Strategie und Diplomatie: Ein tiefer Einblick in Nexus 5X

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In Nexus 5X ist es unser Ziel, mit verschiedenen Mitteln Herrscher der Galaxie zu werden. Dabei geht es nicht nur um Kriegsführung, sondern ebenso um Strategie und Diplomatie. Der Sieg wird meist dadurch errungen, wer im Ratssitz die meisten Thronfolgepunkte erworben hat. Ich habe freundlicherweise einen Key gestellt bekommen und mich deshalb auch in das Abenteuer gewagt!

Diese Punkte erhalten wir durch das erfolgreiche Abschließen von Missionen, sei es durch den Besitz der meisten Handelsstrecken oder Planeten, bis hin zu anderen vielfältigen Missionen. Wer Sid Meier’s Civilization kennt, weiß, dass bei solchen Strategiespielen Krieg allein nicht immer zum Sieg führt.

Im Tutorial habe ich begonnen, eine der vielen spielbaren Rassen kennenzulernen. Insgesamt gibt es elf Rassen, die man spielen kann, jede mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. So lernte ich im Tutorial die Menschen kennen, deren Hauptstärke die Diplomatie und der Umgang mit anderen Zivilisationen ist.

Es gibt auch Rassen, die für ihre Kriegsführung gut sind, andere eher für den Handel oder die Bebauung der Planeten geeignet. Je nach bevorzugter Spielweise kann man die passende Rasse wählen. Innerhalb der Rassen ist es dann möglich, weitere Anführer freizuschalten, die jeweils andere Stärken besitzen. Im Falle der Menschen wären das verbesserte Diplomatie, spezielle Paktabschlüsse oder Ähnliches.

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Zu Beginn des Tutorials war ich überwältigt von der Menge an Informationen. Man wird mit Wissen, Texten, Bilderklärungen und Ereignissen geradezu bombardiert. Dies kann auf den ersten Blick sehr kompliziert und anstrengend wirken.

Nach einem langen Arbeitstag hat mir das Spiel Kopfschmerzen bereitet, und ich habe es zunächst zur Seite gelegt. Erst an einem freien Tag, als ich ausgeruhter war, habe ich es erneut versucht. Nachdem ich mich durch das Tutorial gearbeitet hatte, ging es weiter mit den „Geschichten“.

Dies ist ein weiterer wichtiger Modus, um das Spiel vollständig zu verstehen. Die Geschichten bestehen aus acht Missionen, die ich nacheinander freispielen konnte. Sie erläutern die verschiedenen Bereiche des Spiels nochmals detaillierter, da das Tutorial anscheinend nicht ausreichend war.

In der ersten Mission lernt man die Bedeutung der Forschung kennen, in der zweiten den Handel und so weiter. Jede Mission hat andere Ziele, um die Grundlagen des Spiels zu verinnerlichen. Nachdem ich diese Missionen abgeschlossen hatte, konnte ich mich dem „Thronfolge“-Spielmodus widmen.

Hier geht es darum, durch verschiedene Aufgaben, die im Rat besprochen werden, Anführer dieses Rates zu werden und als Herrscher der Galaxie hervorzugehen. Diesen Modus kann man mit Freunden, allein gegen 4–8 KI oder in einer Online-Gegnersuche spielen.

Auch Ranglistenkämpfe sind möglich, um seine eigene Elo zu erhöhen. Leider ist es derzeit schwierig, genug Spieler für die Online-Gegnersuche zu finden. Ich habe mehrfach zu unterschiedlichen Zeiten versucht, sowohl die normale Gegnersuche als auch die Rangliste zu starten, doch nach fünf Minuten Wartezeit musste mir das Spiel mitteilen, dass es nicht genug Spieler gibt.

Ohne genügend Freunde, die ebenfalls im Besitz des Spiels sind, bleibt nur das Spiel gegen die KI auf einer für meinen Geschmack zu kleinen Karte. Die Anpassungsmöglichkeiten im Solo-Spiel sind dabei gering: Man kann lediglich den benötigten Thronfolgewert, die Anzahl der KI (von 4 bis 8) und die Charakterwahl einstellen.

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Abgesehen von den fehlenden Spielerzahlen ist Nexus 5X sehr schön gestaltet. Die Galaxie sieht optisch ansprechend aus. Jedoch empfinde ich die Stimme, die die Texte und Erklärungen vorliest, als störend. Sie ist sehr laut und nur in Englisch verfügbar.

Wer nicht gleichzeitig zuhören, übersetzen und lesen kann, muss warten, bis die Vorlesung beendet ist, ehe man die auf Deutsch verfügbaren Erklärungen lesen kann. Ich finde die Erklärungen zudem zu umfangreich.

Zwar muss man in solchen Strategiespielen viel erklären, doch könnte man die Informationen besser portionieren, um das Verständnis zu erleichtern. Das Spielgeschehen ist rundenbasiert. Man führt seine Aktionen aus, schickt Raumflotten umher oder wählt Angriffe auf Planeten aus, beendet seinen Zug und die Aktionen finden dann statt.

Der Gegner macht seinen Zug und dann ist man wieder an der Reihe. Im Multiplayer ist die Aktionszeit begrenzt, um zu verhindern, dass man stundenlang auf eine Runde wartet. Im Solospiel gegen die KI hat man dafür unbegrenzt Zeit.

Die Kämpfe sind simpel gehalten. Wie in Sid Meier’s Civilization hat man bestimmte Truppen, in diesem Fall Raumflotten, mit Stärken und Schwächen, die man in den Kampf schickt. Jede Rasse hat besondere Schiffsarten und drei Standardtypen: den Zerstörer, das Schlachtschiff und den Träger.

Jede Schiffsklasse hat gegen eine andere Klasse Vorteile. So ist der Träger stark gegen das Schlachtschiff, aber schwach gegen den Zerstörer, und so weiter. Man kann auf einem Planeten bis zu drei Truppen stationieren. Je nach Bedarf kann man von jeder Art eine Einheit oder von einer Art mehr Einheiten haben, um den Gegner zu besiegen.

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Es gibt auch die Möglichkeit, durch Erkunden der Nebel auf der Karte besondere Ereignisse zu entdecken. Diese reichen von neuen Bewohnern für den Planeten, über Produktionsboni, Wrackteile bis hin zu besonderen Weltraumkreaturen, die man bekämpfen oder sich mit ihnen anfreunden kann.

Natürlich kann man nicht frei durch das All fliegen, wie in anderen Spielen. Jeder Planet ist auf bestimmte Weise mit einem anderen verbunden und nur auf diesen Verbindungen, die als leichte weiße Linien dargestellt werden, können die Raumschiffe sich bewegen.

Die Anzahl der Züge, Aktionen und Angriffe pro Runde hängt von der Ressource „Unterstützung“ ab, die auf die Anzahl der Planetenbewohner aufbaut. Um dies genau zu verstehen, empfiehlt sich ein Video oder das Spiel selbst. Eine vollständige Erklärung würde den Rahmen dieses Reviews sprengen.

Mein Fazit zu Nexus 5X ist, dass es ein empfehlenswertes Spiel für Strategieliebhaber ist. Grafisch ansprechend und mit vielfältigen Rassen und Anführern, bietet es Abwechslung und Herausforderung.

Es erfordert jedoch eine gewisse Einarbeitungszeit und Geduld, um die umfangreichen Mechaniken zu verstehen. Mit mehr Spielern könnte das Spiel sein volles Potenzial entfalten und ein großartiges Erlebnis für alle Strategiefans bieten.

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Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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