Ubisoft hat offiziell bekannt gegeben, dass das Remake von Prince of Persia: The Sands of Time nicht weiterentwickelt wird. Das Projekt wurde vollständig eingestellt.
Diese Entscheidung fällt im Zuge einer erneuten, umfassenden Umstrukturierung des Unternehmens. Neben dem Prince-of-Persia-Remake wurden insgesamt fünf weitere Spiele gestrichen, darunter drei neue Marken (IPs) sowie ein Mobile-Titel.
Laut Ubisoft entsprachen die eingestellten Projekte nicht den „neuen, erhöhten Qualitätsanforderungen sowie der stärker selektiven Portfolio-Priorisierung auf Konzernebene“.
Umfassender Umbau bei Ubisoft
Im Rahmen der Neuausrichtung wird Ubisoft künftig in fünf sogenannte „Creative Houses“ gegliedert. Das erste davon ist das neu geschaffene Vantage Studios, das künftig für große Marken wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six verantwortlich ist.
Die vier weiteren Creative Houses betreuen unter anderem Reihen wie The Division, Ghost Recon, Splinter Cell, Rayman und weitere bekannte Ubisoft-Franchises.
Berichten zufolge deuteten interne Marketingpläne noch auf eine Veröffentlichung des Remakes Mitte Januar hin. Auch öffentliche Unternehmensdokumente hatten zuvor angegeben, dass der Titel noch vor Ende des Geschäftsjahres erscheinen sollte.
Eine problematische Entwicklung seit 2020
Das Remake von The Sands of Time wurde erstmals im Jahr 2020 angekündigt und blickt auf eine äußerst turbulente Entwicklungsphase zurück. Ursprünglich war die Veröffentlichung für Januar 2021 geplant, wurde jedoch im Dezember 2020 auf März 2021 verschoben. Nur wenige Wochen vor diesem Termin folgte eine weitere Verschiebung auf unbestimmte Zeit.
Anschließend herrschte lange Funkstille, bis Ubisoft bekannt gab, dass die Entwicklung an Ubisoft Montreal übergeben wurde. Dort wurde das Projekt vollständig neu gestartet. Der neue Ansatz setzte auf einen realistischeren Stil, eine umfassende grafische Überarbeitung, neue Animationen sowie überarbeitete Kampf- und Parkour-Mechaniken.
Qualität nicht auf gewünschtem Niveau
In der offiziellen Mitteilung zur Einstellung des Projekts erklärten die Entwickler, dass das Spiel zwar Potenzial gehabt habe, man jedoch nie das Qualitätsniveau erreichen konnte, das die Fans erwarten und verdienen.
Eine Fortsetzung der Entwicklung hätte laut dem Team deutlich mehr Zeit und finanzielle Mittel erfordert, als man verantwortungsvoll hätte investieren können.
Gleichzeitig betonte Ubisoft, dass die Marke Prince of Persia weiterhin einen hohen Stellenwert habe. Die Einstellung des Remakes bedeute nicht das Ende der gesamten Reihe.
Quelle: Insider Gaming
