Bei der jüngsten Quartalskonferenz von Warner Bros. Discovery standen vor allem die Zukunft der Gaming-Sparte und langfristige Franchise-Strategien im Mittelpunkt.
Der laufende Übernahmepoker zwischen Netflix und Paramount Skydance wurde nur am Rande behandelt. Laut aktuellen Berichten stuft Warner Bros. Discovery das neue Angebot von Paramount als „überlegen“ ein. Netflix hat nun vier Werktage Zeit, um mit einem verbesserten Angebot nachzuziehen, hat aber wohl eine Erhöhung des Angebotes abgelehnt mit der Begründung, dass „diese Transaktion immer ein Nice-to-have zum richtigen Preis war, aber kein Must-have um jeden Preis.“
Gaming-Sparte vor strategischer Neuausrichtung
Deutlich konkreter äußerte sich das Management zur Zukunft des Spielebereichs. JB Perrette, verantwortlich für Streaming und Gaming, bezeichnete 2025 als „Reset-Jahr“. Man habe sich in der Vergangenheit auf zu viele Marken mit zu breiter Studioaufstellung konzentriert.
Künftig soll der Fokus wieder klar auf den größten und erfolgreichsten Franchises liegen.
Für 2026 sind unter anderem ein neues Lego-Batman-Spiel sowie ein „Game of Thrones“-Mobiletitel namens „Dragon Fire“ geplant. Die wirklich großen Projekte sollen jedoch ab 2027 und 2028 folgen.
Perrette erklärte dazu: „Die wirklichen Erfolge werden wir 2027/28 erzielen, wenn wir zu einigen unserer größten Franchises zurückkehren.“
Hogwarts Legacy 2?
Zwar nannte das Unternehmen keine konkreten Titel, doch vieles deutet darauf hin, dass eine Fortsetzung von Hogwarts Legacy Teil dieser Strategie sein könnte. Das Spiel war einer der größten Erfolge im Portfolio von WBD Games. Eine mögliche Fortsetzung könnte zeitlich mit der geplanten Harry Potter-Serie von HBO zusammenfallen, die über einen Zeitraum von rund zehn Jahren angelegt ist.
CEO David Zaslav sprach insgesamt von einer „kreativen Renaissance“ im Unternehmen. Im Gaming-Bereich soll diese nun ab 2027 sichtbar werden – mit einem klaren Fokus auf starke Kernmarken statt Experimente.
Quelle: variety
