Q2 2022: Erhöhte Prognose von Sony beflügelt die Aktie

Sony Q2 2022
© Sony

Sony hat seine Geschäftszahlen zum abgelaufenen Quartal veröffentlicht. Das zweite Quartal aus dem Geschäftsjahr 2022 kann dank guter PlayStation-Verkäufe die Investoren freudig für die Zukunft stimmen. Die Monatsperformance der Aktie ist aktuell bei 7 Prozent, was in Anbetracht der aktuellen Marktlage beachtlich ist. Kaum ein Unternehmen – vor allem kein Gaming-Unternehmen – schafft es derart gut abzuschneiden. Für diesen Kurssprung gibt es aber natürlich auch einige Gründe, die ich mir im Detail anschauen werde. Hierbei handelt es sich natürlich weder um eine Kauf oder Verkaufsempfehlung!

Zunächst hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass die Produktion der PlayStation 5 im vergangenen Quartal deutlich besser als erwartet gelaufen ist und nun das Ziel der verkauften Exemplare bis zum Jahresende vermutlich übertreffen wird. Auch eine Erhöhung des Gewinns gibt das Unternehmen bekannt. So soll der Betriebsgewinn um 5 Prozent ansteigen, auch wenn der Yen aktuell eine schwache Figur abgibt. Der japanische Mischkonzern macht 18,6 Mrd. USD mehr Umsatz, was einer Steigerung von 16 Prozent zum Vorjahr entspricht. Nach den neuen Prognosen will Sony statt 18 Millionen jetzt bis zum Ende des Geschäftsjahres 23 Millionen PlayStation-Konsolen absetzen. Die Ziele sind in meinen Augen realistisch. God of War ist frisch auf dem Markt und kann schon jetzt die Presse und Spielerschaft begeistern.

Die Zahlen fallen derart gut aus, obwohl es keinen nennenswerten Hit gab, der die Spielerzahlen angekurbelt hat. Ich denke, dass die letzten Lieferschwierigkeiten und das beginnende Weihnachtsgeschäft dafür sorgen, dass die PlayStation nun langsam den eigentlichen Verkaufswert erlangt. Man muss immer im Hinterkopf haben, dass pro verkaufte PlayStation auch mehr Einnahmen daraus resultieren, zum Beispiel wenn man neue Spiele über den Sony-Shop kauft – abseits von dem Kaufpreis der Konsole an sich versteht sich. Auch hat Sony eine Umstellung an ihrem PlayStation Plus-Konzept vorgenommen. Das Unternehmen kann aktuell rund 45 Millionen Abonnenten vorweisen, ein Einbruch von 2 Millionen gegenüber dem Vorjahr.

Im Juni hat Sony ein drei Stufen-Modell eingeführt. Hier konnte man je nach Stufe beispielsweise viele PS4-Titel sowie Klassiker spielen. Diese Umstellung ist möglicherweise mächtig nach hinten losgegangen, denn die 45,4 Millionen Abos bedeuten den niedrigsten Stand seit den letzten beiden Jahren.  Vor einem Jahr konnte man noch ein Zuwachs von 1,3 Millionen Usern verzeichnen. Auch ein Treueprogramm hat die PlayStation gestartet, was auf sehr viel Kritik stößt. Trotzdem kann Sony aber durch weniger Abonnenten mehr Einnahmen erzielen. Pro Kunde kann Sony 21 Prozent mehr Umsatz machen, weshalb die PlayStation unterm Strich mehr an einem User verdient. Ebenso kann Sony 3,3 Millionen Konsolen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkaufen. Dieser Wert bleibt unverändert.

Auch wenn ich zu Beginn erwähnt habe, dass die Sony-Aktie im letzten Monat 7 Prozent zugelegt hat, muss man sich immer auch einen längeren Zeitraum vor Augen führen. Denn hier sieht es mit der Aktie auch nicht besonders gut aus. Auf Halbjahressicht muss die Aktie aktuell rund 12 Prozent einbüßen und auf Jahressicht sogar 31 Prozent. Ich habe die Aktie genau analysiert und meine Meinung dazu abgegeben. Aus meiner Sicht würde es sehr viel Sinn ergeben, wenn sich der Konzern aufspaltet und beispielsweise eine Multimediasparte mit Film, Musik, Gaming, Gaming-Hardware aufbaut.

Ich würde mir wünschen, dass die PlayStation ebenso ein Abomodell bekommt, durch welchen User die Möglichkeit haben Crunchyroll-Inhalte, Filme, Musik und Spiele auf ihrer Konsole zu konsumieren. Dadurch würden sie sich vom Game Pass unterscheiden, der eben nur Games im Portfolio hat.

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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