Microsoft blickt auf ein starkes Quartal zurück, doch für Xbox sieht es alles andere als rosig aus. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Microsoft seinen Umsatz um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar. Wachstumstreiber waren erneut Cloud- und KI-Dienste: Der Microsoft-Cloud-Umsatz lag bei 51,5 Milliarden US-Dollar, Azure wuchs um 39 Prozent. Xbox bildete dabei die große Ausnahme.
Content-Umsätze rutschen ins Minus
Der Umsatz mit Xbox-Inhalten und -Diensten sank im Jahresvergleich um 5 Prozent. Genaue Zahlen zu einzelnen Angeboten wie dem Xbox Game Pass nannte Microsoft nicht, verwies jedoch darauf, dass das Vorjahresquartal von besonders starken First-Party-Veröffentlichungen profitiert habe. Dennoch zeigt sich eine klare Abkühlung des Wachstums. Nach mehreren Quartalen mit teils zweistelligem Plus während FY25 markiert FY26 Q2 nun den Wechsel in den negativen Bereich.
Hardware-Einbruch belastet Xbox-Geschäft
Deutlich stärker fiel der Rückgang bei der Hardware aus. Die Umsätze mit Xbox-Konsolen gingen um 32 Prozent zurück. Konkrete Verkaufszahlen wurden zwar nicht genannt, doch der Trend ist eindeutig: Die Nachfrage nach Xbox-Hardware nimmt weiter ab, während Microsoft die Marke zunehmend als serviceorientiertes Ökosystem positioniert.
Andere Geschäftsbereiche konnten das schwache Xbox-Ergebnis teilweise abfedern. Windows OEM und Devices legten um 1 Prozent zu, Such- und Nachrichtenwerbung wuchs um 10 Prozent.
Insgesamt bleibt Microsoft finanziell stark aufgestellt. Für Xbox hingegen mehren sich die Fragezeichen: Sinkende Hardware-Umsätze, eine alternde Xbox-Series-X|S-Generation und nachlassendes Content-Wachstum werfen Fragen zur langfristigen Strategie der Plattform auf.
Quelle: Insider Gaming
