Google hat mit Playground eine experimentelle KI-Plattform vorgestellt, mit der Nutzer eigene Videospiele erstellen können, ohne selbst programmieren zu müssen. Statt Code zu schreiben, genügt es, die gewünschte Spielidee in wenigen Sätzen zu beschreiben. Die künstliche Intelligenz übernimmt anschließend die Umsetzung und erstellt daraus ein direkt spielbares Spiel.
Die Plattform ist am 7. Oktober 2026 zunächst in den USA gestartet und richtet sich an Nutzer ab 18 Jahren. Über einfache Texteingaben, sogenannte Prompts, lassen sich beispielsweise Spielmechaniken, Charaktere, Umgebungen oder physikalische Eigenschaften festlegen. Auch nach der Erstellung können Nutzer ihre Spiele jederzeit verändern, indem sie der KI weitere Anweisungen geben.
Eigene Spiele erstellen, verändern und teilen
Mit Google Playground können Nutzer entweder vollständig neue Spiele entwickeln oder bereits vorhandene Kreationen anderer Nutzer als Grundlage verwenden und nach ihren Vorstellungen anpassen.
Fertige Spiele lassen sich privat speichern, über einen Link mit Freunden teilen oder im öffentlichen Explore-Bereich veröffentlichen. Einige Spiele unterstützen zudem Multiplayer-Funktionen und Bestenlisten. Wer ein Google-Play-Games-Profil besitzt, kann außerdem anderen Entwicklern folgen und deren Spiele bewerten.
Um problematische Inhalte zu verhindern, werden veröffentlichte Spiele laut Google vorab einer Sicherheitsprüfung unterzogen. Nutzer können darüber hinaus Inhalte melden, die gegen die Plattformrichtlinien verstoßen.
Playground funktioniert direkt im Webbrowser und lässt sich sowohl auf Smartphones als auch auf Computern verwenden. Für die Nutzung der KI-Werkzeuge stehen unterschiedliche Zugangsmodelle zur Verfügung, die unter anderem von der jeweiligen Google-One-Mitgliedschaft abhängen.
Zusammenarbeit mit Unity soll komplexere Spiele ermöglichen
Google arbeitet bereits daran, die Möglichkeiten von Playground weiter auszubauen. Gemeinsam mit dem Spiele-Engine-Entwickler Unity Technologies entsteht unter dem Namen Unity Spark eine erweiterte Technologie, mit der sich künftig auch anspruchsvollere Spiele entwickeln lassen sollen.
Geplant sind unter anderem komplexere Spielmechaniken und hochwertigere 3D-Grafiken, die weiterhin mithilfe einfacher Texteingaben erstellt werden können. Unity Spark befindet sich derzeit in der Testphase. Eine geschlossene Betaversion ist für die Zukunft vorgesehen.
Parallel dazu arbeitet Google an weiteren KI-Technologien für Videospiele. Dazu gehört SIMA 2, ein KI-Agent, der virtuelle 3D-Welten verstehen und eigenständig mit ihnen interagieren soll. Trainiert wird die Technologie unter anderem mit Spielen wie No Man’s Sky und Goat Simulator 3.
Während SIMA 2 darauf ausgelegt ist, Anweisungen innerhalb bestehender Spiele auszuführen, verfolgt Playground einen anderen Ansatz: Hier sollen Nutzer mithilfe künstlicher Intelligenz selbst zu Spieleentwicklern werden.
Aktuell ist Google Playground ausschließlich für Erwachsene in den USA verfügbar. Ob und wann die Plattform auch in Deutschland erscheint, ist bislang nicht bekannt.
