CD Projekt RED sieht sich nach einem Social-Media-Beitrag zur Förderung von Vielfalt und Inklusion mit Kritik konfrontiert. Das polnische Entwicklerstudio, hatte auf der Plattform X seine Bemühungen im Bereich Diversität und die Unterstützung von LGBTQ+-Initiativen hervorgehoben.
The worlds we create are shaped by the people behind them. Bringing together individuals with different experiences, backgrounds, and perspectives helps us in our goal to create memorable stories that inspire gamers.
That’s why we’re committed to building an environment where… pic.twitter.com/cC0w7ynDW2
— CD PROJEKT RED (@CDPROJEKTRED) June 16, 2026
In dem Beitrag betonte das Unternehmen, dass die von ihm geschaffenen Spielwelten von den Menschen geprägt würden, die an ihrer Entwicklung beteiligt seien. Unterschiedliche Erfahrungen, Hintergründe und Perspektiven innerhalb der Teams würden dabei helfen, „einprägsame Geschichten zu erschaffen, die Spieler inspirieren“.
CD Projekt RED erklärte zudem, sich für ein Arbeitsumfeld einzusetzen, in dem sich alle Mitarbeitenden respektiert und unterstützt fühlen. Diese Verantwortung gehe nach Ansicht des Unternehmens über die eigenen Teams hinaus und umfasse auch das gesellschaftliche Umfeld.
Im Rahmen dieser Strategie verwies das Studio auf seine langjährige Zusammenarbeit mit der polnischen Organisation Kampania Przeciw Homofobii (Kampagne gegen Homophobie). Gemeinsam würden verschiedene LGBTQ+-Initiativen in Polen unterstützt. Darüber hinaus hob das Unternehmen hervor, kürzlich in die sechste Ausgabe der Diversity-IN-Check-Liste aufgenommen worden zu sein. Die Auszeichnung wird vom Forum Odpowiedzialnego Biznesu (Forum für verantwortungsvolles Unternehmertum) vergeben und bewertet Unternehmen nach Kriterien im Bereich Diversität und Inklusion.
Außerdem nahmen Mitarbeitende des Studios nach Unternehmensangaben erneut an der Pride-Parade in Warschau teil.
Der Beitrag löste auf X unterschiedliche Reaktionen aus. Während einige Nutzer die Haltung des Unternehmens begrüßten und die Unterstützung von Vielfalt als positives Signal werteten, äußerten andere Kritik. Insbesondere Gegner von Diversity-, Equity- und Inclusion-Programmen (DEI) warfen dem Studio vor, politische Themen in den Vordergrund zu stellen. Einzelne Kommentatoren äußerten zudem Sorgen über mögliche Auswirkungen auf zukünftige Spieleprojekte wie „The Witcher 4“.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion durch Vorwürfe, CD Projekt RED habe auf kritische Reaktionen mit Einschränkungen bei der Sichtbarkeit von Antworten reagiert. Das Unternehmen selbst äußerte sich bislang nicht öffentlich zu diesen Vorwürfen.
Die Debatte reiht sich in eine breitere Diskussion innerhalb der Spielebranche ein. In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Entwicklerstudios und Publisher verstärkt Initiativen zu Diversität, Inklusion und gesellschaftlicher Verantwortung vorgestellt. Während Befürworter darin einen wichtigen Schritt für eine vielfältigere Branche sehen, betrachten Kritiker solche Maßnahmen teilweise als Ablenkung vom eigentlichen Fokus auf die Spieleentwicklung.
CD Projekt RED hält unterdessen an seiner Position fest und verweist auf die Bedeutung vielfältiger Teams für die Entwicklung kreativer Inhalte und moderner Spielwelten.
