CD Projekt RED schlägt mit The Witcher 4 offenbar ein neues Kapitel auf und das mit deutlich mehr Realismus als je zuvor. Wie Co-CEO Adam Badowski nun bestätigte, dient Kingdom Come: Deliverance II von Warhorse Studios als wichtigste Inspirationsquelle für die Weiterentwicklung der Witcher-Reihe in Richtung glaubwürdigerer Spielsysteme.
Laut Badowski habe Kingdom Come: Deliverance II das Studio vor allem durch sein simulationslastiges Gameplay beeindruckt. Besonders hervorgehoben wurden dabei das intensive Spielgefühl, die Konsequenz der Spielmechaniken sowie die enorme Freiheit, mit der Spielerinnen und Spieler die Welt beeinflussen und verändern können.
Mehr Simulation, weniger Arcade?
Während die Witcher-Reihe bislang für cineastisches Storytelling, moralische Grauzonen und zugängliches Action-RPG-Gameplay stand, könnte sich The Witcher IV stärker in Richtung systemischer Tiefe bewegen. Kingdom Come: Deliverance II ist bekannt für seine kompromisslose Darstellung einer glaubwürdigen mittelalterlichen Welt, in der Mechaniken wie Rüstung, Ausdauer, Tagesabläufe, soziale Reaktionen und physikalische Logik eine zentrale Rolle spielen.
Sollte CD Projekt RED diesen Ansatz übernehmen, könnte Ciri künftig in einer Welt agieren, die spürbar immersiver ist.
Eine lange Bewunderung für Warhorse Studios
Interessant ist dabei, dass CD Projekt RED bereits in der Vergangenheit immer wieder Nähe zu Warhorse Studios gezeigt hat. So gratulierte das polnische Studio den Entwicklern von Kingdom Come: Deliverance II öffentlich zum Launc.
Darüber hinaus wechselte mindestens ein erfahrener Veteran aus dem Warhorse-Team zu CD Projekt RED und wurde dort fest eingestellt. Ein Schritt, der die kreative Verbindung und Inspiration Seitens CD Projekt unterstreicht und nahelegt. Der Einfluss von Kingdom Come ist also nicht nur ideell, sondern auch personell spürbar.
Ob dieser Realismus-Ansatz der Witcher-Formel guttut oder sie zu stark verändert, wird sich erst zeigen. Klar ist jedoch: CD Projekt RED will nicht einfach „mehr vom Gleichen“ liefern, sondern orientiert sich bewusst an einem der konsequentesten Rollenspiele der letzten Jahre.
