Ubisoft hat sein Studio in Halifax geschlossen – nur wenige Wochen nachdem sich 61 von 71 Beschäftigten für die Gründung einer Gewerkschaft ausgesprochen hatten. Insgesamt sind 71 Stellen betroffen, wie der Publisher gegenüber IGN bestätigte.
Laut Ubisoft ist die Schließung Teil eines unternehmensweiten Spar- und Umstrukturierungsprogramms zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Man betont, dass die Entscheidung nicht im Zusammenhang mit der Gewerkschaftsgründung stehe. Betroffene Mitarbeitende sollen Abfindungen und Karriereunterstützung erhalten.
Die Gewerkschaft von Ubisoft Halifax, angeschlossen an die Game & Media Workers Guild of Canada (CWA), wurde erst kürzlich offiziell zertifiziert und war die erste Ubisoft-Gewerkschaft in Nordamerika. Gewerkschaftsvertreter zeigten sich erschüttert über die schnelle Studioschließung und kündigten an, für die Rechte der Mitglieder kämpfen zu wollen.
Neben allgemeinen Sparmaßnahmen nennt Ubisoft auch sinkende Einnahmen des Mobile-Titels Assassin’s Creed: Rebellion, dessen Betrieb ebenfalls eingestellt wird, als Grund. In den letzten Jahren hatte der Konzern bereits mehrfach Stellen abgebaut, Studios geschlossen und Projekte gestrichen.
Ubisoft Halifax ging ursprünglich aus Longtail Studios hervor, das 2003 gegründet wurde und unter anderem für die Rocksmith-Reihe bekannt war. 2015 wurde das Studio von Ubisoft übernommen und auf Mobile-Projekte wie Assassin’s Creed Rebellion und Rainbow Six Mobile angesetzt. Bereits in der Vergangenheit gab es gescheiterte Gewerkschaftsversuche in verwandten Studios.
