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    Home»Allgemein»Stanford-Studie zeigt: Pokémon-Spieler entwickeln eigenes Hirnareal
    MuSc11. April 20263 Min Lesezeit

    Stanford-Studie zeigt: Pokémon-Spieler entwickeln eigenes Hirnareal

    Pokemon im Gehirn
    Tim Reckmann / ccnull CC-BY 2.0 / Pokemon
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    Eine Studie der Stanford University zeigt, wie stark Kindheitserfahrungen die Struktur des menschlichen Gehirns beeinflussen können. Forschende fanden heraus, dass Erwachsene, die als Kinder intensiv Pokémon gespielt haben, eine kleine spezialisierte Region im Gehirn besitzen, die gezielt auf diese Figuren reagiert. Die Ergebnisse liefern ein anschauliches Beispiel dafür, wie formbar das Gehirn in jungen Jahren ist und wie nachhaltig sich wiederholte visuelle Eindrücke auswirken können.

    Einheitliche Reaktion im Gehirn

    Die Untersuchung wurde bereits 2019 im Fachjournal Nature Human Behaviour veröffentlicht. Dafür wurden 22 Erwachsene untersucht, elf mit intensiver Pokémon-Erfahrung in der Kindheit und elf ohne. Während beide Gruppen Bilder der ursprünglichen 151 Pokémon sahen, zeigte sich bei den Spielern eine klare Aktivität im visuellen Kortex.

    Bemerkenswert war vor allem die Konsistenz: Bei allen Pokémon-Spielern reagierte exakt derselbe Bereich im Gehirn. Die Vergleichsgruppe ohne Spielerfahrung zeigte hingegen keine entsprechende Aktivität.

    Ein spezialisiertes Areal für Pokémon

    Die aktivierte Region liegt im hinteren Teil des Gehirns und ist normalerweise für die Verarbeitung von Tierformen oder Gesichtern zuständig. Bei den untersuchten Personen hatte sich ein Teil dieses Areals offenbar dauerhaft auf die Erkennung der Pokémon-Figuren spezialisiert.

    Nach Einschätzung der Forschenden entstand diese Anpassung bereits im Kindesalter, etwa zwischen sechs und sieben Jahren. In dieser Phase ist das Gehirn besonders plastisch und kann sich strukturell an wiederkehrende Reize anpassen.

    Warum alle Gehirne gleich reagieren

    Ein möglicher Grund für die identische Position dieser Spezialisierung liegt im damaligen Spielverhalten. Der Game Boy hatte einen kleinen Bildschirm, den Kinder meist in ähnlichem Abstand vor den Augen hielten. Dadurch trafen die visuellen Reize der Pokémon immer wieder auf denselben Bereich der Netzhaut.

    Diese wiederholte Stimulation könnte dazu geführt haben, dass sich neuronale Strukturen genau an dieser Stelle ausbildeten. Der Ort, an dem ein Bild auf der Netzhaut erscheint, spielt offenbar eine entscheidende Rolle dabei, wo das Gehirn entsprechende Verarbeitungszentren entwickelt.

    Parallelen zu Lesen und Navigation

    Ähnliche Prozesse lassen sich auch in anderen Bereichen beobachten. Beim Lesenlernen entsteht beispielsweise ein eigenes Areal im Gehirn, obwohl Schrift aus evolutionärer Sicht relativ neu ist. Studien zeigen, dass sich dieses Worterkennungszentrum bei Kindern aktiv entwickelt und bei intensiver Übung sogar wachsen kann.

    Auch bei Londoner Taxifahrern wurde ein vergleichbarer Effekt festgestellt: Eine Hirnregion für räumliche Orientierung ist bei ihnen deutlich ausgeprägt, da sie über Jahre hinweg komplexe Straßennetze auswendig lernen.

    Diese Beispiele verdeutlichen, dass sich das Gehirn insbesondere in der Kindheit strukturell an Anforderungen anpasst – sei es durch Videospiele, Sprache oder räumliche Navigation.

    Pokémon Studie
    MuSc1
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    Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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