Bei der ersten Minecraft Live-Ausgabe des Jahres 2026 hat Mojang eine Reihe neuer Inhalte für das Minecraft-Universum vorgestellt. Im Mittelpunkt standen gleich mehrere Ankündigungen für das Hauptspiel, neue Multiplayer-Funktionen für Bedrock, reale Minecraft-Erlebnisse in weiteren Städten sowie die Überraschung einer Fortsetzung eines Spin-offs: Minecraft Dungeons II.
Tiny Takeover startet am 24. März
Der bereits im Vorfeld getestete Game Drop „Tiny Takeover“ erscheint am 24. März 2026. Im Zentrum des Updates stehen überarbeitete Baby-Mobs, die künftig nicht mehr nur verkleinerte Versionen der erwachsenen Tiere sind, sondern eigene Modelle, Sounds und deutlich mehr Persönlichkeit erhalten.
Laut Mojang umfasst das Update mehr als 100 neue Texturen für Baby-Mobs. Genannt wurden unter anderem junge Varianten von Wölfen, Kühen, Füchsen, Axolotln, Gürteltieren, Villagern und Hühnern. Besonders hervorgehoben wurden dabei die neuen Geräusche der Baby-Hühner.
Darüber hinaus will Mojang Namensschilder leichter verfügbar machen. Damit sollen Spieler Tiere und andere Kreaturen einfacher benennen können, was laut Studio sowohl für Bindung, Storytelling als auch Worldbuilding relevant ist.
Neu ist außerdem der Goldene Löwenzahn. Das Item wird aus einem normalen Löwenzahn und Goldnuggets hergestellt und sorgt dafür, dass ein Baby-Mob für immer jung bleibt und nicht weiter wächst.
Parties: Neue soziale Funktionen für Bedrock
Für die Bedrock Edition wurde mit „Parties“ eine neue soziale Funktion angekündigt. Sie soll es Spielern erleichtern, gemeinsam zu spielen und schneller zwischen Vanilla-Welten, Realms und Multiplayer-Abenteuern zu wechseln.
Zusätzlich stellte Mojang neue, von der Creator-Community entwickelte Multiplayer-Erlebnisse vor. Genannt wurden dabei „Soulsteel“ und „Mob Maze“, die in Bedrock bereits verfügbar sein sollen. Beide Angebote sind laut Präsentation kostenlos spielbar.
Neuer Game Drop: Chaos Cubed
Als nächster Game Drop wurde „Chaos Cubed“ vorgestellt. Das Update setzt auf ein neues Höhlenbiom, neue Blöcke und eine neue Kreatur mit ungewöhnlicher Mechanik.
Die Sulfur Caves
Neu ins Spiel kommen die Sulfur Caves, ein neues Höhlenbiom mit warmen Farbtönen, Schwefelbecken und neuen Baumaterialien. Mojang sprach von einer Umgebung, die von heißen und schwefelhaltigen Quellen aus der realen Welt inspiriert sei.
Im Biom finden sich die neuen Blockarten Schwefel und Zinnober, jeweils mit vollständigen Blocksets für den Bau eigener Strukturen. Zusätzlich gibt es potenten Schwefel, der in Wasser Blasen erzeugt. Diese führen an der Oberfläche zu einem giftigen Gas, das Spielern und Mobs den Effekt Übelkeit verpasst.

Nach Angaben der Entwickler lässt sich der potente Schwefel abbauen und an anderer Stelle platzieren. Das eröffnet nicht nur dekorative Möglichkeiten, sondern auch neue Ideen für Fallen, Hot-Spring-Bauten oder besondere Atmosphären in selbstgebauten Maps.
Der Sulfur Cube
Die größte Gameplay-Neuerung von Chaos Cubed ist der neue Mob Sulfur Cube. Die passive Kreatur erinnert in ihrer Grundform an Slimes oder Magma Cubes, besitzt aber eine völlig neue Fähigkeit: Sie kann Blöcke aufnehmen und dadurch ihre Eigenschaften verändern.

Je nach eingesetztem Material ändert sich das Verhalten des Mobs deutlich. Eis macht den Sulfur Cube besonders rutschig, Wolle eher leicht und schwebend, Metall dagegen schwer. Laut Mojang kann sich der Mob dadurch fast wie ein Ball verhalten und gezielt durch die Spielwelt geschlagen werden.
Wird der Sulfur Cube mit einem Werkzeug, einem Projektil oder per Treffer bewegt, hängt seine Flugbahn sowohl von der Trefferposition als auch von der Stärke des Angriffs ab. Das macht ihn laut Mojang interessant für Minispiele, Sportarten, Redstone-Konstruktionen, Parkour-Karten und Fallen.
Außerdem lässt sich der Sulfur Cube ähnlich wie ein Slime teilen. Die kleineren Exemplare wachsen später wieder zu großen Kreaturen heran, wodurch sich neue Sulfur Cubes vermehren lassen. Entfernen lässt sich ein aufgenommener Block mithilfe einer Schere.
Ein Veröffentlichungsdatum für Chaos Cubed nannte Mojang noch nicht. Die neuen Inhalte sollen jedoch bald in die Testphase gehen.
Minecraft wird auch außerhalb des Spiels weiter ausgebaut
Neben den Spielinhalten kündigte Mojang weitere Schritte an, um das Minecraft-Universum auch in der realen Welt auszubauen.
Die interaktive Ausstellung „Minecraft Experience: Villager Rescue“ wird in den kommenden Monaten auf weitere Städte ausgeweitet. Neu genannt wurden Herning, Singapur, Mexiko-Stadt und Chicago.
Ebenfalls neu ist „Minecraft Experience: Moonlight Trail“, ein nächtliches Outdoor-Erlebnis in einem echten Wald. Die Premiere soll in Buenos Aires stattfinden, danach soll das Format auch in andere Städte reisen. Spieler und Besucher sollen dort einen antiken Leuchtturm beziehungsweise ein Beacon wiederherstellen, das die Nacht erhellt.

Die wohl größte Ankündigung im Bereich der realen Erlebnisse ist jedoch „Minecraft World“. Gemeinsam mit Merlin Entertainments arbeitet Mojang an einem eigenen Themenbereich, der 2027 im britischen Freizeitpark Chessington World of Adventures bei London eröffnen soll. Geplant sind Begegnungen mit Mobs, der laut Mojang größte Minecraft-Shop der Welt sowie mehrere Attraktionen, darunter die weltweit erste Minecraft-Achterbahn.
Minecraft Dungeons II release im Herbst 2026
Zum Abschluss der Show bestätigte Mojang schließlich auch Minecraft Dungeons II</
a>. Das neue Action-RPG soll noch 2026 erscheinen und Spieler allein oder im Koop mit bis zu drei Freunden in neue, bislang unbekannte Orte des Minecraft-Universums führen.
Im Mittelpunkt stehen laut Ankündigung neue Gegner, eine Welt in der Krise, hochkarätige Kämpfe und viel Beute. Weitere Details sollen in den kommenden Monaten folgen.
Die Enthüllung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Minecraft Dungeons seinerzeit überraschend eingestellt worden war. Lange blieb unklar, warum Mojang die Unterstützung für den ersten Teil so abrupt beendete. Mit der jetzigen Ankündigung liegt der Schluss nahe, dass im Hintergrund bereits seit geraumer Zeit an einem Nachfolger gearbeitet wurde. Mojang dürfte also still und weitgehend unbemerkt an einer Fortsetzung gearbeitet haben.
