Schon in der kommenden Woche könnte Microsoft eine neue Funktion für Xbox-Insider vorstellen, die den Umgang mit physischen Spielen grundlegend verändern soll. Offiziell bestätigt ist das bislang allerdings nicht – sämtliche Informationen basieren derzeit auf Berichten und Gerüchten.
Auslöser der Spekulationen ist ein ausgebliebenes Update für das Xbox Insider Programm. Normalerweise erscheinen neue Vorschau-Versionen für Xbox Series X|S im Zwei-Wochen-Rhythmus. Nachdem das erwartete Update ausblieb, deutete Brad Rossetti, Leiter des Xbox Insider Programms, in den sozialen Medien an, dass sich das Warten lohnen werde.
Der bekannte Xbox-Insider und Journalist Jez Corden reagierte darauf mit der kryptischen Aussage „Positron commeth“ und befeuerte damit Spekulationen rund um das angebliche Projekt „Project Positron“.
Was steckt hinter Project Positron?
Den bisherigen Gerüchten zufolge arbeitet Microsoft an einem System, das physische Xbox-Spiele in digitale Lizenzen umwandeln könnte. Unterstützte Xbox-One- und Xbox-Series-X-Discs sollen demnach einmalig eingelegt werden, um eine dauerhaft mit dem Microsoft-Konto verknüpfte digitale Version des Spiels freizuschalten.
Sollten sich diese Informationen bewahrheiten, könnten Spieler ihre Titel anschließend ohne eingelegte Disc digital nutzen.
Gebrauchtspiele könnten weiterhin möglich bleiben
Besonders interessant ist ein weiteres Detail der Gerüchte. Anders als bei klassischen digitalen Käufen soll Project Positron den Gebrauchtmarkt offenbar nicht abschaffen.
Berichten zufolge wäre die digitale Lizenz zunächst an das Konto des Besitzers gebunden. Wird das Spiel später verkauft, könnte die Lizenz zusammen mit der Disc auf das Microsoft-Konto des neuen Besitzers übertragen werden. Dadurch könnten sowohl das Verleihen als auch der Weiterverkauf physischer Spiele weiterhin möglich bleiben.
Ob Microsoft ein solches System tatsächlich umsetzt und wie es technisch funktionieren würde, ist derzeit jedoch vollkommen offen.
Antwort auf eine digitale Zukunft?
Die Spekulationen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem immer häufiger über eine vollständig digitale Zukunft der Konsolenbranche diskutiert wird, vor allem jetzt, wo Sony die Bombe mit ihrer digitalen Zukunft platzen lassen hat. Project Positron könnte Microsofts Antwort auf den schrittweisen Rückgang physischer Datenträger sein und den Wechsel zu digitalen Spielen für Spieler deutlich attraktiver gestalten.
Noch keine offizielle Bestätigung
Aktuell handelt es sich ausschließlich um Gerüchte. Microsoft hat Project Positron bislang weder angekündigt noch bestätigt. Ob die Funktion tatsächlich bereits mit dem nächsten Xbox-Insider-Update erscheint, dürfte sich möglicherweise schon in den kommenden Tagen zeigen.
Unabhängig davon testet Microsoft derzeit weitere Funktionen im Xbox Insider Programm. Dazu gehören unter anderem längere Gamertags mit bis zu 15 Zeichen, Xbox-360-Erfolge in den Game Hubs sowie Cloud Gaming während laufender Spiel-Downloads.
