Die nächste Konsolengeneration lässt offenbar länger auf sich warten als gedacht. Wie Bloomberg verlautet, prüft die Sony Group Corp. eine deutliche Verschiebung des Marktstarts der nächsten PlayStation-Konsole. Statt wie erwartet in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts könnte das neue Modell nun erst 2028 oder sogar 2029 erscheinen.
Strategie gerät ins Wanken
Für Sony Group Corp. wäre das ein bemerkenswerter Schritt. Der Konzern verfolgt traditionell eine klar strukturierte Hardware-Strategie, um Nutzer zwischen zwei Konsolengenerationen möglichst eng an das PlayStation-Ökosystem zu binden. Eine spätere Einführung würde diesen Rhythmus verändern und könnte Auswirkungen auf Entwickler, Publisher und Investoren haben.
Die aktuelle Generation rund um die PlayStation 5 bleibt damit voraussichtlich länger im Fokus. Für Spieler bedeutet das zwar eine längere Lebensdauer bestehender Hardware, doch gleichzeitig verschiebt sich der technologische Sprung in die nächste Generation.
Nintendo denkt offenbar über Preiserhöhung nach
Auch der japanische Konkurrent Nintendo sorgt für Bewegung im Markt. Nach dem starken Nachfrageanstieg im Jahr 2025, ausgelöst durch die neue Nintendo Switch 2, prüft das Unternehmen laut Insidern offenbar eine Preisanpassung für 2026.
Sollte Nintendo die Preise tatsächlich anheben, wäre dies ein ungewöhnlicher Schritt, denn üblicherweise sinken Konsolenpreise im Laufe ihres Lebenszyklus.
Chipknappheit und KI-Boom als entscheidender Faktor
Die Halbleiterknappheit beeinflusst seit Jahren die Elektronikbranche. Gerade leistungsfähige Gaming-Hardware ist stark von modernen Chips abhängig. Produktionsengpässe, geopolitische Unsicherheiten und hohe Nachfrage könnten nun sowohl Sonys Zeitplan als auch Nintendos Preisstrategie beeinflussen.
Während Sony mit einer möglichen Verzögerung offenbar strategisch auf Marktbedingungen reagiert, könnte Nintendo versuchen, gestiegene Kosten direkt an Verbraucher weiterzugeben.
