Kommt in das MMO-Projekt von Riot Games nun frischer Wind? Mit Raymond Bartos stößt ein erfahrener Entwickler zum Team, der zuvor als Lead Producer an World of Warcraft gearbeitet hat. Damit bringt Riot erneut Expertise aus dem Blizzard-Umfeld an Bord.
Bartos wird bei Riot erneut mit Orlando Salvatore zusammenarbeiten, mit dem ihn bereits eine gemeinsame Vergangenheit bei Blizzard Entertainment verbindet. Auf X zeigte sich Bartos begeistert von seiner neuen Rolle und erklärte, er freue sich darauf, täglich Mehrwert für Riot-Spieler zu schaffen und an einem MMO mitzuwirken, das den Spielern wirklich Freude bereitet. Mit Blick auf die erneute Zusammenarbeit mit Salvatore ließ er durchblicken, dass man aufgrund der gemeinsamen Erfolge bei World of Warcraft von Beginn an zügig vorankommen werde.
I’m incredibly excited to be joining @riotgames on the MMO team!!!
From my very first conversation with Riot, I immediately gravitated toward their values—and I was genuinely impressed by how clearly those values showed up throughout the interview process. It made it obvious… pic.twitter.com/Sap1O7CQeo
— GoodGuyRay (@RaymondBartos) January 15, 2026
Um das Riot-MMO war es in den letzten Jahren vergleichsweise still geworden. Seit der ursprünglichen Ankündigung im Jahr 2020 durch den damaligen Projektleiter Greg Street gab es nur wenige offizielle Updates. Street verließ Riot später, gründete Fantastic Pixel Castle und arbeitete dort an Project Ghost, einem MMO, das inzwischen eingestellt wurde.
Im März 2024 meldete sich schließlich Riot-Mitgründer Marc Merrill zu Wort und bestätigte, dass sich das MMO weiterhin in Entwicklung befindet. Gleichzeitig erklärte er, dass Riot sich bereits vor einiger Zeit dazu entschieden habe, die inhaltliche Ausrichtung des Projekts grundlegend zu überarbeiten. Der Grund: Das Spiel habe sich zuvor nicht ausreichend von bestehenden MMOs abgehoben. Merrill betonte, man wolle kein MMO veröffentlichen, das sich lediglich wie ein bekanntes Spiel mit einem neuen Anstrich im Runeterra-Universum anfühlt.
Die Verpflichtung weiterer ehemaliger Blizzard- und WoW-Veteranen dürfte die Hoffnungen vieler Fans neu entfachen. Vor allem aber sind die Lebenszeichen des Projekts ein positives Signal. Gut möglich, dass Riot nach der Neuausrichtung in den kommenden Monaten endlich wieder mehr Einblicke in sein ambitioniertes MMO gewährt.
