Bungie hat sich ausführlich zur Zukunft des Studios sowie zu Destiny und Marathon geäußert. Die neue Führung rund um Studioleiter Poria Torkan und Marathon-General-Manager Josh Deane räumt dabei Fehler der vergangenen Jahre ein. Das Studio habe den Fokus auf seine Spieler teilweise verloren und dadurch Vertrauen sowie zahlreiche Mitarbeiter verloren.
Künftig soll sich das ändern. Bungie möchte seine Prioritäten stärker auf die bestehenden Spiele und deren Communitys konzentrieren und gleichzeitig transparenter über die eigene Entwicklung informieren.
Bungie ist „noch nicht fertig mit Destiny“
Eine besonders klare Botschaft gibt es für Destiny-Fans: Bungie hält weiterhin an der Marke fest. Destiny sei ein grundlegender Bestandteil der Zukunft des Studios. Gleichzeitig möchte Bungie wieder stärker jene Elemente in den Mittelpunkt stellen, die die Reihe ursprünglich ausgezeichnet haben – darunter Erkundung, Geheimnisse und gemeinsame Erlebnisse mit anderen Spielern.
Ein wichtiger Schritt betrifft dabei Inhalte, die im Laufe der Jahre aus Destiny 2 entfernt wurden. Bungie hat angekündigt, ältere Kampagnen, Schauplätze und Raids aus dem sogenannten Destiny Content Vault zurückzubringen. Die zurückkehrenden Inhalte sollen allen Spielern von Destiny 2 zur Verfügung stehen.
Wann die ersten Inhalte zurückkehren, ist bislang allerdings nicht bekannt. Laut Bungie können die alten Inhalte nicht einfach wieder freigeschaltet werden. Aufgrund zahlreicher technischer Veränderungen seit Beyond Light müssen unter anderem Beleuchtung, Gegner, Begegnungen und weitere Systeme überarbeitet werden. Weitere Informationen sollen in den kommenden Monaten folgen.
Marathon soll sich stärker zum Survival-Spiel entwickeln
Auch Marathon soll sich verändern. Bungie erklärt, dass der Titel zwar positiv aufgenommen worden sei, aber nicht so viele Spieler erreicht habe wie erhofft. Das Studio möchte deshalb über die bisherigen Genre-Grenzen hinausgehen und Marathon zu einer umfangreicheren Survival-Erfahrung weiterentwickeln.
Dabei sollen unterschiedliche Spielweisen stärker berücksichtigt werden. Bungie nennt ausdrücklich kooperatives PvE, kompetitives PvP und PvPvE. Für Oktober ist zudem ein Nightfall Refresh geplant, während im Dezember das Symbiosis-Update erscheinen soll.
Mehr Transparenz und stärkerer Fokus auf die Spieler
Langfristig möchte Bungie außerdem seine interne Arbeitsweise verändern. Das Studio will Entwicklungsprioritäten transparenter kommunizieren und häufiger über Änderungen an seinen Plänen informieren. Gleichzeitig sollen Entscheidungen näher an die jeweiligen Entwicklerteams verlagert und die Zufriedenheit der Spieler stärker als Maßstab für den Erfolg berücksichtigt werden.
Bungie macht dabei deutlich, dass die neue Strategie allein nicht ausreiche, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Entscheidend sei letztlich, ob das Studio seine angekündigten Pläne tatsächlich umsetzt und künftig konstant bessere Spielerfahrungen liefert.
