Sega hat seine Geschäftszahlen für das Fiskaljahr 2026 veröffentlicht und trotz steigender Umsätze einen Nettoverlust von 31,6 Millionen Dollar verbucht. Hauptgrund dafür sind hohe Abschreibungen auf die übernommenen Unternehmen Rovio Entertainment und Stakelogic.
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,6 Prozent auf umgerechnet 3,09 Milliarden Dollar. Gleichzeitig sank jedoch der operative Gewinn im Entertainment-Bereich deutlich. Besonders belastend war eine Abschreibung in Höhe von 200 Millionen Dollar auf Rovio, da sich die Geschäftsentwicklung schlechter als erwartet entwickelte.
Auch das klassische Spiele-Geschäft schwächelte: Die Verkäufe von Vollpreisspielen gingen um 12 Prozent zurück – trotz Veröffentlichungen wie Sonic Racing: CrossWorlds und Football Manager 26. Sega machte dafür schwächere Verkaufszahlen bestehender Marken, enttäuschende neue Titel und Verzögerungen bei Rovio-Projekten verantwortlich.
Zwar konnte der Bereich Free-to-Play-Games um 14 Prozent wachsen, unter anderem durch Persona 5: The Phantom X und Sonic Rumble Party, doch insbesondere Sonic Rumble Party blieb hinter den Erwartungen zurück.
Als Konsequenz vollzieht Sega nun einen Strategiewechsel: Das seit 2021 geplante „Super Game“-Projekt – ein groß angelegtes Online-AAA-Spiel mit globalem Fokus – wurde eingestellt. Stattdessen will sich das Unternehmen künftig stärker auf klassische Vollpreisspiele und bekannte Kernmarken konzentrieren. Über 100 Entwickler aus dem Free-to-Play-Bereich wurden bereits in die Entwicklung traditioneller Spiele versetzt.
Rovio bleibt dennoch Teil der langfristigen Games-as-a-Service-Strategie von Sega, soll sich zunächst jedoch intern neu strukturieren. Parallel plant Sega, seine bekannten Marken wie Angry Birds und Sonic the Hedgehog stärker als transmediale Marken auszubauen, unter anderem durch Filme, Lizenzen und weitere Medienformate.
Für das kommende Geschäftsjahr erwartet Sega erneut Umsatzwachstum, rechnet jedoch mit einem weiteren Rückgang des operativen Gewinns.
