Game Freak hat in einem neuen Entwicklerinterview deutlich gemacht, warum Pokémon Champions entwickelt wird: Die Regeln der Pokémon-Kämpfe könnten sich in zukünftigen Spielen der Reihe schrittweise verändern.
Kazumasa Iwao, der bei Game Freak an der Konzeption von Pokémon Champions beteiligt war, erklärte im Gespräch mit Serienveteran Shigeki Morimoto, dass die bisherigen Regeln der Pokémon-Kämpfe „mit der weiteren Entwicklung der Pokémon-Serie nach und nach anders werden könnten“. Gemeint ist damit nicht zwingend eine sofortige Abschaffung rundenbasierter Kämpfe – die Aussage legt aber nahe, dass Game Freak langfristig größere Veränderungen am bisherigen Kampfsystem erwägt.
Gleichzeitig wolle das Studio langjährige Spieler nicht einfach vor vollendete Tatsachen stellen. Viele Fans spielen Pokémon-Kämpfe seit Rot und Grün beziehungsweise Gold und Silber. Laut Iwao fühlte es sich für Game Freak deshalb nicht richtig an, ihnen bei einer Veränderung lediglich zu sagen: Das Kampfsystem hat sich geändert, spielt nun einfach die neue Variante.
Daraus entstand die Idee zu Pokémon Champions. Das Spiel soll das bisherige Kampfsystem übernehmen und dauerhaft eine Plattform für klassische Pokémon-Duelle sein. Morimoto, der selbst seit Jahren intensiv kämpft, beschreibt Champions zudem als Spiel, das er langfristig selbst weiterspielen möchte.
Pokémon Champions verfolgt dabei einen klaren Ansatz: Der Weg ins kompetitive Spiel soll deutlich kürzer werden. Statt Pokémon erst lange zu züchten, zu trainieren und aufzuleveln, können Spieler schnell Teams erstellen, Werte und Attacken anpassen sowie neue Kombinationen ausprobieren. Auch genaue Treffer- und Effektwahrscheinlichkeiten werden angezeigt, um den Wettkampf transparenter zu machen.
Das Interview ist kein offizieller Beleg dafür, dass die Hauptreihe vollständig auf Echtzeitkämpfe umstellt. Es zeigt aber klar: Game Freak möchte künftig experimentieren, ohne die klassische strategische Formel einfach aufzugeben. Pokémon Champions könnte deshalb zur festen Heimat für traditionelle Kämpfe werden, während neue Hauptspiele ihre eigenen Wege gehen.
