Die jüngsten GTA 6-Leaks sorgen nicht nur innerhalb der Gaming-Community für Aufsehen. Auch die Aktie des Mutterkonzerns Take-Two Interactive geriet kurz nach Bekanntwerden der neuen Enthüllungen deutlich unter Druck. Innerhalb von weniger als zwei Tagen sank der Börsenwert des Unternehmens zeitweise um mehrere Milliarden US-Dollar.
Ausgangspunkt war ein mutmaßliches Datenleck vom 18. August, durch das zahlreiche bislang nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Inhalte aus Grand Theft Auto 6 im Internet aufgetaucht sind. Dazu gehören Gameplay-Aufnahmen sowie Informationen über verschiedene Spielmechaniken und die Welt des kommenden Rockstar-Titels.
Take-Two-Aktie verliert deutlich an Wert
Die Take-Two-Aktie lag am 18. August vor den größeren Veröffentlichungen der Leaks noch bei rund 248,13 US-Dollar. Kurz darauf wurde ein Kurs von nur noch 232,84 US-Dollar verzeichnet.
Damit verlor die Aktie innerhalb kurzer Zeit rund 15,29 US-Dollar je Anteilsschein. Die Marktkapitalisierung von Take-Two verringerte sich laut Berechnungen des Berichts dadurch zeitweise um etwa 2,83 Milliarden US-Dollar. Trotz des deutlichen Rückgangs wurde das Unternehmen weiterhin mit mehr als 43 Milliarden US-Dollar bewertet.
Ob die GTA-6-Leaks tatsächlich der ausschlaggebende Grund für den Kursverlust waren, lässt sich allerdings nicht eindeutig feststellen. Aktienkurse werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst und können insbesondere kurzfristig stark schwanken. Der zeitliche Zusammenhang zwischen den Leaks und dem Kursrückgang dürfte dennoch für zusätzliche Nervosität bei Anlegern gesorgt haben.
Umfangreiche GTA 6-Inhalte gelangen ins Netz
Besonders problematisch für Rockstar Games und Take-Two ist der offenbar große Umfang des Datenlecks. Der unter dem Namen CYBERLEEK auftretende Leaker veröffentlichte bereits zahlreiche Inhalte aus dem Spiel.
Unter anderem sollen Informationen zur Karte von GTA 6, einem möglichen Honor-System sowie mehrere Gameplay-Videos aufgetaucht sein. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass der Leaker Zugriff auf umfangreichere und teilweise neuere Builds des Spiels haben könnte. Weitere Veröffentlichungen sind daher nicht ausgeschlossen.
Für Rockstar Games dürfte es nun vor allem darum gehen, weitere Leaks zu verhindern. Besonders kritisch wäre es, wenn größere Bestandteile der Handlung oder sogar das Ende des Spiels noch vor dem offiziellen Release öffentlich werden würden.
Wie stark sich die Angelegenheit langfristig auf Take-Two auswirkt, bleibt abzuwarten. Der Milliardenverlust an der Börse zeigt allerdings, wie sensibel Anleger auf Entwicklungen rund um GTA 6 reagieren. Schließlich zählt der kommende Rockstar-Titel zu den wirtschaftlich wichtigsten Veröffentlichungen des Unternehmens.
