Battlefield wird Game as a Service: Dice stellt neue Strategie vor

Battlefield 2042
© Electronic Arts

 

Das Fiasko rund um Battlefield 2042 ging durch die sozialen Medien wie kaum ein anderes Gaming-Thema. Zuletzt war das Spiel Spott und Häme ausgesetzt und das leider auch zurecht. Nur 26 Prozent der über 141.000 Rezessionen auf Steam zum Spiel fallen positiv aus. Damit ist das Spiel eines der wohl schlecht bewerteten Spiele auf Steam. Und auf anderen Plattformen kommt das Spiel ebenso schlecht weg. Electronic Arts bzw. Dice haben sich ein Fehltritt geleistet und gehören mit zu jenen Studios, die die Nutzerbasis als eine der ersten großen Studios massiv enttäuschten. Doch möglicherweise möchte Electronic Arts nun aus seinen Fehlern lernen und ich persönlich muss sagen, dass ich die Ideen dahinter sehr befürworte.

Rebecka Coutaz, die Frau, die das Ruder bei Dice ab sofort in die Hand nimmt, spricht von einer klaren Strategie und einem klaren Plan. „Wir wollen stolz auf Battlefield 2042 sein“, so die Chefin. Weiter fügt sie hinzu, dass „jetzt alles besser ist“.

Laut ihr steht jetzt an erster Stelle, das Spielerlebnis zu verbessern, Bugs zu beheben und Patches zu veröffentlichen. Coutaz betont, dass die Einstampfung des Spiels für sie – trotz der fast schon herabwürdigenden Kritik – nie eine Option war. Das gesamte Studio legte sich also komplett neu aus und Coutaz formte ein Team, welches motiviert und engagiert genug ist, das Spiel wirklich voranzubringen. Nach etlichen Monaten der Analyse sei das Team nun bereit, die Veränderungen in Angriff zu nehmen.

Doch neben dem Spiel an sich soll auch die Art und Weise wie gearbeitet wird ein großer Faktor für das Unternehmen werden. Die neue Chefin setzt alles daran, dass Hybrid gearbeitet werden kann. Egal ob von zu Hause, in Europa oder in Asien – jeder Mitarbeiter und jedes Talent, welches Leidenschaft für Battlefield hat, soll die Möglichkeit haben, daran zu arbeiten – egal wo er sich befindet.

Die neue Dice Chefin macht klar : „Wir konzentrieren uns nur auf Battlefield 2042. Wir haben keine Zeit für etwas anderes“. Ebenso fügt sie hinzu, dass Dice in drei Jahren das Ego Shooter Powerhouse sein soll, welches es verdient hat zu sein. Für andere Projekte wie das durchaus ersehnte Mirror’s Edge wird es also keinen Content in nächster Zeit geben.

Coutaz setzt alles auf eine Karte und ich finde die Idee mehr als vielversprechend. In meinen Augen eignet sich vor allem Battle Field als Service-Modell. Es ist unfassbar, wie diese Marke seit 20 Jahren besteht und sich immer mit Call of Duty um die Krone im Taktik-Shooter gemessen hat. Der Krieg zwischen beiden Spielen ist mindestens so legendär wie der Konsolen-Krieg oder die Frage, ob nun DotA oder League of Legends besser ist. Was ich mir wünschen würde ist, dass Battlefield eine richtig schöne Kampagne bekommt, die auch immer wieder durch neue Missionen oder Storylines fortgeführt wird. Damit hätte man definitiv einige Casual-Gamer an der Angel, die sich für Story interessieren. Um den langfristigen Spielspaß in der Kampagne zu fördern, könnte man evtl. verschiedene Pfade spielen. Ein Stil wie Battle 2, wo man mal in die Sicht der chinesischen, mal in die russische, mal in die US-Armee und mal in eine ganz andere Rolle schlüpfen könnte und verschiedenste Kriege spielen kann, die je nach Sieg oder Niederlage eines Spielers, verschiedene Ausgänge bietet.

Für den Multiplayer würde ich mir ein gutes Klassensystem wünschen, was im Vergleich zu Call of Duty viel mehr Esport-Erlebnis bieten könnte. Eine große Karte mit Fahrzeugen, Flugzeugen und verschiedenen Klassen, die alle verschiedene Waffen, Waffentypen oder spezielle Gadgets besitzen, um sich im Kampf einen Vorteil zu verschaffen. In Kombination mit einem separaten Battle Royale-Modus, um auch für den aktuellen Markt etwas zu bieten.

Vielleicht bin ich einer dieser Gamer, die übertriebene Forderungen an ein Spiel stellen und deshalb auch immer enttäuscht werden, aber für mich stellt genau das ein GAAS-Modell dar. Möglichst viele Spieler ansprechen, verschiedene Spielertypen, Spielbar auf möglichst vielen Konsolen. Ich denke, dass genau so ein profitables Geschäftsmodell funktioniert.

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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