Twitch zieht den Stecker: Dienst schaltet sich in Südkorea vollständig ab

Twitch Südkorea
© Twitch

Die Streaming-Plattform hat sich zu einem drastischen Schritt entschieden und schaltet seinen Dienst in Südkorea vollständig ab. Das Unternehmen gab diese traurige Nachricht auf seinem Blog bekannt. Demnach wird es ab dem 27. Februar 2024 kein Twitch mehr in diesem Land geben. Der Grund dafür ist, dass Twitch in Südkorea keine langfristige Möglichkeit sieht, seinen Dienst dort weiterzubetreiben.

Zwar hat das Unternehmen zunächst einen Weg über ein Peer-to-Peer-Modell geschafft seinen Dienst in Südkorea zu halten, doch selbst mit der Reduzierung der Stream-Qualität auf maximal 720p waren die Netzwerkgebühren in Korea noch immer zehnmal so hoch wie in den meisten anderen Ländern. „Twitch hat in Korea erhebliche Verluste eingefahren, und leider gibt es keinen Weg, wie wir unser Geschäft in diesem Land nachhaltiger betreiben können“, so der CEO Dan Clancy.

Weiterhin betont der CEO aber auch, dass man sich um die betroffenen Streamerinnen und Streamer kümmern möchte und ihnen die Hand ausstreckt. „Twitch-Streamer in Korea haben viel Zeit und Mühe in den Aufbau ihrer Communitys gesteckt, und wir wollen diesen Communitys helfen, ein neues Zuhause zu finden – auch wenn es leider nicht auf Twitch ist.“

Weiter heißt es: „Wir werden Twitch-Streamer in Korea dabei unterstützen, ihre Communitys auf alternative Livestreaming-Dienste in Korea zu verlagern.“ Und auch wenn sich Twitch darum bemüht, die betroffenen Content Creator zu unterstützen und sie auf andere Streaming-Dienste zu verteilen, steht der Gewinner in dieser Situation schon jetzt fest: Kick.

Potenzielles Wachstum für Kick in Korea

Da wo Twitch ein blaues Auge kassiert, ist Kick zur Stelle. Der Streaming-Dienst und Hauptkonkurrent von Twitch hat bereits die südkoreanische Community – die auf Twitch nun kein Zuhause mehr hat – mit offenen Armen empfangen. Ich bin mir sehr sicher, dass auch in Korea große Influencer wie K-Pop-Sternchen auf Twitch unterwegs gewesen sind.

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Der südkoreanische Einfluss im Westen – vor allem durch League of Legends – ist in den letzten Jahren enorm gewachsen, weshalb es in meinen Augen ein wichtiger Angriffspunkt von Kick sein kann, genau hier die zurückgelassenen Streamer aus Korea an sich zu reißen und sie ggf. mit einer westlichen Zielgruppe bekanntzumachen.

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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