Es war eine Ankündigung, die die Gaming-Welt aufhorchen ließ: Elden Ring, das Action-Rollenspiel von FromSoftware und bislang erfolgreichste Werk des Studios, soll eine Kinoversion bekommen. Regie führt kein Geringerer als Alex Garland, bekannt durch düstere Werke wie „Ex Machina” und „Civil War”. Doch nach der großen Ankündigung wurde es lange Zeit still um das Projekt, bis nun ein rätselhafter Clip aus den sozialen Medien für neuen Gesprächsstoff sorgt.
@throxtv Elden Ring movie set spotted #eldenring #fromsoftware #eldenringmovie #darksouls #soulsborne ♬ Elden Ring Main Theme – Cover – Diego Mitre
Der kurze Videoclip, der zunächst auf TikTok vom Nutzer throxtv veröffentlicht wurde, zeigt offenbar einen echten Drehort irgendwo auf dem englischen Land. Wer das Spiel kennt, erkennt sofort, was hier nachgebaut wurde: eine Kirche von Marika, jenes ikonische Gotteshaus, das im Zwischenland an zahlreichen Stellen auftaucht. Im Zentrum der Ruinenkulisse thront die Statue der Königin Marika, gekreuzigt, wie man sie aus dem Spiel kennt. Gotische Bögen, zerfallene Mauersteine, ein Hauch von Vergänglichkeit und Größe, die Produktion scheint auf visuelle Treue zu den Vorlagen von Hidetaka Miyazaki und George R. R. Martin großen Wert zu legen.
Garland soll das Drehbuch aus echter Leidenschaft für die Vorlage geschrieben haben. Als bekennender Fan des Spiels legte er Miyazaki ein 160 Seiten starkes Skript auf den Tisch – nicht aus Pflicht, sondern aus dem Wunsch heraus, das Studio von seiner Vision zu überzeugen. Offenbar mit Erfolg. Das Projekt wird von A24 in Zusammenarbeit mit Bandai Namco produziert, und auch George R. R. Martin, der bereits die Lore-Grundlage für das Spiel erschuf, ist als kreativer Berater mit an Bord.
Natürlich fehlt es nicht an skeptischen Stimmen. Einige Beobachter bezweifeln die Echtheit des Clips und vermuten eine KI-generierte Fälschung, auffällig sei, dass kein einziger Mensch auf dem Set zu sehen ist. Andere hingegen verweisen auf die physisch sichtbaren Stützkonstruktionen und Spanngurte an den Ruinen, die eindeutig auf eine reale Filmproduktion hindeuten. Wer recht hat, lässt sich ohne offizielle Bestätigung kaum sagen.
Interessant sind aber nicht nur die Bilder selbst, sondern auch das, was sie erzählerisch andeuten: Da die gezeigte Kirche eindeutig als Ruine dargestellt wird, liegt die Vermutung nahe, dass der Film zeitlich nach der sogenannten Zertrümmerung angesiedelt ist, jenem katastrophalen Ereignis, das im Spiel als Ausgangspunkt der gesamten Handlung gilt.
Zur Besetzung schweigen die Verantwortlichen bislang offiziell, doch die Gerüchteküche brodelt. Gehandelt werden Namen wie Cailee Spaeny (bekannt aus „Alien: Romulus”), Kit Connor (aus der Serie „Heartstopper”) sowie Ben Whishaw, der zuletzt als Q in der James-Bond-Reihe zu sehen war. Bestätigt ist davon bisher nichts.
Einen Starttermin gibt es ebenfalls noch nicht. Fans sollten sich also in Geduld üben, aber das Leak deutet zumindest darauf hin, dass das Projekt lebt und womöglich näher ist, als viele dachten.
