaboHD) <a href="https://twitter.com/TheFaboHD/status/1610295663417335808?ref_src=twsrc%5Etfw">January 3, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Der Begriff „wenig“ ist natürlich sehr dehnbar, konkrete Zeitangaben wären vermutlich transparenter. Die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch, warum er nicht selbst diese Videos schneidet, wenn es sich – wie er sagt – bloß um wenig Arbeit handelt. Ich möchte eine kleine Nachhilfestunde in puncto Marktwirtschaft geben. Die Dienstleistung des Cutters benötigt eine bestimmte Kompetenz, die die Einstiegshürde in diese Dienstleistung bestimmt.</p>
<p>Eine Reinigungskraft zum Beispiel hat eine sehr niedrige Einstiegshürde. Ein Mensch ohne Schulabschluss, mit niedrigem Bildungsstand und selbst ohne Sprachkenntnisse ist in der Lage diese Dienstleistung auszuführen, entsprechend gering ist auch die Bezahlung für diesen Beruf. Wenn es hochkomplex wäre oder beispielsweise durch eine geringe Bezahlung eine bestimmt große Anzahl von Menschen nicht bereit wären, diese Dienstleistung gegen diese Bezahlung zu leisten, würde ein Unternehmer vermutlich in erster Linie mehr Geld bezahlen oder anderweitig die Konditionen verbessern, um somit den Beruf attraktiver zu machen. Wie mit jedem anderen Beruf ist das auch mit der Dienstleistung, die ein Cutter erfüllt.</p>
<p>Ich möchte hier nicht die Kompetenz eines Cutters infrage stellen, aber ich denke, es ist verhältnismäßig einfach, als Cutter anzufangen. Ich denke, dass das Angebot dieser Dienstleistung überfüllt ist und demnach auch sehr viele Menschen diese Dienstleistung anbieten. Die Einstiegshürde ist also sehr gering, weshalb jeder mit einem gecrackten Render-Programm ein wenig Taschengeld dazu verdienen möchte. Viele machen es, weil sie sich ein wenig Taschengeld dazu verdienen möchten und sind froh, wenn sie überhaupt ein paar Aufträge bekommen. Damit sie das überhaupt erreichen, bieten sie bewusst ihre Leistung unter den marktüblichen Preisen an.</p>
<h4>Das Mindestlohn-Argument</h4>
<p>Ein professioneller Cutter, mit Gewerbe und diese Arbeit möglicherweise Vollzeit betreibt, kennt den Markt und seinen Marktwert und wird vermutlich kein Vertrag mit Chefstrobel eingehen. Wie anhand der Reaktionen zu lesen, lohnt es sich für einen derart geringen Betrag nicht einmal seinen Computer einzuschalten. Für einen Gewerbetreibenden sind also auch gewisse Stundensätze Pflicht, damit er wirtschaftlich arbeiten kann. Auch er hat Kosten, aus welchem sich letztlich der Preis zusammensetzt. Das ist jedoch nicht das Problem des Auftraggebers &#8211; ihn interessiert selbst, was er bezahlen kann und was es ihm bringt. Und da es viele Hobby-Cutter gibt, die für deutlich weniger ihre Preise anbieten, ist es nicht unüblich, wenn ein Streamer dann auf einen solchen Editor zurückgreift. Das Argument „Das ist nicht mal Mindestlohn“ und „unter 20 Euro die Stunde brauchste gar nicht anzufangen“ ist in meinen Augen nicht wirklich gut.</p>
<p>Stellen wir uns mal vor, der Mindestlohn für einen Cutter beträgt 12 Euro pro Stunde. Ein Streamer – ob groß oder klein – muss zwangsläufig diesen Betrag bezahlen, obwohl er es sich möglicherweise gar nicht leisten kann. Weil dieser Preis schon jetzt über 12 Euro ist, gehen viele Streamer sicherlich auch auf Fiverr und lassen sich dort Videos schneiden. Hier gibt es Angebote von teilweise umgerechnet 5 Euro pro Video(!).</p>
<p>Stellen wir uns aber mal vor, dass ein Cutter aus Indonesien, Pakistan, Indien oder gerne auch aus Deutschland dazu gezwungen wäre, mindestens 12 Euro zu nehmen, er dabei aber nicht die gleiche Qualität bieten würde wie ein anderer Cutter, der ebenso 12 Euro nimmt, so würde keiner von beiden den Auftrag bekommen und im Endeffekt hätten beide dadurch kein Geld verdient. Ein Cutter hat wie jeder Mensch, der ein wirtschaftliches Interesse hat, die Möglichkeit sich selbst besser zu verkaufen oder einfach bessere Arbeit zu bieten. Ich denke, dass niemand – auch nicht Chefstrobel – wirklich lieber 5 Euro ausgeben würde für schlechte Arbeit, statt 25 Euro für professionelle Arbeit, die möglicherweise sogar dazu führt, dass seine Videos mehr geklickt werden.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Ich Mag Chefstrobel, rr. Aber so eine Aussage zeigt einfach wieder, dass manche Creator überhaupt keine Ahnung haben, wie Anspruchsvoll eine komplette Produktion ist. Ein routinierter Cutter schafft max. 2-3 TikToks pro Stunde. Das ist z.T. unter Mindestlohn. Als Selbstständiger! <a href="https://t.co/nqe4eZQZ1B">https://t.co/nqe4eZQZ1B</a></p>
<p>— Destiiiyᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠᅠ (@destiiiy) <a href="https://twitter.com/destiiiy/status/1609920577095045121?ref_src=twsrc%5Etfw">January 2, 2023</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Denn ein guter Cutter ist in meinen Augen durchaus in der Lage, die Klickzahlen auf Videos zu erhöhen, wenn er sie ansehnlicher gestaltet. Wenn man dem Cutter also 25 Euro bezahlt, er aber dafür sorgt, dass man 100 Euro mehr verdient, wäre man doch ein blöd, dieses Angebot nicht zu nutzen oder? Ich selbst bin grundsätzlich nicht der größte Fan eines Mindestlohns, halte ihn aber auch nicht für das absolut schlimmste. Es ist also eine Sache, mit der ich leben kann. Wenn es speziell um Deutschland geht, halte ich den Mindestlohn sogar für einigermaßen legitim, weil sich dadurch Arbeit mehr lohnt und Menschen, die arbeiten könnten, es aber nicht tun, würden dadurch mehr Anreize haben, sich nicht auf die faule Haut zu legen.</p>
<p>Nehmen wir das Beispiel eines Frisörsalons. Hier arbeiten zwei Mitarbeiter für 6 Euro die Stunde. Zu bedenken gilt, dass die Preise, die Kosten und demnach auch die Löhne exakt aufeinander kalkuliert wurden. Nun kommt der Mindestlohn und zwingt den Unternehmer dazu, beiden Mitarbeitern jeweils 12 Euro zu bezahlen. Dadurch muss er möglicherweise die Preise anheben und verliert damit Kunden, die nicht mehr bereit sind, für einen Haarschnitt jetzt mehr Geld zu bezahlen.</p>
<p>Seine Alternative wäre also, dass er einen Mitarbeiter auf die Straße setzt, wodurch der Mindestlohn für diese Person eher wirtschaftlich schädlich als nützlich ist. Für Unternehmen, die gesund sind, viel Gewinn erwirtschaften und für die ein großer Batzen übrig bleibt, für diese juckt der Mindestlohn wohl kaum. Aber für kleinere Unternehmen, die möglicherweise auch in keiner guten finanziellen Situation stecken, kann sich der Mindestlohn als äußerst unrentabel erweisen, wodurch er möglicherweise auch Mitarbeiter kündigen muss.</p>
<p>Jeder Unternehmer weiß, dass die Mitarbeiter die wichtigsten Ressourcen sind, um eine Firma langfristig wachsen zu lassen und ich bin fest davon überzeugt, dass gesunde Unternehmen von sich aus mehr Lohne bezahlen und Mitarbeiter-Benefits bieten, als sie müssten. Das machen sie deshalb, weil sie nicht möchten, dass die Mitarbeiter abhauen und zur Konkurrenz gehen. Wieso sonst bezahlt Microsoft, Appple, Meta und Alphabet derart Höhe Löhne und bieten sogar Krankenversicherungen und Witwenrenten an? Damit eben der nächste Mark Zuckerberg, Elon Musk, Bill Gates oder Steve Jobs in Zukunft bei einem der anderen Unternehmen die große Neuheit erfindet und das Unternehmen mehr voranbringt.</p>
<h4>Mein Fazit</h4>
<p>Ich selbst betreibe – nicht nur wegen meinem Blog – ein Kleingewerbe und biete dort Dienstleistungen an. Mein Ziel ist es ein wenig damit zu verdienen und mein Gehalt von meinem Hauptberuf ein wenig aufzustocken. Ich bin nicht im Ansatz in der Lage so viel Geld zu nehmen wie eine professionelle Marketing-Agentur, die die gleiche Dienstleistung wie ich anbietet und das möchte ich auch gar nicht. Ich bin froh, dass ich meine Dienstleistung für weniger als Mindestlohn anbieten könnte, weil ich weiß, dass ich überhaupt so an Aufträge komme und überhaupt was verdienen kann. Generell möchte ich aber den Cuttern auf den Weg geben, dass ihr euch im Vorfeld eure Kosten und euren Zeitaufwand für jeden Auftrag genau anschaut und euch sowohl ein Stundensatz-Modell wie auch ein Pauschal-Modell überlegt.</p>
<p>Wenn ihr pro Stunde zum Beispiel 15 Euro nehmt, muss euch bewusst sein, dass es für den Content Creator unfair sein kann, weil er nicht überprüfen kann, wie lange ihr wirklich für ein Video benötigt. Wenn ihr nur 20 Minuten braucht um ein Video fertig zu schneiden und ihr ihm aber dafür zwei Stunden berechnet, ist das für ihn sicherlich nicht so cool. Ein Pauschalpreis würde bedeuten, dass ihr zum Beispiel pro Video X Euro nehmt. Hierbei seid ihr in der Position, dass ihr eure Zeit möglichst effektiv einteilt und der Streamer hierbei nicht in der „benachteiligen“ Position ist.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="de">Nochmal sorry an alle „Cutter“ wenn ich was falsch rübergebracht habe. Wollte überhaupt niemanden angreifen mit meinen Ursprungstweets. Denke jeder hat jetzt verstanden was ich gesucht habe und bekomme. Natürlich soll jeder fair bezahlt werden für seine Arbeit </p>
<p>— Chef (@Chefstrobel) <a href="https://twitter.com/Chefstrobel/status/1610403277228675073?ref_src=twsrc%5Etfw">January 3, 2023</a></p></blockquote>
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		<title>Warum Twitch bald sein Monopol verlieren könnte – Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MuSc1]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Oct 2022 16:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Microsoft]]></category>
		<category><![CDATA[Twitch]]></category>
		<category><![CDATA[YouTube]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Twitch hat in den letzten Wochen für sehr viel Furore gesorgt und da diese Plattform immer wieder ein wichtiges Thema auf meinem Blog ist, muss ich noch einmal die Chance nutzen, ein bisschen über das Thema zu schreiben. Denn aktuell sieht es so aus, dass Twitch seine Monopolstellung verlieren könnte, wenn nur ein wenig Solidarität [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Twitch hat in den letzten Wochen für sehr viel Furore gesorgt und da diese Plattform immer wieder ein wichtiges Thema auf meinem Blog ist, muss ich noch einmal die Chance nutzen, ein bisschen über das Thema zu schreiben. Denn aktuell sieht es so aus, dass Twitch seine Monopolstellung verlieren könnte, wenn nur ein wenig Solidarität geltend gemacht werden würde. Twitch besitzt unter den Streaming-Plattformen ein Monopol und das kommt auf der einen Seite daher, dass sie am frühsten den Markt für Livestreams entdeckt haben, sie die beste, schönste und nutzerfreundlichste Plattform haben. Aber auch das gute Marketing hat sicherlich dafür gesorgt, dass die Plattform verdienterweise dort ist, wo sie heute ist. Sind wir ehrlich: Von allen Plattformen in dem Bereich, macht Twitch einfach einiges besser. Trotzdem zeichnet sich jetzt langsam aber sicher ein Bild ab, was Monopole eben ausrichten können. Die Amazon-Tochter kann nicht nur mit den eigenen Content Creator, sondern ebenso mit den Nutzern umgehen wie sie möchten, da sie nicht befürchten muss, diese zu verlieren – Es gibt schließlich kein anderes Angebot. Diese Annahme kann Twitch aber nun eben genau diese Position nehmen.</p>
<h2>Was ist passiert?</h2>
<p>Fast regelmäßig sorgt Twitch für immer mehr Unmut bei den Fans und den Content-Produzenten, da entweder neue Richtlinien aufgesetzt werden oder mal wieder mit <strong><a href="https://mein-mmo.de/die-bann-politik-von-twitch-wird-immer-laecherlicher/" target="_blank" rel="noopener">zweierlei Maß</a></strong> gemessen wird. Streamerinnen, die beispielsweise auf der Plattform live Geschlechtsverkehr haben – auch wenn man keine Geschlechtsteile sieht – werden lediglich für wenige Tage verbannt. Andere, die vollkommen harmlose Beleidigungen im Stream sagen, werden für mehrere Monate gebannt. Worte, die falsch ausgesprochen werden oder wo Twitch möglicherweise irgendwelchen komischen Dinge hineininterpretiert. Für Handbewegungen oder für Thumbnails wird man stärker bestraft, als für das Zeigen von Geschlechtsteilen.</p>
<p>Ebenso ist es für viele ein großer Dorn im Auge, dass die Plattform Glücksspiel erlaubt. Auch hier sind in der Vergangenheit Abgründe aufgezeigt worden, warum dieser Content auf Twitch kritisch bewertet werden sollte und auch hier hat Twitch nicht wirklich reagiert. Doch als die gesamte Debatte rund um das Casino-Thema völlig eskalierte, hat Twitch nachgegeben. Ausschlaggebend hierfür war der <strong><a href="https://gamerliebe.de/twitch-verbietet-zukuenftig-unlizensiertes-gluecksspiel/" target="_blank" rel="noopener">Silker-Fall</a></strong>. Der Streamer hatte über Monate hinweg große Streamer wie auch eigene Zuschauer nach Geld gefragt, das geliehene Geld aber für seine Spielsucht ausgegeben. Dieser Fall erzürnte die Massen derart und Twitch lenkte ein &#8211; aber auch hier nur wieder sehr halbherzig.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">An update on gambling on Twitch. <a href="https://t.co/lckNTY9Edo">pic.twitter.com/lckNTY9Edo</a></p>
<p>— Twitch (@Twitch) <a href="https://twitter.com/Twitch/status/1572347129192132611?ref_src=twsrc%5Etfw">September 20, 2022</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Denn die Amazon-Tochter verbietet lediglich das Spielen auf unlizenzierten Seiten. Ein völliges Glücksspielverbot ist also auch weiterhin eher ein Wunschdenken vieler User. Jedes Land hat andere Glücksspielgesetze. In Malta etwa wie auch in Kanada ist das Streamen von online Glücksspiel völlig legal und demnach muss ein Streamer einfach in dieser Location ansässig sein, damit er diesen Content auf der Plattform streamen und bewerben darf.</p>
<p>Trotzdem für viele ein Grund zum Jubel, denn es sei „der erste Schritt“. Twitch hat mit dieser Nachricht – die auf sehr viel Zuspruch trifft – Land gutgemacht und die Massen beruhigt. Dabei haben sie mit dieser Nachricht lediglich ein Ablenkungsmanöver unternommen, um von einer weitere, deutlich bösere Nachricht abzulenken. Denn Twitch hat direkt danach bekannt gegeben, das Auszahlungsmodell ihrer Partner zu verändern. Partner-Streamer sollen nicht wie bisher 70 Prozent ihrer Twitch-Einnahmen behalten, sondern nur noch 50 Prozent – zumindest wer mehr als 100.000 Dollar mit der Plattform verdient. Viele sehen darin nicht mehr den Sinn, groß zu werden. Das größer werden auf der Plattform fühlt sich eher wie eine Verschlechterung, als eine Verbesserung an – zumindest aus monetärer Sicht. Ebenso ist die Furch vor noch mehr Werbung groß. Denn Werbung soll sich für die Content-Ersteller noch mehr lohnen. So können sie die verlorenen Einnahmen, die sie durch den neuen Revenue Share erleiden, durch Werbung kompensieren. Und immer wenn eine Plattform über Werbung versucht mehr Einnahmen zu erzielen, riskiert sie damit, die Tore für die Konkurrenz zu öffnen, die eben ein anderes Finanzierungsmodell besitzen bzw. einfach aufgrund von weniger Werbung, benutzerfreundlicher sind. Und genau an diesem Punkt befinden wir uns aktuell in meinen Augen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">In our latest blog post, we tackle a topic that&#8217;s been at the forefront of the community for some time &#8211; the rev split.</p>
<p>We also provide a related update around monetization for a subset of Partners.</p>
<p>Read here: <a href="https://t.co/zP6xcCtJAQ">https://t.co/zP6xcCtJAQ</a> <a href="https://t.co/KAwOMDIkmm">pic.twitter.com/KAwOMDIkmm</a></p>
<p>— Twitch (@Twitch) <a href="https://twitter.com/Twitch/status/1572525437196148738?ref_src=twsrc%5Etfw">September 21, 2022</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Bevor ich aber auf die Konkurrentenanalyse eingehe, möchte ich noch eine wichtige Sache erwähnen. Denn Twitch hat nicht nur die vermeintlich gute Nachricht benutzt, um von einem Problem abzulenken, sondern auch die Nachricht, über die sich berechtigterweise alle Inhalt schaffenden auf Twitch beschweren. Ich gehe so weit und behaupte, dass beide Nachrichten nur den Sinn hatten, so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erzeugen, um von einem Problem abzulenken, bei welchem sich bei jedem Menschen die Haare sträuben. Denn an jenem Tag, wo Twitch diese beiden oben genannten Nachrichten publik machte, kam ebenso ein Bericht von Bloomberg heraus, der aufzeigt, wie leicht es Twitch für Menschen macht, Grooming und sexuelle Fantasien an Kindern auszuführen.</p>
<p>Twitch macht zu wenig, während die Zahlen – vor allem in der Coronapandemie – massiv zugenommen haben. Bei Twitch kann man bereits ab 13 Jahren streamen und benötigt nur ein Handy. Bei TikTok oder YouTube benötigt man wenigstens ein paar Abonnenten oder muss 16 Jahre alt sein. In meinen Augen auch kein besserer Schutz, aber Twitch macht es für Raubtiere schon vergleichsweise einfach. Ich denke, dass Twitch auch von diesem Bericht ablenken wollte, um ihren Ruf zu bewahren.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">New: Our deep-dive investigation reveals widespread child predation on Twitch. Bloomberg has analyzed thousands of accounts that systematically find and follow apparent kids and pre-teens streaming. Up to 279,000 were targeted. My story: <a href="https://t.co/NbrTY1tXeN">https://t.co/NbrTY1tXeN</a></p>
<p>— Cecilia D&#8217;Anastasio ➜ TwitchCon (@cecianasta) <a href="https://twitter.com/cecianasta/status/1572550288699191296?ref_src=twsrc%5Etfw">September 21, 2022</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h2><strong>Wer könnte Twitch jetzt Konkurrenz machen?</strong></h2>
<p>Das Problem ist, dass Twitch sich innerhalb von dieser wirklich sehr langen Zeit (mehr als 10 Jahre) ein unglaubliches Monopol aufgebaut hat und nicht nur durch Verträge, sondern auch durch Nutzererfahrungen dieses aufrechterhalten kann. Wie ich bereits erwähnte, ist Twitch für mich und für viele andere die beste, übersichtlichste und schönste Plattform, um Streams zu genießen. Und selbst wenn eine Plattform es nun besser macht, wird sich daran nicht viel ändern. Ich kann mir vorstellen, wie unklar vielen Menschen sich darüber sind, warum Twitch so unzerstörbar scheint. Die meisten kennen Amazon und Jeff Bezos als einen der reichsten Menschen und wertvollsten Unternehmen der Welt. Doch das Geschäftsmodell von Amazon ist längst nicht mehr einfach das große Versandhaus, was uns Tag für Tag ganz zuverlässig und bequem unsere Päckchen liefert, sondern in erster Linie ein Software-Konzern und die Mutter hinter AWS (Amazon Web Services). AWS ist ein Cloud-Anbieter und deshalb ist es für Amazon auch möglich, jeden Traffic, den Twitch verursacht, selbst zu hosten.</p>
<p>Das bedeutet im Klartext, dass Amazon in der Lage ist durch sein Cloud-Geschäft, alle Server und Daten selbst zu speichern, zu hosten und zu verwalten was in einer Menge wie sie Twitch produziert für keinen gewöhnlichen Konzern im Ansatz möglich ist. Die Kosten für ein solches Vorhaben sind unbezahlbar, vor allem wenn man sich Server bei einem Drittanbieter kaufen und mieten muss.</p>
<h4><strong>Microsoft </strong></h4>
<p>Neben Amazon ist Microsoft ebenso stark im Cloud-Geschäft tätig und ist deshalb auch in der Lage ihr Cloudgaming zu stemmen, was durch den Game Pass nach und nach vorangebracht wird. Microsoft hat versucht Twitch Konkurrenz mit ihrem Streaming-Dienst Mixer zu machen, haben aber das Projekt schon nach vier Jahren eingestellt. Sie haben versucht, mit Ninja und Shroud absolute Topstars für sich zu gewinnen, doch waren diese beiden Kanäle offline, war auf der gesamten Plattform nichts los und niemand hat einen Grund gesehen, sich dort aufzuhalten. Obwohl Mixer ein nicht nennenswerten Marktanteil hatte und von Twitch als kleiner Windhauch wahrgenommen wurde, hat Microsoft schon an diesem frühen Stadium den Grund gesehen, die Reißleine zu ziehen – Vermutlich weil die Kosten schon da zu hoch waren. Sicherlich kann man sagen, dass Mixer eine falsche Strategie gewählt hat uns sich mehr auf mittelmäßige Streamer hätten fokussieren müssen, trotzdem kann nicht mal Microsoft – die noch größer als Amazon sind – Twitch Konkurrenz machen. Microsoft ist also in einer perfekten Lage, kann aber Twitch nicht verdrängen. Ich liste sie hier dennoch mit auf, um zu zeigen, wie schwierig es ist, mit Twitch zu konkurrieren.</p>
<h4><strong>Google</strong></h4>
<p>Google hat nicht nur den Vorteil, dass sie einen eigenen Cloud-Dienst haben, sondern auch die nötige Infrastruktur durch eigenen Cloud-Dienst haben, sondern auch die nötige Infrastruktur durch YouTube und dessen Streaming-Angebot. Ich schätze Google als einzigen fähigen Konkurrenten ein, wenn sie ihren Fokus auf das Livestreaming ein wenig verstärken würden. Google hat nicht nur YouTube, sondern ebenso ein Cloud-Angebot, was die Speicherkapazitäten und die daraus resultierenden Kosten stemmen kann. Ebenso macht Alphabet wie Amazon abseits davon saftige Gewinne und können diese Streaming-Offensive quersubventionieren.</p>
<p>Man muss auch bedenken, dass YouTube-Streams schon jetzt einiges besser als Twitch machen. Der Videoplayer wie auch die Möglichkeit im Stream zurückzuspulen und jederzeit wieder vorspulen zu können, um dann wieder Live zu sein beispielsweise. Es sind kleine Dinge, die jedoch bei einem solchen Level entscheidend sein können. Der Chat von YouTube ist räudig, was immer als Argument genutzt wird und auch die Emotes wirken nicht so wie auf Twitch. Doch sind das Dinge, die Twitch langfristig ausmacht?</p>
<h4><strong>Facebook</strong></h4>
<p>Auch <strong><a href="https://t3n.de/news/super-meta-influencer-live-streaming-1489786/" target="_blank" rel="noopener">Facebook-Streaming</a></strong> muss man als Konkurrenz akzeptieren und auch wenn der Dienst von vielen Streamern belächelt wird, hat er immerhin größere <strong><a href="https://gamerliebe.de/facebook-gaming-ueberholt-youtube-gaming/" target="_blank" rel="noopener">Marktanteile</a></strong> am Livestreaming-Geschäft als YouTube Gaming. Facebook hat aktuell aber einige Baustellen im Unternehmen und es kann sein, dass ihre Streaming-Plattform dadurch ein wenig auf der Strecke bleibt. Vor allem in Schwellenländern wie Indien, Indonesien oder Südamerika kann Facebook Gaming punkten. Facebook Gaming hat auch einen etwas anderen Einsatz und mehr das „gemeinsame Spielen“ als Aspekt. Facebook ist aktuell damit am Kämpfen, vor allem Instagram attraktiv zu halten und fokussiert sich in meinen Augen zu stark auf das Metaverse-Projekt.</p>
<h4><strong>TikTok</strong></h4>
<p>Auch TikTok sollte man nicht unterschätzen und pusht das eigene Livestreaming-Angebot weiter. Zwar bekommt man auf TikTok nicht die übertriebene Qualität, dafür muss ein User aber auch nicht mehrere tausend Euro in ein Streaming-Setup investieren. Bei TikTok nimmt man sein Handy in die Hand und jeder kann einfach jederzeit, überall live gehen ohne Vorkenntnisse – solange er 16 Jahre alt ist. Bei einer so großen Nutzerzahl und einem derart gut funktionierendem Algorithmus, würde es mich nicht wundern, Leute auf TikTok einfach viel mehr Follower und Viewer erreichen können, als sie es als Neuling bei Twitch könnten.</p>
<p>TikTok hat auch ein Modell eingeführt, um die Contentersteller zu vergüten und orientiert sich dabei stark an Twitch. Abonnenten bekommen beispielsweise exklusive Rechte, mit dem Ersteller zu chatten oder besondere Emotes im Chat zu nutzen. Ich denke, dass TikTok vor allem für die Just Chatting-Kategorie auf Twitch – die ja auf der Plattform zu einer der beliebtesten gehört – eine ernste Gefahr darstellt.</p>
<p>Neben YouTube sehe ich tatsächlich TikTok als den größten Konkurrenten für Twitch, weil TikTok durch seinen Algorithmus eine Technologie besitzt, die Usern viel besser hilft und das Erlebnis auf der Plattform deutlich verbessert.</p>
<h4>Andere</h4>
<p>Wenn man einfach mal auf Google nach Twitch-Konkurrenten sucht, wird man fündig. Es gibt ein breites Angebot an Streaming-Diensten, aber die Spanne zwischen Twitch und diesen ist eben unendlich weit. Rumble, Odysee, Brime, Trovo sind alles tolle Dienste, aber kommen nicht im Ansatz an Twitch ran. Dass es so viele Angebote gibt, zeigt deutlich, dass man zwar leicht einen Dienst wie Twitch aufbauen kann, jedoch kaum jemand sich darauf verirrt und man im Vergleich zu den anderen etablierten Diensten abgeschlagen bleibt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Wenn man die Monopolstellung von Twitch bekämpfen möchte, dann muss man es jetzt tun! Große Streamer müssen sich solidarisch zusammensetzen, Hand in Hand arbeiten und sich zusammen gegen Twitch stellen und ihnen klarmachen, warum Twitch das ist, was es ist. Sicherlich hat man als Streamer die Angst auf einen Teil seiner Einnahmen zu verzichten, etwa weil man weniger Streamt oder seinen Partnerstatus verliert. Eigentlich traurig, wenn man daran denkt, dass sie durch Kooperation und aufgrund ihrer Reichweite mehr Macht besitzen, eher unabhängiger von Twitch zu sein, machen sie sich eher noch abhängiger davon. Die größten Streamer haben genug andere Zweige, auf denen sie sitzen können, wenn der Twitch-Zweig abbricht.</p>
<p>Schon jetzt fangen an <strong><a href="https://youtu.be/Sk66XX-58ko" target="_blank" rel="noopener">Streamer </a></strong>die Plattform zu verlassen bzw. ihren Exklusiv-Vertrag mit ihnen auslaufen zu lassen. Aktuell zeichnet sich der Trend ab, dass Streamer nicht nur auf Twitch, sondern mehreren Plattformen gleichzeitig streamen werden. Vor allem Ninja machte das bei seinem großen Comeback direkt zum Thema. Durch die Änderung der Vergütung hat Twitch also sich selbst aktuell mehr geschadet, denn andere Streaming-Dienste gewinnen unter den Content-Erstellern nun an Beliebtheit. Ob das nur ein Trend ist und sich letztlich doch der meiste Traffic auf Twitch abspielen wird, wird sich zeigen. Ich denke, dass Twitch auch weiterhin der König der Streaming-Dienste bleibt, wenn man die wackelige Situation, die aktuell vorherrscht, nicht nutzt.</p>
<blockquote class="twitter-tweet">
<p dir="ltr" lang="en">Took a little time off, but now I’m back…and I’ll be live EVERYWHERE tomorrow at 12CST <a href="https://t.co/k2nt1BVUuN">pic.twitter.com/k2nt1BVUuN</a></p>
<p>— Ninja (@Ninja) <a href="https://twitter.com/Ninja/status/1567996227521843201?ref_src=twsrc%5Etfw">September 8, 2022</a></p></blockquote>
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		<title>Warum Twitch-Streaming keine richtige Arbeit ist – Ein Kommentar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MuSc1]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2022 22:14:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mir ist bewusst, dass alleine die Überschrift einige Menschen im Internet triggern wird und ich muss euch vorwarnen: Der Inhalt wird noch viel mehr euren Blutdruck zum Mond schießen lassen. Dieser Artikel liegt mir aber schon seit etlichen Jahren in den Fingern und immer wieder habe ich mich zurückhalten können, doch in meinen Augen ist [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist bewusst, dass alleine die Überschrift einige Menschen im Internet triggern wird und ich muss euch vorwarnen: Der Inhalt wird noch viel mehr euren Blutdruck zum Mond schießen lassen. Dieser Artikel liegt mir aber schon seit etlichen Jahren in den Fingern und immer wieder habe ich mich zurückhalten können, doch in meinen Augen ist es nun an der Zeit, ihn zu veröffentlichen. Der Grund, warum ich ihn zum jetzigen Zeitpunkt veröffentliche, ist simple: Ich bin die ewige Debatte auf den sozialen Medien satt, die von oftmals frustrierten Menschen auf der einen Seite und von völlig ignoranten Content-Erstellern auf der anderen Seite geführt wird.</p>
<p>Hinzu kommt die Gesamtsituation in der Welt und unserem Land, in welchem die Menschen in der nahen Zukunft, möglicherweise mit starken existenziellen Problemen zu kämpfen haben werden. Genau in diesen Zeiten muss man die Arbeit der wertschaffenden Menschen in unserem Land würdigen und sämtliche Arroganz jener infrage stellen, die von diesem Wohlstand seit Jahren profitieren.</p>
<p>Das Problem an der Debatte ist in meinen Augen ein ganz großes Kommunikationsproblem. Ich möchte heute auf den Vorwurf eingehen, dass <strong><a href="https://mein-mmo.de/streamer-sagt-streaming-ist-keine-arbeit/" target="_blank" rel="noopener">Streaming keine richtige Arbeit</a></strong> sei –wie es von Kritikern immer heißt. Wenn ein Twitter-User beispielsweise herausposaunt „Streaming ist keine richtige Arbeit“, dauert es nicht sehr lange, bis ein großer Content-Creator diesen Tweet per Reetweet zum Abschuss freigibt. Dabei muss man erst einmal verstehen, wie der Kritiker das überhaupt meint.</p>
<p>Zunächst muss also die Frage geklärt werden, was nun genau Arbeit und was wiederum richtige Arbeit bedeutet. Denn für mich gibt es zwischen Arbeit und richtiger Arbeit einen kleinen Unterschied und ich glaube, dass viele ähnlich denken, es bloß nicht ausdrücken können oder wollen. Und ich bin auch der Meinung, dass in erster Linie die Streamer diese Aussage vernünftig zu interpretieren wissen, sie auch ihre Ignoranz zu diesem Thema ablegen.</p>
<p>Ich für meinen Teil denke mir, dass richtige Arbeit vor allem Arbeit ist, die wertschaffend ist und im Gegenzug äußerst körperlich anstrengend – wenn auch nicht zwangsläufig. Das Bauen von Häusern, das Bauen von Straßennetz oder das Pflegen älterer Menschen, die uns den Wohlstand und die Infrastruktur gebracht haben, von der wir heute profitieren – aus eigenem Fleiß und Muskelkraft etwas zu schaffen, das ist richtige Arbeit. Ich denke zumindest, dass diese Menschen das unter „richtiger Arbeit verstehen“.</p>
<p>Was heißt Arbeit? Arbeit ist das bloße Investment von Zeit, um etwas zu erschaffen. Das kann etwas sein, was den Wohlstand und die Menschheit voranbringt – wo wir wieder beim Thema richtige Arbeit wären – oder man produziert Content in Form von Artikeln, Bildern oder Videos – was auch Arbeit ist, weil man ja Zeit investiert. Eine Wertschöpfung wie in etwa ein Hausbau ist es aber trotzdem nicht.</p>
<p>Streaming von Games, Reactions, Glücksspiel, Just Chatting oder Ähnliches ist pure Unterhaltung und in meinen Augen nichts anderes als Daniela Katzenberger, die Geissens, die Jury von DSDS und oder Katja Krasavice. Man könnte problemlos auf diese Formate verzichten und die Welt würde sich weiter drehen. Anders als wertschaffende Arbeit. Denn was macht eine Gesellschaft, wenn sie keine Häuser, Straßen, Abwassersysteme, Nahrungsmittelversorgung oder vergleichbares mehr auf die Reihe bekäme?</p>
<p>Dabei möchte ich nicht die Existenzberechtigung dieser Formate infrage stellen, denn auch ich gehöre zu jenen Menschen, die nach einem harten Arbeitstag YouTube-Videos, Netflix oder One Piece-Episoden schauen möchten, um zu entspannen. Und während die einen sich Serien anschauen, schauen andere eben Fußball, gehen Angeln, kuscheln mit ihren Katzen, lesen Artikel oder schauen sich Streams an.</p>
<p>Wenn man nun aber Content produziert, den viele Menschen konsumieren und man damit Geld verdient, ist das gerechtfertigt, weil scheinbar ein bestimmter Anteil an Menschen bereit ist, dafür Geld zu bezahlen bzw. sich viele Menschen für diesen Content interessieren. Deshalb sage ich auch, dass der <strong><a href="https://gamerliebe.de/warum-der-verdienst-der-top-streamer-gerechtfertigt-ist/" target="_blank" rel="noopener">Verdienst von Streamern gerechtfertigt ist</a></strong>, richtige Arbeit ist es aber trotzdem nicht. Jetzt wird von Seiten der Streamer-Bubble wie folgt dagegen argumentiert: „Wir arbeiten teilweise mehr als 14 Stunden pro Tag vor der Cam und hinter den Kulissen, machen wir Steuerkram, beantworten E-Mails, treffen uns mit Kooperationspartnern oder denken uns Ideen für Giveaways aus“. Ich kann dazu nur sagen, dass selbstständig seid und ein Bäckermeister mit seinem eigenen Betrieb exakt das Gleiche tut und vermutlich sogar noch mehr Zeit investiert als ihr.</p>
<p>Wie in jeder Form der Selbstständigkeit steckt in dem eigenen Stream vor allem Disziplin, Ehrgeiz und Zeit drinnen, damit dieser wachsen kann. Ich behaupte nicht, dass es leicht ist, auf Twitch bekannt zu werden und alle anderen die das tun, haben schlichtweg keine Ahnung. Jene, die behaupten, dass es einfach ist: Kauft euch ein Setup, richtet euch OBS ein und beweist es! Es ist also richtig, dass Content-Erstellung Arbeit ist, IM VERGLEICH zu einem Handwerk oder anderer wertschaffender Arbeit, ist es aber eben keine Arbeit.</p>
<p>Abschließend möchte ich einfach nur sagen: Akzeptiert einfach, dass Streaming keine harte Arbeit ist, dass sie weniger wert ist, als die Arbeit eines Wertschaffenden und hört auf euren Standpunkt derart verbissen und bis aufs Blut zu verteidigen. Ihr verdient übermäßig gut, könnt ihr damit nicht zufrieden sein? Wollt ihr die Respektlosigkeit an den Tag legen, die Wichtigkeit eurer Arbeit mit der Arbeit von Wohlstand schaffenden auf eine Stufe zu stellen?</p>
<p>Die Arbeit eines großen Streamers wird sichtlich besser bezahlt und das liegt daran, dass der Markt das so entscheidet. Für viele ist das unfair, für viele – wie auch für mich – ist das irrational, aber eine bestimme Anzahl an Personen schmeißt lieber einem Multimillionär Geld in den Rachen, der bereits mehr als einen hohen Lebensstandard durch Werbung, Kooperationen und Subscriptions genießt, als einer Krankenschwester. DIe Menschen spenden lieber einem solchen Streamer Geld, anstelle eines Menschen, der für Mindestlohn fast schon menschenunwürdige Arbeit verrichtet. Die Menschen machen diese Welt unfair.</p>
<p>Ich selbst hasse meinen Job und aus diesem Grund möchte ich mir etwas Eigenes aufbauen, damit ich nicht länger auf diese Arbeitsstelle angewiesen bin. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand in seinem regulären Beruf zufrieden ist und seine Zeit investiert, damit der eigene Chef sich im nächsten Jahr noch einen Ferrari vor die Türe stellt. Es ist deshalb völlig in Ordnung zu sagen, dass man keinen Bock auf einen regulären Beruf hat und deshalb beginnt zu streamen, Content zu verkaufen oder einen Blog zu starten. Wenn man dann an einem gewissen Punkt angelangt ist, wird man deutlich leichter und zudem noch deutlich mehr Geld verdienen, als in seinem 9 to 5 Job.</p>
<p>Wer also sagt, dass Streaming keine Arbeit ist und das auch so meint, wie er es sagt, der redet einfach Blödsinn, denn es ist Arbeit, weil man ja Zeit investiert. Dabei hat man oftmals gar keine Garantie, ob das Vorhaben gelingt. Nur wenige der Streamer auf Twitch können wirklich von ihrem Content leben.</p>
<p>Wer aber meint, dass Streaming im Vergleich zu anderen Jobs keine Arbeit ist, der liegt mit seiner Aussage meiner Meinung nach richtig. Und an alle kleineren Streamer die (leider) noch nicht von dem Streaming leben können: Nein, auch für euch ist Streaming keine Arbeit, es ist lediglich ein Risiko was ihr eingeht, wie es andere Selbstständige ebenso tun.</p>
<p>Es ist völlig in Ordnung, wenn ihr einer Arbeit nachgehen wollt, wo man weniger körperliche und auch geistige Anstrengung aufbringen muss und trotzdem noch deutlich mehr verdient. Ich kann es keinem verübeln. Aber das macht die Arbeit eines Unterhalters – wie es Content-Creator nun mal sind – trotzdem nicht gesellschaftlich überlebenswichtig.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/FRkMjkUNfiM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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