Sony hat ein Patent veröffentlicht, das zeigt, wie der Konzern künftig Large Language Models (LLMs) einsetzen möchte, um personalisierte Audio- und Video-Podcasts für PlayStation-Spieler zu erstellen. Moderiert werden diese Inhalte nicht von menschlichen Hosts, sondern von KI-generierten Versionen bekannter Spielfiguren aus Titeln, die der jeweilige Nutzer bereits gespielt hat. Ziel ist es, Spielern maßgeschneiderte Informationen direkt auf ihrer Konsole bereitzustellen – von Gaming-News über Spieltipps bis hin zu System-Updates.
Personalisierte Inhalte auf Basis des Spielverhaltens
Laut Patent mit dem Titel „LLM-Based Generative Podcasts for Gamers“ greift das System auf zahlreiche Daten aus dem PlayStation-Ökosystem zu, darunter zuletzt gespielte Games, erreichte Trophäen, Freundeslisten und andere konsolenweite Ereignisse. Auf dieser Grundlage erstellt ein Sprachmodell einen individuellen Podcast, der exakt auf die Interessen des Spielers zugeschnitten ist. Die Inhalte können Empfehlungen für neue Spiele enthalten, Hinweise zu Erfolgen von Freunden oder Tipps für bestimmte Spielsituationen. In den Beispielen des Patents informieren zwei KI-Moderatoren etwa über neu freigeschaltete Trophäen oder schlagen dem Spieler vor, ein bestimmtes Spiel auszuprobieren.
KI-Stimmen, Humor und offene Fragen
Besonders ungewöhnlich ist der Ansatz, die Podcasts von bekannten PlayStation-Charakteren sprechen zu lassen – inklusive Humor auf Kosten des Spielers. Das Patent erwähnt ausdrücklich, dass der Audioinhalt auch Witze oder spöttische Kommentare enthalten kann. Neben reinen Audioformaten sind auch Video-Podcasts mit virtuellen Hosts vorgesehen, ergänzt durch Trailer, Gameplay-Clips oder Screenshots. Offen bleibt jedoch, wie mit den Rechten und der Vergütung der ursprünglichen Synchronsprecher umgegangen werden soll. Während Sony die Figuren besitzt, sind deren ikonische Stimmen untrennbar mit den Darstellern verbunden – ein Aspekt, der rechtlich und ethisch für Diskussionen sorgen dürfte.
Quelle: VGC
