In Russland bahnt sich ein Skandal rund um das weltweit beliebte Kinderspiel Roblox an. Grund dafür ist ein Level, das an die Ereignisse der Katastrophe im Kernkraftwerk Tschernobyl erinnert. Die russischen Behörden sehen in dieser Mission nicht nur eine moralische Problematik, sondern auch eine mögliche Gefahr für Kinder.
Irina Volinets, Kinderrechtsbeauftragte der Republik Tatarstan, warnte:
„Solche Szenen können destruktives Verhalten bei Kindern fördern. Sie lernen spielerisch Handlungen, die in der Realität absolut inakzeptabel sind. Im virtuellen Raum wirkt vieles harmlos und lustig – in der echten Welt ist es gefährlich.“
Sie fordert daher ein konsequentes Verbot solcher Episoden in Computerspielen, um die jüngere Generation vor negativen Einflüssen zu schützen.
Während Russland über ein Roblox-Verbot diskutiert, eröffnete in London ein Escape Room zum Thema Squid Game. Dort können Teilnehmer in die Welt der Serie eintauchen – allerdings ohne Gewalt oder tödliche Elemente.
Die Diskussion in Russland zeigt: Behörden und Experten suchen zunehmend nach Wegen, wie Kinder und Jugendliche in einem sicheren Rahmen spielen können, ohne psychische Risiken oder gefährliche Vorbilder im Gaming-Bereich.
Ein gut gemeinter und berechtigter Gedanke – oder doch nur ein Vorwand, um Zensur durchzusetzen?
Quelle: 112.ua