Mit der PlayStation 6 setzt Sony offenbar vollständig auf digitale Spiele. Das könnte für Spieler in zahlreichen Ländern zum Problem werden. In insgesamt 121 Staaten ist die Erstellung eines PlayStation-Network-Kontos (PSN) derzeit nicht möglich. Ohne PSN gibt es auch keinen Zugang zum PlayStation Store und damit keine Möglichkeit, Spiele offiziell digital zu erwerben.
Da Sony die Produktion physischer Spielediscs ab 2028 einstellen wird, bleibt der PlayStation Store künftig die zentrale Bezugsquelle für neue Spiele. Sollte Sony die Verfügbarkeit des PSN bis zum Start der PS6 nicht ausweiten, wären Nutzer in den betroffenen Ländern auf inoffizielle Umwege angewiesen oder könnten Spiele nicht offiziell kaufen.
Schon heute greifen viele Spieler zu Workarounds, indem sie PSN-Konten für andere Regionen anlegen oder Guthabenkarten aus dem Ausland nutzen. Allerdings schreibt Sony in seinen Nutzungsbedingungen vor, dass bei der Kontoerstellung korrekte Angaben gemacht werden müssen. Verstöße könnten im schlimmsten Fall zur Einschränkung oder Sperrung eines Kontos führen.
Zu den Ländern ohne offiziellen PSN-Support gehören unter anderem Estland, Jamaika, Kenia, Pakistan, Vietnam, Simbabwe und Venezuela. Laut früheren Erhebungen hat sich diese Liste in den vergangenen Jahren nicht verändert.
Die Diskussion gewinnt zusätzlich an Brisanz, da Sony wegen seiner Vertriebsstrategie bereits in mehreren Ländern unter kartellrechtlicher Beobachtung steht. Sollte die nächste PlayStation tatsächlich ohne Disc-Laufwerk erscheinen, würde der PlayStation Store für viele Nutzer zur einzigen offiziellen Bezugsquelle für Spiele – allerdings nicht weltweit.
Quelle: thegamer
