Ubisoft hat überraschend eine Szene im Open-World-Shooter Far Cry 3 geändert, in der ursprünglich eine Frau mit entblößtem Oberkörper zu sehen war – und das rund zehn Jahre nach Veröffentlichung, ohne offizielle Ankündigung oder Stellungnahme.
Die Szene spielt sich in einem zentralen Moment der Story ab: Protagonist Jason Brody trifft erstmals intensiver auf die Rakyat, einen einheimischen Stamm auf der Insel.
Im Dorf, das inmitten des Dschungels liegt, wird er im Rahmen eines Initiationsrituals aufgefordert, in einen Kampfring zu steigen.
Dort begegnet er einer Frau, die in der Originalversion traditionell geschmückt und oben ohne dargestellt ist. Sie spricht ihn an und lobt ihn als starken Kämpfer – ein symbolischer Moment, der Jasons Wandel vom Fremden zum Teil des Stammes einleitet.
In der neuen Version wurde die Figur nun bekleidet dargestellt. Vermutlich wurde die Szene zensiert, um heutigen Inhaltsrichtlinien zu entsprechen oder das Spiel für internationale Märkte – etwa China – anzupassen.
Die Gaming-Community reagiert gespalten: Während manche die Änderung als zeitgemäß empfinden, kritisieren andere den Eingriff in die künstlerische Ausdruckskraft eines Spiels, das gerade durch seine intensive, kulturell geprägte Atmosphäre überzeugt.