J. Allen Brack verlässt nach nur zwei Jahren als Präsident Activision Blizzard

J. Allen Brack
© Blizzard

Eine Meldung, die für viele dann doch sehr überraschend kommt. J. Allen Brack verlässt nach nur zwei Jahren an der Spitze, das Unternehmen gänzlich. 2018 hat er den Posten als Vice President eingenommen, nachdem Mike Morhaime das Unternehmen in diesem Jahr verlassen hat.

Ein Führungswechsel ist für Fans und vor allem das Unternehmen nie einfach. Ich bin noch immer ein großer Fan von Mike Morhaime und denke, dass wohl keiner den Job – wie man nun auch sieht – besser ausgeführt hat, wie er. Trotzdem war ich guter Dinge, weil J. Allen Brack ein Veteran des Studios war und die komplette World of Warcraft-Marke mit aufgebaut hat. Außerdem ist er selbst Mitbegründer vom Entwicklerstudio. Der Wechsel hängt wohl mit dem aktuellen Sexismus-Skandal zusammen. Das Unternehmen wird mit sofortiger Wirkung von einer Doppelspitze geführt. Die beiden neuen Bosse Jen Oneal und Mike Ybarra sind ebenso Branchen- und Blizzard-Veteranen. Jen Oneal ist seit 18 Jahren bei Blizzard tätig und ist sogar die Chefin von Vicarious Visions, die für das Diablo 2-Remake wie auch die Crash Bandicoot N. Sane Triologie und die Skylanders-Serie zuständig sind. Zuletzt leitete sie die Overwatch- und Diablo-Marken.

Mike Ybarra ist der Vizepräsident und Manager der Technologieabteilung bei Blizzard. In dieser Position war er für das Battle.net zuständig. Bevor er zu Blizzard gewechselt ist, war er als Manager bei Xbox. Der Auftrag der beiden neuen Chefs ist klar und wird in einem aktuellen Statement von Blizzard genauso bestätigt. „Jen und Mike werden sicherstellen, dass Blizzard seine Werte vertritt und einhält und wir Vertrauen zurückgewinnen. Sie haben viel Erfahrung in der Industrie und sich Integrität und Inklusion auf die Fahnen geschrieben und sie werden Blizzard mit Bedacht, Leidenschaft und Kompetenz führen.“

Wie bereits erwähnt sind Führungswechsel immer sehr schwierig für das Unternehmen und ebenso für das Vertrauen der Spielerinnen und Spieler. Auch für Aktionäre geht hier viel Vertrauen verloren. Innerhalb weniger Jahre ist das bereits der zweite Wechsel in der Führungsetage. Wie bereits erwähnt, habe ich bei Brack wenig Angst gehabt, weil er selbst das Studio gegründet hat. Für mich ist es sehr wichtig, dass ein Unternehmen von den Gründergeführt ist . Das ist jetzt aktuell nicht mehr der Fall. Ich halte aber weiterhin am Unternehmen fest und glaube, dass auch wieder bessere Zeiten kommen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*