Discord führt ab März weltweit eine verpflichtende Altersverifikation ein. Alle Accounts werden zunächst automatisch auf eine „jugendgeeignete“ Nutzung eingestellt. Erst nach einem Altersnachweis erhalten Nutzer wieder vollen Zugriff auf altersbeschränkte Inhalte und Funktionen.
Nicht verifizierte Nutzer können keine 18+-Server oder -Kanäle betreten, nicht in Stage-Channels sprechen und sehen gefilterte oder ausgeblendete sensible Inhalte. Altersbeschränkte Server werden vollständig blockiert, bis die Altersprüfung abgeschlossen ist – selbst dann, wenn man dort zuvor Mitglied war.
Zur Verifikation bietet Discord zwei Hauptoptionen: eine KI-gestützte Altersschätzung per Video-Selfie (laut Discord vollständig lokal auf dem Gerät) oder das Hochladen eines Ausweisdokuments über externe Dienstleister. Die Dokumente sollen nach der Bestätigung sofort gelöscht werden. Nach einem früheren Datenleck bei einem Drittanbieter betont Discord, die Anbieter gewechselt und Prozesse verschärft zu haben.
Zusätzlich nutzt Discord ein sogenanntes „Age Inference Model“, das anhand von Metadaten und Nutzungsverhalten (z. B. Spiele, Aktivitätszeiten) einschätzt, ob jemand sehr wahrscheinlich erwachsen ist. In diesen Fällen kann eine aktive Verifikation entfallen.
Ziel der Maßnahme sind strengere Jugendschutzauflagen und die Einschränkung expliziter Inhalte. Discord rechnet trotz möglicher Nutzerverluste damit, dass die Mehrheit keine spürbaren Änderungen erleben wird.
Quelle: TheVerge
