Der Staat New York hat rechtliche Schritte gegen Valve eingeleitet. Konkret geht es um den Einsatz von Loot-Boxen in Titeln wie Counter-Strike 2.
Generalstaatsanwältin Letitia James wirft Valve vor, durch seine populären Multiplayer-Spiele Glücksspiel zu ermöglichen und zu fördern.
Die Klage wurde am 25. Februar beim zuständigen Gericht in Manhattan eingereicht. Der Staat beschuldigt Valve, gegen die geltenden Glücksspielgesetze zu verstoßen. Zusätzlich wird dem Konzern vorgeworfen, durch seine Mechaniken Kinder an Glücksspiel zu gewöhnen und süchtig zu machen.
„Illegales Glücksspiel kann erheblichen Schaden anrichten und zu ernsthaften Suchtproblemen führen – besonders bei Jugendlichen“, so Generalstaatsanwältin James. „Valve hat Milliarden verdient, indem es Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit gegeben hat, illegal um wertvolle virtuelle Gegenstände zu spielen. Diese Funktionen machen süchtig, sind schädlich und illegal. Mein Büro klagt, um Valves rechtswidriges Verhalten zu unterbinden und die Einwohner New Yorks zu schützen.” In der Klageschrift zieht der Staat einen direkten Vergleich zwischen Valves Loot-Boxen und Spielautomaten.
Kritisiert wird insbesondere das Geschäftsmodell, bei dem Nutzer digitale Schlüssel kaufen müssen, um virtuelle Kisten zu öffnen. James moniert, dass Valve bewusst bestimmte Gegenstände extrem selten halte, um deren Marktwert künstlich zu steigern. Der Effekt ist beachtlich: 2024 wurde ein einzelnes Counter-Strike-Skin für über eine Million US-Dollar verkauft.
Mit der Klage will New York Valve dauerhaft daran hindern, Glücksspielmechaniken in seinen Spielen einzusetzen. Darüber hinaus soll das Unternehmen, bekannt auch als Entwickler der Half-Life-Reihe, empfindliche Bußgelder für den Verstoß gegen New Yorker Recht zahlen.
Allein im Jahr 2023 soll Valve mit dem Verkauf von Counter-Strike-Schlüsseln knapp eine Milliarde US-Dollar eingenommen haben. Die begehrten Skins und kosmetischen Items aus den digitalen Kisten können enorme Summen erzielen und werden regelmäßig über Valves eigenen Marktplatz gehandelt – an dem das Unternehmen bei jeder Transaktion mitverdient und über den es die vollständige Kontrolle behält. Im Jahr 2025 nahm Valve Änderungen an der Skin-Ökonomie vor, die laut Berichten zu einem Wertverlust von über einer Milliarde Dollar führten und eine regelrechte Krise unter Sammlern, Händlern und Tradern auslösten. Das gesamte System rund um Schlüssel, Kisten und Skins bleibt ein heiß diskutiertes Thema – auch YouTube reagierte 2025 und schränkte Videos ein, die sogenannte „Skin-Casinos” und Drittanbieter-Marktplätze bewerben.
Quelle: reuters
