Die Aktie von Ubisoft hat in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 95 Prozent an Wert verloren und erricht damit einen neuen Tiefstand. Am Donnerstagvormittag brach der Kurs erneut deutlich ein: Nach der Ankündigung einer umfassenden Neuausrichtung des Unternehmens verlor das Papier zeitweise rund 40 Prozent.
Der französische Spielepublisher plant im Zuge der Restrukturierung die Schließung mehrerer Studios sowie die Einstellung von sechs Entwicklungsprojekten. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Spar- und Umbauprogramms.
In einer offiziellen Mitteilung erklärte Ubisoft, dass für das bis 2026 laufende Geschäftsjahr ein operativer Verlust von etwa einer Milliarde Euro erwartet wird. Hauptgrund dafür sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rund 650 Millionen Euro, die im Zusammenhang mit der Restrukturierung stehen. Darüber hinaus schließt das Unternehmen auch den Verkauf einzelner Vermögenswerte nicht aus.
Langfristig sollen die eingeleiteten Kostensenkungen Einsparungen von etwa 500 Millionen Euro bringen. Bis März 2028 will Ubisoft seine Fixkosten auf rund 1,25 Milliarden Euro reduzieren. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2023 lagen diese noch bei etwa 1,75 Milliarden Euro.
Firmenchef und Gründer Yves Guillemot betonte, dass die aktuelle Marktlage tiefgreifende Veränderungen in Struktur und Geschäftsmodell erforderlich mache. Die Überarbeitung des Projektportfolios werde sich kurzfristig negativ auf die Geschäftszahlen auswirken – insbesondere in den Jahren 2026 und 2027. Langfristig sollen die Maßnahmen jedoch die Wettbewerbsfähigkeit stärken und Ubisoft wieder zu nachhaltigem Wachstum sowie stabilen Cashflows führen.
