Mehr als vier Jahre nach seinem Tod soll das Leben und Vermächtnis von Minecraft-YouTuber Technoblade in einer eigenen Dokumentation festgehalten werden. Unter dem Titel Technoblade Never Dies entsteht derzeit ein abendfüllender Dokumentarfilm über einen der bekanntesten Minecraft Content Creator überhaupt.
Das Projekt entsteht mit der vollständigen Unterstützung und Zusammenarbeit von Technoblades Familie. Produziert wird die Dokumentation von Candle True Stories, während Riot Games und Hypixel Studios die Finanzierung unterstützen. Beide Unternehmen wollen ihre Gewinne aus dem Film für wohltätige Zwecke spenden.
Hypixel Studios dürfte vielen Minecraft-Spielern bereits ein Begriff sein: Das unabhängige Entwicklerstudio wurde von Mitgliedern des Teams hinter dem bekannten Hypixel-Minecraft-Server gegründet.
Technoblades Geschichte soll erstmals ausführlich erzählt werden
Regie bei Technoblade Never Dies führt Dokumentarfilmer Steven Lake. Der Film soll sich nicht ausschließlich mit dem bekannten YouTuber beschäftigen, sondern erstmals auch ausführlicher die Person hinter Technoblade zeigen.
Dabei soll die Dokumentation unter anderem auf Gespräche mit seiner Familie und seinen Freunden sowie auf mehrere hundert Stunden vorhandenes Videomaterial zurückgreifen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich ein zunächst schüchterner und anonymer Teenager aus Kalifornien zu einem der bekanntesten Minecraft-Spieler der Welt entwickelte. Mit seinem Humor, seinem außergewöhnlichen Können und seiner unverwechselbaren Persönlichkeit baute sich Technoblade über die Jahre eine riesige Community auf.
Auch heute zählt sein YouTube-Kanal noch fast 23 Millionen Abonnenten. Sein Einfluss reicht dabei längst über seinen eigenen Kanal hinaus. Selbst im 2025 veröffentlichten A Minecraft Movie wurde Technoblade mit einer Anspielung auf seinen bekannten Schweine-Avatar mit Krone gewürdigt.
Vom Traum von zehn Millionen Abonnenten zur Minecraft-Ikone
Technoblade begann bereits als Teenager damit, Minecraft-Videos zu produzieren. Eines seiner großen persönlichen Ziele war es, die Marke von zehn Millionen YouTube-Abonnenten zu erreichen. Diesen Meilenstein schaffte er Ende 2021.
Im selben Jahr machte Technoblade öffentlich, dass bei ihm Krebs diagnostiziert worden war. Auch während seiner Behandlung hielt er den Kontakt zu seinen Fans aufrecht und behielt dabei den Humor, für den ihn seine Community kannte.
Im Juni 2022 verstarb Technoblade schließlich im Alter von nur 23 Jahren. In einem später veröffentlichten Video mit dem Titel so long nerds las sein Vater eine letzte Nachricht seines Sohnes an die Community vor. Dabei wurde erstmals öffentlich bekannt, dass Technoblade Alex hieß.
Auch Technoblades Community spielt eine große Rolle
Ein wichtiger Bestandteil der Dokumentation soll allerdings nicht nur Technoblades eigenes Leben sein. Der Film möchte sich ebenfalls mit der Community beschäftigen, die er hinterlassen hat.
Besonders sein Vater Marshall wurde nach Technoblades Tod zu einer bekannten Persönlichkeit innerhalb der Fangemeinschaft. Unter dem Namen „Mr. Technodad“ hält er bis heute Kontakt zu vielen Fans seines Sohnes.
Wie stark die Verbindung zwischen Technoblade und seiner Community war, zeigte sich unter anderem nach seinem Tod.
Mehr als 400.000 Nachrichten von Fans wurden innerhalb einer virtuellen Minecraft-Gedenkstätte gesammelt. Aus diesen Nachrichten entstanden anschließend insgesamt 22 Kondolenzbücher für Technoblades Familie.
Die Dokumentation soll deshalb auch zeigen, wie aus einer eigentlich digitalen Fan Community echte Freundschaften und Verbindungen entstanden und wie Fans auf der ganzen Welt gemeinsam mit Technoblades Familie um ihn trauerten.
Regisseur Steven Lake beschreibt das Projekt als eine Geschichte über die positive Kraft des Internets und von Videospielen sowie über die Spuren, die Menschen bei anderen hinterlassen können.
Wann erscheint Technoblade Never Dies?
Bis Fans die Dokumentation sehen können, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Technoblade Never Dies befindet sich aktuell erst am Anfang der Produktion. Einen offiziellen Veröffentlichungstermin gibt es deshalb bislang nicht.
Geplant ist zunächst eine Premiere auf einem größeren Filmfestival. Anschließend soll die Dokumentation im Kino erscheinen und später über weitere Plattformen veröffentlicht werden. Ein konkreter Vertriebspartner wurde bislang allerdings noch nicht bekannt gegeben.
