PSN-Kontopflicht führt zu Review Bombing von Helldivers 2

Helldrivers 2 Bewertungen
© Helldrivers

PC-Spieler von Helldivers 2 haben begonnen, die Steam-Seite des Spiels mit negativen Bewertungen zu überfluten, nachdem Sony Pläne bekanntgab, eine Verbindung mit einem PSN-Konto zur Pflicht zu machen.

Am 3. Mai gab der Entwickler Arrowhead bekannt, dass alle Steam-Nutzer ab sofort ihr Konto mit einem aktiven PlayStation-Konto verknüpfen müssen. Diese Änderung tritt für neue Spieler am 6. Mai in Kraft. Bestehende Spieler müssen ihre Konten bis zum 4. Juni verknüpft haben, sehr zum Leidwesen der PC-Spielerbasis.

Ein ähnliches System war bereits beim Start im Februar vorhanden, jedoch machten technische Probleme den Verknüpfungsprozess optional. Nachdem diese Probleme nun endlich gelöst wurden, werden Sony und Arrowhead die Anforderung aus Sicherheitsgründen wieder einführen.

Ein zusätzlicher Aspekt dieser Ankündigung ist, dass weite Teile in baltischen Staaten und Teile Afrikas überhaupt keinen Zugang zum PlayStation Network besitzen. Auch aus diesen Gebieten dürfte viel Kritik über Helldivers 2 einprasseln.

Ein Steam-Nutzer mit über 60 Spielstunden schrieb zum Beispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie sperren Ihre Spielerbasis aus, weil diese kein PSN-Konto erstellen wollen oder KÖNNEN.“ Andere Nutzer äußerten, dass sie kein Helldivers spielen werden, solange man ein PSN-Konto benötigt.

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Andere Nutzer wiederum werfen Sony satirisch Zensur vor. „Das Ministerium für Wahrheit hat gefordert, dass dieses undemokratische Verhalten SOFORT aufhört und hat es als Bedrohung für die gelenkte Demokratie erklärt“, heißt es teilweise in der Bewertung.

Fest steht, dass die Masse an negativen Bewertungen den Ruf nachhaltig schädigt und vor allem Neulinge jetzt mehr als gewarnt sind. Dieser Schritt wirkt umso trauriger, da sich Arrowhead innerhalb der Gaming Community als Good Guy etabliert hat und eine sehr spielerfreundliche Politik gefahren ist.

Arrowhead entschuldigt sich

Der Arrowhead CEO meldet sich persönlich zu Wort und sieht ein, dass das Review Bombing gerechtfertigt ist und er hofft, dass die Entwickler das Vertrauen der Spielerschaft zurückgewinnen können. Ob sich die PSN-Pflicht ändert, wird aus dem kleinen Statement aber nicht ersichtlich.

Helldivers 2 in 117 Ländern nicht mehr verfügbar

Der Fall Helldivers nimmt eine immer absurdere Wendung. Nun haben sich die Entwickler – vermutlich auf den Nachdruck von Sony – dazu entschieden das Spiel aus den Shops von 117 Ländern zu entfernen, also aus Ländern, in welchen PSN nicht verfügbar ist.

Den Bewertungen des Spiels tut dieser Schritt alles andere als gut. Denn mittlerweile sammelt das Spiel mehr und mehr negative Reviews und hat sich zum Zeitpunkt des Artikels bei über 200.000 eingependelt.

Steam hat sich ehrenvoller Weise dazu bereit erklärt den Spielern das Geld zu erstatten, auch wenn sie bereits über 100 Stunden Spielzeit gesammelt haben. War es das wirklich wert Sony?

Sony nimmt Änderung zurück

Der offizielle PlayStation-Account hat auf X ein Statement veröffentlicht und bekannt gegeben, dass sie die Pflicht zum Verlinken von Steam und PSN-Account nicht durchführen werden. Die Änderung zeigt Wirkung: Denn die Bewertungen schießen innerhalb kurzer Zeit nach der Veröffentlichung des Statements nach oben.

Für die Fangemeinde des Spiels fühlt sich dieser Schritt wie ein Sieg an, denn die Proteste in Form von Review Bombing scheinen die erwünschte Wirkung erzielt zu haben. Ob Sony sich erneut überlegt, in zukünftigen Spielen ähnliche Schritte zu unternehmen?

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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