Embark Studios hat einen Großteil der ursprünglich mit künstlicher Intelligenz erzeugten Audiospuren im Shooter Arc Raiders nachträglich durch echte Sprachaufnahmen ersetzt. Das bestätigte CEO Patrick Söderlund in einem Interview mit GamesIndustry.biz.
„Wir haben einige der Zeilen nach dem Launch neu aufgenommen und mit echten Stimmen umgesetzt. Es gibt einen Qualitätsunterschied. Ein professioneller Sprecher ist besser als KI“, sagte Söderlund.
Der Einsatz von KI-Stimmen hatte zuvor Diskussionen ausgelöst, da Kritiker befürchteten, dass Synchronsprecher dadurch ersetzt werden könnten. Laut Embark sei dies jedoch nicht das Ziel. Das Studio nutze KI vor allem als Produktionswerkzeug, um intern verschiedene Varianten von Dialogen zu testen, bevor finale Aufnahmen mit Schauspielern entstehen. Für weniger zentrale Audioelemente, etwa im Ping-System, können Stimmen teilweise auch über lizenzierte Text-to-Speech-Technologie genutzt werden.
Embark betont außerdem, dass Sprecher weiterhin für ihre Arbeit im Studio bezahlt werden und teilweise auch für die Lizenzierung ihrer Stimmen. Insgesamt seien mittlerweile weniger KI-generierte Voice-Lines im Spiel enthalten als noch zum Release.
Im Interview sprach Söderlund auch über die Entwicklung von Arc Raiders. Das Spiel entstand laut Branchenanalysten mit einem Budget von etwa 75 Millionen US-Dolla und wurde von einem rund 360 Personen starken Team entwickelt.
Arc Raiders, das im Oktober 2025 erschienen ist, hat sich bislang mehr als 14 Millionen Mal verkauft. In den kommenden fünf Jahren plant Embark, neben Arc Raiders und The Finals zwei weitere Spiele zu veröffentlichen – ohne das Studio massiv zu vergrößern.
