Jetzt auch noch die Börsenaufsicht: Skandale um Blizzard reißen nicht ab

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Neben den Sexismus-Skandalen und der Skandale bezüglich ungerechter Arbeitsbedingungen zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeiter/innen hat sich nun auch die Börsenaufsicht eingeschaltet. Aktuell bestätigt Bobby Kotick in einem Statement, dass man weiterhin mit den Behörden zusammenarbeitet und vergangene Probleme im Unternehmen aufgreift um diese auch in eigener Initiative angeht und bekämpft. Er selbst möchte Activision Blizzard zu einem der intergrativsten Arbeitsplätze überhaupt machen.

Das Statement von dem Unternehmen bzw. von Bobby Kotick stößt jedoch auf auch auf Gegenwehr. Denn im letzten Monat hat die Behörde California Department of Fair Employment and Housing ihre Klage ausgeweitet und dem Unternehmen vorgeworfen, Dokumente vernichtet zu haben, wodurch die Ermittlungen behindert wurden. Activision Blizzard bestreitet diese Anschuldigung. Bereits jetzt habe das Unternehmen personelle Änderungen vorgenommen. Hochrangige Führungskräfte wie J. Allen Brack, Jesse Meschuk oder Claire Hart mussten in den letzten Wochen ihre Posten räumen und das Unternehmen verlassen.

Die Börsenaufsicht soll derweil prüfen, ob das Unternehmen die Investoren über die Untersuchungen der Equal Employment Opportunity Commission einweisen hätte müssen. Auch Investoren von Activision Blizzard haben bereits Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Das DFEH hat sogar ihre Klage ausgeweitet und kreidet dem Unternehmen sogar nun an, dass sie Gewerkschaften illegalerweise zerschlagen haben.

Sollten sich diese Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen, wird es für Activision sehr eng. Noch immer leidet das Unternehmen massiv an diesen Anschuldigungen. Klar ist aber auch, dass das Diablo-Remaster in den Startlöchern steht (Release am 23. September) und auch Call of Duty Vanguard erscheint im November dieses Jahres. Wenn diese beiden Spiele ihre Versprechungen erfüllen, glaube ich, dass selbst der Boykott der Spielerschaft die guten Verkaufszahlen nicht aufhalten kann.

Auf die Sicht eines Jahres geht der Aktienkurs vom Unternehmen relativ stark nach unten. Verglichen mit einem Zeitraum von 5 Jahren allerdings sieht man klar, dass dieser kleine Crash noch lange kein Untergang für das Unternehmen ist. Trotzdem sollte man das Unternehmen mit Vorsicht genießen und auf jeden Fall im Auge behalten, wie sich die Spielerzahlen und die Einnahmen vom Unternehmen präsentieren. Für mich sind beispielsweise die WOW-Spielerzahlen ein Dorn im Auge. Ich bleibe bei meiner Meinung und sage, dass die Aktie aktuell sehr kaufenswert ist. Ohne hierbei eine Anlageberatung zu geben!

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