Die Regierung von US-Präsident Donald Trump diskutiert laut einem Bericht der Financial Times darüber, ob der chinesische Technologiekonzern Tencent seine Beteiligungen an großen internationalen Videospielunternehmen behalten darf.
Hintergrund ist ein geplantes Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, das im April in China stattfinden soll. Im Vorfeld prüfen hochrangige US-Beamte, ob die Beteiligungen von Tencent an westlichen Spielefirmen ein mögliches Sicherheitsrisiko für die Vereinigten Staaten darstellen könnten.
Laut der Financial Times haben mehrere Regierungsvertreter bereits interne Gespräche geführt. Dabei wurde untersucht, ob Investitionen des chinesischen Konzerns in amerikanische und finnische Gaming-Unternehmen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit haben könnten.
Ein Treffen mehrerer Kabinettsmitglieder, bei dem das Thema offiziell diskutiert werden sollte, war ursprünglich für Dienstag angesetzt. Aufgrund von Terminproblemen wurde dieses jedoch kurzfristig verschoben.
Eine unabhängige Bestätigung des Berichts lag zunächst nicht vor. Weder das Weiße Haus noch Tencent reagierten unmittelbar auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.
Tencent ist einer der weltweit größten Akteure der Spieleindustrie. Das Unternehmen hält unter anderem eine Beteiligung am US-Entwickler Epic Games, der mit dem Spiel Fortnite internationale Erfolge feiert. Zudem besitzt Tencent vollständig das Studio Riot Games, bekannt für den Titel League of Legends.
Darüber hinaus übernahm Tencent im Jahr 2016 die Mehrheit am finnischen Entwickler Supercell. Das Studio ist unter anderem für den erfolgreichen Mobile-Titel Clash of Clans bekannt. Der Kaufpreis für die Beteiligung lag damals bei rund 8,6 Milliarden US-Dollar.
