China Aktien auf Talfahrt – Tencent verliert 10 Prozent!

China Aktien
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Tencent gehört auf gamerliebe wohl zu den Unternehmen, über die ich am meisten berichte. Kein Wunder: denn das Unternehmen ist wohl der größte Player im Gaming-Sektor. Seine Wurzeln, hat das Unternehmen jedoch wo ganz anders. Denn eigentlich ist Tencent ein Tech-Unternehmen, welches neben Software-Entwickler auch als Investmentgesellschaft fungiert. Investitionen in Tesla, Snapchat, Spotify und Shopify sind nur einige bekannte Beispiele. Ich werde aber ein anderes Mal eine ausführlichere Analyse zu China, Tencent und der geltenden Politik dort schreiben. Ich selbst bin in Tencent investiert und merke deshalb den Dämpfer ein wenig. In Tencent habe ich rund 2000 Euro investiert und bin trotz des Dämpfers glücklicherweise noch immer 11 Prozent im Plus. Ebenso mein geliebter Gaming-ETF von VanEck, welcher ebenso viele chinesische Werte besitzt, ist aktuell stark geschwächt. Mit ihm bin ich zum Zeitpunkt des Artikels mit rund 12 Prozent im Minus. Gekauft habe ich ihn bei 37 Euro. Tencent hingegeben habe ich bei 42 Euro. Ich bin der Meinung – auch wenn ich China Aktien nicht sonderlich mag – dass man jetzt durchaus über einen Kauf bzw. Nachkauf nachdenken sollte. Auch ich überlege mir, ob ich meine Positionen im Esport ETF bzw. sogar in Tencent selbst aufstocke. Leider ist mein Kapital nur begrenzt und neben Tencent, sind auch Werte wie Etsy, Amazon, PayPal, Shopify und Facebook etwas gesunken. Ich muss mich also zwischen einen dieser tollen Aktien entscheiden und kann deshalb nicht sicher sagen, welches dieser Unternehmen ich mit meinem Geld füttere.

Facebook, Google, Wikipedia, YouTube, Reddit sind nur einige Seiten und Unternehmen, die in China blockiert sind. Im Gegenzug dürfen aber chinesische Unternehmen im Rest der Welt investieren. In meinen Augen hat das wenig mit freier Marktwirtschaft zu tun, die ich generell sehr begrüße. Ich bin für freie Märkte, mit wenigen Regulierungen. Auf der anderen Seite bin ich auch dafür, dass jeder Staat und jede Regierung eben eigene Gesetze macht und sich souverän, unabhängig von anderen Staaten der Erde entfalten darf.

Tencent Holdings gehört zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt und macht längst Unternehmen wie Facebook, PayPal und Google Konkurrenz. Denn Tencent ist genau diese Unternehmen – in einem Unternehmen. QQ – das Whatsapp in Asien ist der größte Instant Messanger auf dem Kontinent, qq.com ist die größte und meistbesuchte Seite in China, WeChat, ist neben einem Chat auch ein Online-Payment-Dienst. Auch dieser gehört zu Tencent und ist quasi das chinesische PayPal. Neben einen der gängigsten Webbrowsern, einem E-Mail-Dienst und Tenpay, einem weiteren Bezahldienst schmückt sich also  mit einer gigantischen Software-Macht.

Chinesische Unternehmen möchten – um weiterhin wachsen zu können – natürlich auch für ausländische Investoren interessant sein. Weil es als Anleger nicht so einfach ist, direkt in China Aktien von Unternehmen zu kaufen und diese Käufe und Verkäufe stark reguliert sind, nutzen viele Unternehmen aus dem Land der aufgehnden Sonne schon jetzt kleinere Schlupflöcher aus. Um das zu Verhindern, lassen sich bereits jetzt große Unternehmen wie Baidu, Tencent und Alibaba nicht am chinesischen Aktienmarkt registrieren, sondern in Hongkong oder teilweise in New York. Damit können Aktien eben nach Belieben hin und her getauscht werden, sehr frei wie man es eben vom Aktienmarkt kennt. Dadurch gewinnen die Unternehmen quasi an Prestige und steigern sich – alleine nur dadurch, dass sie an Börsen wie beispielsweise dem NASDAQ gehandelt werden. Diese Methoden verhindert der Staat möglicherweise in der Zukunft.

Der chinesische Staat hat angedroht, das nun stärker einzuschränken. Die Regierung möchte, dass eben chinesische Unternehmen, auch nur am eigenen Aktienmarkt gehandelt werden sollen. Das hat eben zur Folge, dass es schwieriger für diese Unternehmen wird, von ausländischen Investoren gekauft zu werden. Vor allem die Internetbranche in China untersteht strengen Regularien.

Die Partei in China ist bekannt dafür, dass sie ihre Bürger gänzlich überwachen möchte. Durch Userdaten im Internet, könnten die Internet-Konzerne – vor allem jene, die soziale Netzwerke oder Online-Werbung anbieten – an Userdaten gewinnen, die dem Staat wiederum nicht zur Verfügung stehen. Der Staat fürchtet meiner Meinung nach, dass er Einfluss und Überwachungsmöglichkeiten verlieren kann und sich somit selbst gegenüber privaten Unternehmen im eigenen Land schwächt.

Welches Risiko China Aktien mit sich bringen, erklärt euch Aktien mit Kopf in zwei ausführlichen Videos. Wenn man ein Fan von Tencent ist, ist man sicherlich nun gut mit einem Einstieg bedient. Ich selbst halt aber auch andere Investitionen für interessant, werde deshalb vermutlich vorerst kein weiteres Geld investieren.

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