Größter Deal der Videospielgeschichte: Take-Two kauft Zynga

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Take-Two hat bekannt gegeben, den wohl größten Deal in ihrer Firmengeschichte getätigt zu haben. Für die stolze Summe von 12,7 Milliarden hat Take-Two den bekannten Social-Mobile-Entwickler erworben. Mit dem Kauf erweitert Take-Two seine Spielefamilie um populäre Marken wie Empires & Puzzles, Merge Dragons und natürlich FarmVille. Take-Two wird ebenso sein Management erweitern und zwei Mitglieder aus dem Zynga-Vorstand in den Take-Two Interactive Vorstand berufen.

Der Zukauf soll nicht nur die mobile Sparte vom Unternehmen fördern, sondern auch die ersten Schritte in den Metaverse-Trend einleiten. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nettobuchungen aus mobilen Spielen von 12 Prozent im Jahr 2022 auf über 50 Prozent im Jahr 2023 ansteigen werden. Zynga hat im letzten Quartal einen Umsatz von 705 Millionen USD erzielt und hat einen Gewinnanstieg von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Dennoch macht Zynga noch immer herbe Verluste und kann bis heute nicht an seine Blütezeit anknüpfen. Eine Fusion der beiden Unternehmen kommt daher beiden Seiten zugute. Während Take-Two sich mehr im Smartphone-Geschäft ausbreiten möchte, kann Zynga Expertise in anderen Bereichen sammeln und mit den erfahrenen Studios von Take-Two größere Projekte realisieren.

Der Deal von rund 13 Milliarden übertrifft die Übernahme von Bethesda für 7,5 Milliarden sowie den Tencent-Supercell-Deal von 8,6 Milliarden. Take-Two stellt damit den bis dato größten Zukauf der Branche. Der Aktienkurs von Zynga ist aufgrund dieser Meldung um rund 50 Prozent nach oben geschossen, was nicht unüblich ist. Die Branche bleibt spannend und ich bin sehr gespannt, welche – insbesondere börsennotierte Gaming-Studios – von größeren in Zukunft gekauft werden.

Der Aktienkurs von Take-Two im Gegenzug ist um 13 Prozent abgestürzt und weist nun eine Performance von -24 Prozent auf Jahressicht an. Die Investoren empfinden den Zukauf als zu teuer, was durchaus berechtigt ist. Take-Two hat bereits 64 Prozent mehr für das Unternehmen bezahlt, was darauf schließen lässt, dass Take-Two das Unternehmen wohl unbedingt in seinem Portfolio haben möchte. Ebenso schreibt wie erwähnt Zynga Verluste. Man kauft sich also ein Unternehmen deutlich teurer ein, während man damit nicht einmal Profite erzielt.

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Mein Name ist MuSc1 und ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe :) Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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