Q3 2022: Activision Blizzard enttäuscht die Anleger

Q3 2022 Zahlen Activision Blizzard
© Activision

Das Beben in der Gaming-Branche geht weiter. Nachdem Take-Two ordentlich auf die Nase gefallen ist, musste nun auch Activision Blizzard dran glauben. Auch wenn der Aktienkurs sich relativ unbeeindruckt zeigt, sprechen die Ergebnisse für sich. Denn die Zahlen fallen deutlich schlechter aus, als vom Markt und den Analysten angenommen. Wie immer gilt: Ich spreche keine Kaufempfehlung aus und führe hier keine Anlageberatung durch, sondern schreibe lediglich meine eigene Meinung nieder!

Der Umsatz schrumpft von 2 Milliarden auf 1,7 Milliarden Dollar und auch der Gewinn sank von 0,72 Dollar auf 0,68 Dollar je Aktie. Ebenso die Userschaft sank und zählt 368 Millionen Spieler insgesamt – Ein Rückgang von 22 Millionen im Vergleich zum 30. September 2022. Eine weitere Hiobsbotschaft: Der Umsatz soll um 5 Prozent zurückgehen, dafür sieht sich das Unternehmen aber positiv gestimmt, bezüglich der Übernahme von Microsoft. Nach wie vor gehen beide Unternehmen davon aus, dass diese wie geplant stattfindet. Das Unternehmen spart in der Weiterentwicklung der eigenen Spiele (16 Prozent) ein, vergrößert jedoch die Investition in Werbung (18 Prozent mehr).  Der Gewinn beläuft sich auf 485 Millionen Dollar, was einem Einbruch von 41 Prozent entspricht. Die mobile Sparte ist wie seither die einzige, die ein kleines Licht in dem Zahlenwerk erleuchten lässt. King kann seinen Umsatz immerhin um 20 Prozent steigern.

Die drei Quartale in diesem Jahr waren keine wirklich starken für das Unternehmen, lediglich das vierte Quartal wird in meinen Augen überzeugen können. Schließlich werden hier der phänomenale Release von Call of Duty Modern Warfare 2, Overwatch 2 und World of WarCraft Dragonflight eingerechnet. Fraglich ist wie angesprochen, ob sie die Durststrecke, die sich bei Activision Blizzard über das gesamte Jahr durchzieht, beenden können. Für mich ist es ein sehr schlechtes Zeichen, dass Activision Blizzard mehr in Werbung investiert statt in die Qualität der eigenen Produkte.

Wie die Zahlen und die Prognosen vom Unternehmen aktuell aussehen, kann möglicherweise für einen Anleger egal sein. Sollte der Deal jedoch durchgehen, bezahlt Microsoft für die Übernahme 95 Dollar pro Aktie. Der aktuelle Kurs befindet sich bei rund 72 Dollar, was eine Differenz von 31 Prozent entspricht. Man würde also 31 Prozent Profit machen, sollte man zum aktuellen Kurs kaufen und die Übernahme glücken.

Die Zahlen stehen natürlich ganz im Fokus vom geplanten Deal, der laut Insidnern aber scheitern könnte. Auch die Behörden stellen sich weiterhin quer und befürchten, dass vor allem durch das Call of Duty-Franchise eine zu starke Macht von der Xbox-Exklusivität ausgeht. Laut dem Bericht hat Microsoft nicht mit derart starken Druck gerechnet, weshalb die Microsoft-Chefetage wie auch die Führung von Activision Blizzard zerstritten sein sollen. Auch konnte Microsoft den Behörden nicht zusichern, dass Call of Duty weiterhin auf allen Plattformen verfügbar bleibt.

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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