Square Enix Aktie mit 3-Jahres-Tief: Lohnt sich jetzt der Einstieg?

Square Enix 3 Jahres Tief
© Square Enix

Die Aktie von Square Enix ist in den letzten Jahren massiv unter die Räder gekommen und hat mit dem Veröffentlichen der Verkaufszahlen von Final Fantasy XVI, scheinbar endgültig den Anschluss verloren. Zwar hat sich das Spiel Millionenfach verkauft, jedoch ist es für das Unternehmen als Flop einzustufen. Die Erwartungen waren vom japanischen Unternehmen also deutlich höher. Das Spiel wurde am 22. Juni exklusiv für die PlayStation 5 veröffentlicht und konnte sowohl die Presse als auch die User überzeugen, verkaufstechnisch blieb der ganz große Erfolg jedoch aus.

Auch wenn der Analyst Junko Yamamura aussagt, dass das Spiel mit drei Millionen verkauften Exemplaren kein Totalausfall ist, sagt er auch aus, dass sich die Rentabilität des Final Fantasy-Franchise sich verschlechtert und Verbesserungen Zeit brauchen. Dabei ist längst nicht nur der schwache Release vom 16. Teil der Kult-Serie das Problem, sondern auch an allen andere Ecken und Kanten schwächelt Square Enix.

Die Einnahmen vom Final Fantasy 14 MMO gehen zurück, weil seit einem Jahr keine Erweiterung veröffentlicht wurde und erst im nächsten Jahr ein DLC erscheinen soll. Zudem ist auch die mobile Sparte ist nicht in der Lage, die schwachen Ergebnisse zu kompensieren.

Square Enix kann zwar den Nettoumsatz steigern, jedoch stürzt der operative Gewinn um 80 Prozent – von 92,3 Millionen Euro auf nur noch 19,2 Millionen Euro – ein. Ein miserables Ergebnis, was das Unternehmen darauf zurückführt, dass zum einen noch immer nicht der Zenit der im Umlauf befindenden PS5-Konsolen erreicht ist und zum anderen, dass die Entwicklungskosten stiegen. Das Unternehmen gibt sich aber zuversichtlich, dass sie die Verkäufe und Einnahmen durch Final Fantasy steigern werden, vor allem wenn der Release von Final Fantasy XIV für den PC ansteht.

Mit dem Rücksetzer auf 35,46 Euro hat die Square Enix Aktie (JP3164630000 ) am 07.08. 2023 ein neues 3-Jahres-Tief erreicht und damit den Kurs vom 22.04. 2022 unterboten. Auf eine Sicht von einem Monat, hat die Aktie einen Rückgang von -13 Prozent hingelegt, auf sechs Monate -11 Prozent und auf ein Jahr ebenso rund -11 Prozent. Auf eine Sicht von fünf Jahre hat das Unternehmen immerhin +14 Prozent verzeichnet, aber das ist auf eine Sicht von fünf Jahren eine wirklich mickrige Rendite.

Werbung

Auch wenn ein so deutlicher Rücksetzer oftmals eine gute Kaufgelegenheit ist, rate ich von einer Investition in Square Enix ab. Ich sehe, dass Square Enix ein alter Hase der Gaming-Industrie ist und aktuell nicht wirklich einen Plan vorzuweisen hat, die Einnahmen zu steigern. Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren an der Börse und ist seither im Kurs gesunken. Zudem hat Square Enix das Europageschäft an die Embracer Group verkauft, was ebenso kein wirklich positives Omen ist.

Man kann Square Enix nicht mit Nintendo, Activision Blizzard, EA oder Ubisoft vergleichen, wobei auch Ubisoft mittlerweile mehr und mehr versucht wenige Titel, umso größer aufzuziehen. Ich denke, dass Ubisoft oder CD Projekt im Vergleich zu Square Enix deutlich besser und günstiger dastehen als Square Enix, weshalb ich persönlich – wenn es unbedingt sein müsste – eines dieser beiden Unternehmen kaufen würde. Square Enix ist für mich schon längst ein Problemkind in der Gaming-Branche.

Natürlich kann man nun argumentieren, dass entsprechend der schlechten Meldungen, die Aktie auch entsprechend günstig ist. Aber Square Enix hat es in meinen Augen in den letzten 10 Jahren nicht geschafft ihr Geschäft zu erweitern, neue Trends zu erschließen, ihre Marken aufzubauen, weshalb ich nicht wirklich denke, dass Square Enix einen Turn Around hinlegt. Ich halte mich fern von der Aktie.

 

Über MuSc1 1033 Artikel
Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. NieR: Automata knackt die Marke von acht Millionen verkaufte Einheiten
  2. Nach Gewinneinbruch: Square Enix plant Multiplattform-Zukunft

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*