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    Home»Wirtschaft»Take-Two Aktie fällt deutlich: Ist sie vor GTA 6 jetzt ein Kauf?
    MuSc15. September 20265 Min Lesezeit

    Take-Two Aktie fällt deutlich: Ist sie vor GTA 6 jetzt ein Kauf?

    Take-Two Aktie Rücksetzer
    Foto von Austin Hervias auf Unsplash / gamerliebe.de
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    Die Aktie von Take-Two Interactive ist innerhalb einer Woche um satte acht Prozent gefallen – und das, obwohl derzeit vieles dafür spricht, dass GTA VI planmäßig am 19. November 2026 erscheint und auch die übrigen Vorzeichen für einen großen Erfolg des Titels gut stehen.

    Auch auf längere Sicht hat sich die Aktie ehrlicherweise nicht besonders gut entwickelt. Innerhalb einer Woche ging es rund fünf Prozent nach unten, auf Monatssicht etwa acht Prozent und auf Jahressicht sogar rund zehn Prozent.

    Doch wie bereits erwähnt: Die Vorzeichen für den Release von GTA VI sehen eigentlich ziemlich gut aus. Grund genug also, sich Take-Two zum aktuellen Zeitpunkt einmal etwas genauer anzusehen und der Frage nachzugehen, ob die Aktie derzeit günstig, fair oder vielleicht sogar noch zu teuer bewertet ist.

    Dabei möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hierbei nicht um Anlageberatung handelt, sondern lediglich um meine persönliche Einschätzung der Take-Two-Aktie.

    Analystenmeinungen

    Trotz der schwachen Kursentwicklung bleiben mehrere Analysten für Take-Two Interactive optimistisch. BTIG-Analyst Clark Lampen hob sein Kursziel zuletzt auf 313 US-Dollar an und bestätigte gleichzeitig seine Kaufempfehlung. Auch Wells Fargo hält an einer positiven Einschätzung fest. Beide begründen ihre Zuversicht vor allem mit der erwarteten Wirkung von GTA VI auf Umsatz und Ergebnis von Take-Two.

    Damit stehen die Analystenmeinungen in einem deutlichen Kontrast zur aktuellen Kursentwicklung. Vom 52-Wochen-Hoch bei 231,40 Euro, das am 7. Juli 2026 erreicht wurde, ist die Aktie mittlerweile rund 18 Prozent entfernt.

    Auch aus technischer Sicht wirkt das Papier angeschlagen. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 34,3 und damit bereits nahe an einem überverkauften Bereich. Das unterstreicht noch einmal, wie stark die Stimmung rund um die Aktie zuletzt abgekühlt ist – obwohl die langfristigen Erwartungen vieler Analysten weiterhin positiv ausfallen.

    Insider trennen sich von Aktien

    Parallel zu den Kurszielanhebungen fallen mehrere Insider-Transaktionen auf. Vorstandschef Strauss Zelnick verkaufte am 10. August 40.000 Aktien für rund 10,1 Millionen US-Dollar.

    Auch Direktor Michael Sheresky trennte sich Mitte August von einem kleineren Aktienpaket im Rahmen eines bereits im November 2025 aufgesetzten automatisierten Verkaufsplans, der der Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus vestenden Restricted Stock Units diente.

    Zuletzt kündigte Managerin Lainie Goldstein an, in den kommenden 90 Tagen 10.000 Aktien verkaufen zu wollen – bei aktuellen Kursniveaus ein Volumen von mehreren Millionen US-Dollar.

    Solche Verkäufe im Rahmen vorab festgelegter Handelspläne gelten am Markt üblicherweise nicht als Warnsignal, da sie meist steuerlich oder vertraglich motiviert sind und lange vor der Ausführung feststehen. Dennoch fallen sie in eine Phase, in der die Aktie bereits spürbar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 210,04 Euro notiert – ein Abstand von fast zehn Prozent.

    Rechtsstreit und Hauptversammlung stehen an

    Für zusätzliche Aufmerksamkeit dürfte in den kommenden Wochen ein Arbeitsgerichtsverfahren in Großbritannien sorgen. Rockstar Games, das Take-Two-Studio hinter Grand Theft Auto, muss sich vom 10. September bis zum 15. Oktober vor einem britischen Arbeitsgericht Vorwürfen der Gewerkschaftsbekämpfung stellen. Eine Gruppe früherer Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr das Studio verlassen musste, hat die Klage eingebracht.

    Noch vor Beginn dieses Verfahrens hält Take-Two am 17. September seine virtuelle, rein akustische Hauptversammlung ab. Anleger werden dort möglicherweise auch auf die jüngste Kursentwicklung und die Fortschritte bei der Vermarktung von Grand Theft Auto VI eingehen, das für den 19. November 2026 auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S angesetzt ist – zum Preis von 79,99 US-Dollar für die Standardversion.

    Vorstandschef Zelnick hatte bereits im August darauf verwiesen, dass sich die Vorbestellungen stärker auf die teurere Ultimate Edition für 99,99 US-Dollar verschieben, ein Hinweis auf robuste Nachfrage im Vorfeld des Starts.

    Die Kombination aus anhaltendem Kursdruck, positiven Analystenstimmen und anstehenden Terminen macht die kommenden Wochen zu einer Weichenstellung für die Aktie. Ob die fundamentale Zuversicht der Analysten den Kurs stützen kann, dürfte sich spätestens mit näherrückendem Starttermin von Grand Theft Auto VI zeigen.

    Wie ist Take-Two aktuell bewertet?

    Grundsätzlich halte ich Take-Two langfristig für ein sehr interessantes Unternehmen. Mit GTA, Red Dead Redemption, NBA 2K und zahlreichen weiteren Marken besitzt der Publisher einige der wertvollsten Franchises der gesamten Gaming-Branche. Dazu kommt mit GTA VI ein Titel, der das Potenzial hat, sämtliche bisherigen Rekorde des Unternehmens zu brechen.

    Genau darin sehe ich kurzfristig allerdings auch das größte Risiko für die Aktie: Die Erwartungen an GTA VI sind mittlerweile gigantisch. Der Markt erwartet keinen guten und vermutlich nicht einmal einen sehr guten Release, sondern einen der erfolgreichsten Spiele-Releases aller Zeiten.

    Deshalb könnte meiner Meinung nach sogar ein eigentlich hervorragender Verkaufsstart für Enttäuschung an der Börse sorgen. Wenn beispielsweise 20 oder 25 Millionen Exemplare in kürzester Zeit verkauft werden, klingt das zunächst sensationell. Wenn der Markt aber mit deutlich mehr gerechnet hat, könnte die Aktie trotzdem fallen. Ein klassischer „Sell the News“-Effekt rund um den Release würde mich daher überhaupt nicht überraschen.

    Langfristig sehe ich Take-Two deutlich positiver. Entscheidend wird nicht nur sein, wie viele Exemplare GTA VI im November verkauft, sondern wie gut Take-Two das Spiel über viele Jahre monetarisieren kann. GTA V hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Wert ein langfristig erfolgreiches GTA Online für das Unternehmen haben kann.

    Wer langfristig investieren möchte, kann aus meiner Sicht deshalb durchaus darüber nachdenken, bereits jetzt eine Position aufzubauen. Man sollte sich dabei allerdings bewusst sein, dass man aktuell keine offensichtlich günstige Aktie kauft. Auf Basis des derzeitigen Free Cashflows ist Take-Two weiterhin hoch bewertet und ein erheblicher zukünftiger Erfolg von GTA VI steckt bereits im Kurs.

    Für mich persönlich gibt es deshalb derzeit attraktivere Möglichkeiten am Aktienmarkt. Ein Beispiel ist McDonald’s, bei dem ich zuletzt selbst für rund 2.000 Euro nachgekauft habe. Dort bekomme ich ein deutlich berechenbareres Geschäftsmodell, einen etablierten Cashflow und regelmäßige Dividenden. Das Wachstumspotenzial ist natürlich geringer als bei Take-Two, dafür halte ich auch das Risiko für wesentlich überschaubarer.

    Take-Two bleibt für mich daher ein sehr interessantes Unternehmen, aber noch keine günstige Aktie. Sollte es rund um den Release von GTA VI tatsächlich zu einer größeren Enttäuschung an der Börse kommen, obwohl sich an der langfristigen Perspektive des Unternehmens wenig verändert hat, könnte die Aktie für mich noch einmal deutlich interessanter werden.

    Quelle: boerse-express.com

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    Mein Name ist Lukas Mehling, aber online kennt man mich wohl eher als MuSc1. Ich bin der Gründer und Betreiber von gamerliebe.de. Auf meinem Blog geht es vorrangig um das Thema Selbstständigkeit, Arbeiten und Geld verdienen in der Gaming-Branche. Dabei fokussiere ich mich vor allem auf die Gaming-Branche und Aktien von Videospiel-Unternehmen.

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