AMDs Ryzen 5000: die neue Architektur erklärt

AMD Ryzen 5000
©AMD / Mindfactory

Die AMD Ryzen-Technologie gilt als eine der fortschritlichsten im Bereich der CPU-Leistung, weshalb sich die besten Streamer und Progamer auf genau diese Architektur verlassen. Doch Was genau macht diese Technologie eigentlich so besonders? Am 5. November 2020 gingen vier CPUs aus der aktuellen Ryzen 5000-Serie von AMD in den Verkauf, heute sind diese auch einigermaßen gut verfügbar. Im Vergleich zum Vorgänger stehen mehr Single- und Multi-Core-Performance auf dem Datenblatt, doch einige Nutzer müssen eventuell auch das Mainboard wechseln. Dieser Beitrag ist in einer Kooperation entstanden und enthält bezahlte Werbung.

 

Ryzen 5000: Was ist neu?

Am zukunftsträchtigen Chiplet-Design (auch Intel sammelt nun in Form der Xe-Grafik Erfahrungen damit) hat AMD nichts geändert. Allerdings sind die neuen, etwas größeren Chiplets anders angeordnet. Statt vier Mal zwei Kerne in einem Paket unterzubringen – wie bei Zen 2, also Ryzen 3000 –, kommunizieren nun acht Kerne immer direkt miteinander. Dies hat Auswirkungen unter anderem im Bereich des Caches: Auf den noch immer 32 MB großen L3-Cache können nun alle Kerne direkt zugreifen.

Gearbeitet hat AMD auch an den Ausführungseinheiten in der CPU, die zwar im Vergleich zu Zen 2 weitgehend identisch blieben, aber die gleichzeitig mehr Befehle parallel ausführen können. Auch dies sorgt letztendlich für ein kleines Plus an Leistung. Am Ende sind Veränderungen wie diese für bessere Leistung, die besonders im Bereich der IPC deutlich wird (Instructions per Cycle), verantwortlich. Die IPC ist – neben höheren Taktraten – stets die beste Möglichkeit, mehr Leistung aus einer neuen CPU-Generation zu kitzeln.

 

Performanceverbesserungen im Detail

Zugelegt haben die ersten verfügbaren CPUs aus der Ryzen 5000-Serie – also Ryzen 5600X, 5800X, 5900X und 5950X – in sowohl Single- als auch Multi-Core-Szenarien. Sind alle Kerne aktiv, bewegt sich das Leistungsplus bei identischem Takt im Vergleich zur Ryzen 3000-Serie bei ungefähr 11 %. Benchmarks, die nur auf Single-Core-Anwendungen abzielen, bescheinigen Ryzen 5000 bei gleichem Takt ein Leistungsplus von 14 bis 15 %. All dies wird durch diverse Optimierungen, zum Teil von uns oben genannt, erreicht.

Umgerechnet in Anwendungen aus der realen Welt bedeutet dies unter anderem, dass die schnellste CPU für Spiele seit langer Zeit nicht mehr aus dem Hause Intel stammt. Der Ryzen 9 5950X mit 3,4 GHz Basistakt und 4,9 GHz Turbotakt schnappt sich jetzt diese Krone – zumindest, bis Intel wahrscheinlich Ende März Rocket Lake-S herausbringt und das Blatt wieder wenden könnte. In Multi-Core-Anwendungen hingegen wird AMD wahrscheinlich die Spitze behalten: Schon jetzt ist etwa der Ryzen 9 5950X mit zwölf Kernen dem 18-Kern-Modell von Intel in Form des Core i9 10980XE um zehn Prozentpunkte voraus.

 

Kann ich Ryzen 5000 bei mir einsetzen?

AMD bleibt dem AM4-Sockel treu, allerdings spielt der Chipsatz hinsichtlich der Kompatibilität eine tragende Rolle. Garantiert kompatibel sind A520, B550 und X570. X470 und B450 – vor allem letzterer Chipsatz ist auf zahlreichen Mainboards von Privatanwendern zu finden – sind in der Theorie zwar kompatibel, in der Praxis müssen die Mainboardhersteller aber Firmware-Updates für ihre Mainboards veröffentlichen. Wer im Besitz eines Mainboards mit älterem Chipsatz ist, sollte somit vorher nachschauen, ob der Hersteller fleißig war und nachgeliefert hat. Nach dem Update sollte Ryzen 5000 uneingeschränkt funktionieren. Letztendlich ist Ryzen 5000 uneingeschränkt zu empfehlen – doch auch AMD weiß, dass das Unternehmen gegen Intel gut aufgestellt ist und lässt sich die Leistungskrone daher bezahlen. Im Vergleich zu Ryzen 3000 wurde der Preis deutlich angezogen.

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