Der südkoreanische Spielepublisher Krafton, bekannt durch den weltweiten Erfolg PUBG: Battlegrounds, sorgt aktuell mit einer außergewöhnlichen Mitarbeiterinitiative für Schlagzeilen. Das Unternehmen unterstützt Angestellte finanziell massiv bei Familiengründungen und das mit offenbar großem Erfolg.
Wie aus einem Unternehmensbericht vom 14. Mai hervorgeht, wurden allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 bereits 46 Kinder bei Krafton-Mitarbeitern geboren. Damit hat sich die Zahl der Geburten im Vergleich zu den Vorjahren nahezu verdoppelt.
Bereits im Februar 2025 führte Krafton ein umfangreiches Unterstützungsprogramm für Eltern ein. Beschäftigte, die ab dem 1. Januar 2025 ein Kind bekommen, erhalten pro Nachwuchs insgesamt umgerechnet rund 66.000 US-Dollar.
Zusätzlich bietet das Unternehmen frischgebackenen Eltern bis zu zwei Jahre Elternzeit an. Während dieser Zeit sollen Ersatzkräfte eingestellt werden, damit Mitarbeitende ihre berufliche Position nicht verlieren und sich vollständig auf ihre Familie konzentrieren können.
Die Maßnahmen zeigen offenbar Wirkung: Während 2024 lediglich 21 Kinder und 2025 insgesamt 23 Kinder bei Mitarbeitern geboren wurden, liegt die Zahl 2026 bereits jetzt bei 46 Geburten.
Choi Jae-geun, Leiter der allgemeinen Betriebsführung bei Krafton, erklärte dazu, dass Unternehmen einen echten gesellschaftlichen Beitrag leisten könnten, wenn sie aktiv an der Lösung sozialer Herausforderungen mitwirken. Gleichzeitig wolle man eine Unternehmenskultur fördern, die Beruf und Familienleben besser miteinander vereinbart.
Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Südkorea seit Jahren mit einer niedrigen Geburtenrate kämpft. Laut einem Bericht von Reuters stieg die Geburtenrate des Landes jedoch zuletzt wieder leicht an. Im Jahr 2025 lag sie bei 0,80 Kindern pro Frau – nach 0,75 im Jahr zuvor.
Auch die Zahl der Eheschließungen entwickelt sich positiv: 2025 wurden 8,1 Prozent mehr Hochzeiten registriert, nachdem es bereits 2024 einen deutlichen Anstieg von 14,8 Prozent gegeben hatte.
Nicht nur Südkorea setzt auf finanzielle Anreize zur Förderung von Familiengründungen. Auch in Japan entstehen ähnliche Programme. So bezahlt die japanische Präfektur Kochi Prefecture Einwohnern sogar die Nutzung von Dating-Apps, um Beziehungen, Ehen und letztlich höhere Geburtenzahlen zu fördern.
