Wie Frauen den Sexismus im eSport beenden und anerkannt werden können

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Wenn man über Frauen im Gaming spricht, reagieren viele Gemüter sehr kritisch darauf. Insbesondere wenn sich jemand auf diversen Streaming-Plattformen umguckt, so sieht man immer mehr Frauen, die mit Streaming ihr Geld verdienen. Die augenscheinliche Männerdomäne im eSport wird immer weiter zurückgedrängt. Im Großen und Ganzen gibt es viel Support untereinander. Aber auch Gegenwind beider Lager gibt es zur Genüge.

Meiner Meinung nach gibt es die vielen sexistischen Kommentare nur, weil sich viele Frauen selbst darauf reduzieren. Natürlich hat dies zum Nachteil, dass normale Frauen, die einfach nur gerne zocken, ebenso darauf reduziert werden. Das ist aber mit allem im Leben so und eine natürliche Reaktion. Wenn man Fisch isst und dieser einem nicht schmeckt, entwickelt man eine allgemeine Abneigung. Selbst die Frauen, die selbst sagen „Ich reduziere mich nicht auf mein Aussehen“, widersprechen ihrer eigenen These. Im Cosplay-Bereich gibt es massenhaft solcher Fälle. Auf der einen Seite machen sie Cosplays, die immer wieder schön sind und mit viel Aufwand und Liebe gefertigt werden. Das hat Respekt verdient, weil jede Art von Arbeit Anerkennung verdient. Doch sind Tweets wie „I love my boobs“ oder etliche Bilder mit weiten Ausschnitt nötig, wenn sie ihre Streams ankündigen?

Viele Frauen umgehen dieses „Ich verkaufe mich auf Twitch“, indem sie sich offiziell als Cosplayerinnen darstellen. Wenn man in einem sexy Cosplay-Kostüm streamen würde, wäre alles kein Problem und weibliche Reize gehören in der Unterhaltungsbranche einfach dazu. Aber müsst Ihr euch so in Zivil zeigen, Tag für Tag?

Obwohl sich so viele Frauen dennoch freizügig zeigen, respektiere ich die Arbeit, die sie in sich selbst stecken. Unzählige Snaps, Bilder auf Instagram, Streams auf Twitch und Postings auf Facebook – ich weiß selber wie schwer es ist, einen Rhythmus zu finden und mit meiner Seite schaffe ich es nicht immer, guten Content zu teilen. Trotzdem leisten sie viel, was ich neidlos anerkenne. Um beispielsweise einmal Kamui Cosplay zu nennen die viel mehr Arbeit wie vermeintliche Cosplayerinnen in ihre Online-Präsenz steckt, wird ersichtlich, dass sich einzig und alleine Leistung, Unterhaltung und Sympathie auszahlen können. Für mich ein klares Indiz dafür, dass es ohne nackte Haut ebenso möglich ist.

Um einmal beim Thema Streaming und Twitch zu bleiben. Beispielsweise Romymon oder Pewy sind zwei Frauen, die es geschafft haben sich durch Fleiß, Können und Authenthizität eine größere Community aufzubauen. Dabei sind sie einfach nur korrekte Menschen, die zocken, Nichts zu sehen von vermeidlicher „Pussypower“, „eGirl-Scheiße“ oder sonstigem Schwachsinn. Ich kann dieses eGirl gequatsche, was immer als Vorwand genutzt wird nicht mehr sehen und es ist zum Kotzen!

Leider haben diese beiden Damen nicht mal im Ansatz so viele Follower wie jene Frauen, die im Jargon auch als „Twitch-Hoes“ betitelt werden – Zu Recht im übrigen. Alle Männer die lieber 100 Euro an Twitch-Hoes donaten, statt selbst etwas aus ihrem Leben zu machen, ihr seid zum Kotzen und seid Schuld an dieser Misere die Twitch heute darstellt!

Es gibt bestimmte Berufe im Leben, dort können Frauen aufgrund ihres Geschlechtes nicht das leisten, was ein Mann leistet. Zum Beispiel als Handwerker, auf dem Bau oder im Lager mit schweren Gütern. Auf Twitch herrscht eine absolute Gleichberechtigung. Hier können beide Geschlechter gleich viel erreichen, da es hier nicht um körperliche Arbeit geht. Dennoch (ich kenne das aus eigener Erfahrung), werden Frauen gleich bezahlt wie Männer, die mehr leisten. Hört man einen Mann sich darüber beschweren? Nein, ich akzeptiere die Situation, dass Frauen eben nicht mehr machen können und verstehe, dass sie genauso ihre Miete zahlen müssen wie ich.

Natürlich kann jeder das Spenden, was er möchte und jeder kann in unserer freien kapitalistischen Welt Geld verdienen mit was er will. Aber etwas zu unterstützen, was bloße Oberflächlichkeit bietet macht für mich keinen Sinn. Lediglich dumme Menschen lassen sich von der Außenverpackung blenden. Der Inhalt scheint egal zu sein. Deshalb können auch whacke YouTuber existieren. Katja Krasavice mal voran gestellt. Andere Untermenschen-YouTuber mal außen vor gelassen.

Schade, dass hierdurch talentierte männliche oder weibliche, passionierte Menschen auf der Strecke bleiben und wegen mäßigen Erfolgen den Spaß am Streamen verlieren. Dennoch denke ich, dass eine Frau, die sich so präsentiert, niemals auf Dauer im Streaming mithalten kann. Falsch gedacht! Leider gibt es diese Plagen bis heute!

Ein weiterer Grund, warum insbesondere Frauen gebasht werden, sind Überschriften wie die einer bekannten, deutschen eSport-Zeitung. In dieser Headline wird das Zitat einer aufstrebenden eSportlerin aufgeführt und entzieht der Profispielerin sämtliche Glaubwürdigkeit: „Als Frau muss man immer hart arbeiten“. Muss man das als Mann nicht? Ich denke, dass selbst normal denkende Frauen, die nicht „feministisch“ veranlagt sind, bei solch einer Überschrift übel aufstoßen. Klar, die Überschrift ist ein Trigger und vielleicht hätte ich es auch so gemacht, um Klicks zu bekommen. Liest man den Artikel, kann man eine Intention der Autorin erkennen, die tatsächlich die Meinung der Interviewten Counter-Strike Profispielerin teilt. Wenn Frauen auf Twitch respektiert werden möchten, dann sollten sie über alle diese Anfeindungen stehen. Wir Männer werden ständig beleidigt. Uns wird mit dem Tod und Frauen wird mit sexueller Gewalt gedroht. Beides ist gleichermaßen und auf Schärfste zu verurteilen!

Wieso aber machen Frauen daraus ein weitaus größeres Thema? Ich verweise an dieser Stelle auf die „Maddelisk-Affäre“. Um auch internationale Anerkennung zu bekommen, tritt sie das Thema breit. So wird sie in der weiblichen Szene womöglich noch als Heldin gefeiert. Lächerlich! Im Endeffekt hätte sie einfach das Spiel gewinnen müssen und alles wäre nur halb so schlimm gewesen. Das hätte weitaus mehr zur Emanzipation im elektronischen Sport beigetragen.

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Ich habe oben die Unterschiede von Mann und Frau im Berufsleben aufgeführt. Ich finde, dass es im Leistungssport ähnliche Anzeichen gibt. Denn man kann deutlich sehen, dass es wenig Frauen im eSport gibt die auf erfolgreich gegen andere Männer mithalten können. Lediglich in Starcraft II gab es die Kanadierin „Scarlet“, welche aber ein Transgender ist. Ebenso gibt es bei der Overwatch-League bzw. dem Overwatch-Worldcup auch Damen, die dort vertreten sind. Im Nationalteam von Frankreich gibt es Kitty welche auch ein Transgender ist. Ich denke, durchaus, dass Männer geistig mehr Leistung abrufen können als Frauen. Vielleicht mag das nun Sexistisch klingen, aber fakt ist, dass Frauen einfach nicht mithalten können. Woran kann das liegen? Gibt es einfach zu wenig Frauen? Das wage ich zu bezweifeln. Schaut man sich Fortnite, Starcraft, DotA, League of Legends an, gibt es faktisch keine Frauen-Teams die mit Male-Teams mithalten können.

 

Mein Fazit:

Auch wenn ich in meinem Beitrag vielleicht etwas viel negativ über Frauen auf Twitch spreche, möchte ich noch einmal unterstreichen, dass alleine Arbeit sich auszahlen wird. Diese Tintenbonus-Debatte ist keineswegs dumm, ich glaube sogar daran dass dieser Vorteil existiert. Ich glaube, dass wenn man zwei Neulinge nimmt und eine Frau davon besser aussieht als der Durchschnitt, wird die Frau mit gleichen Leistungen mehr Erfolg haben als der Mann. Und obwohl ich auch über die Cosplay-Szene viel Negatives sage, ich sehe was ihr leistet. Ich respektiere jeden kleinsten Stofffetzen den ihr zusammenschneidet, ich respektiere die Wochen lange Arbeit für einen Teil eines gesamten Kostüms, welches ihr nur für einen halben Tag auf dem Event tragt. Aber ihr spielt mit eurer Attraktivität und eurem Geschlecht, das muss man wirklich sagen. Doch auch das kann ich respektieren, denn wie beschrieben, macht ihr viel, um Content zu produzieren und ich weiß, dass ihr mehr könnt, als euren Fans eure Körper zu zeigen. Ich weiß aber auch, dass Ihr euch nicht unbedingt darauf reduzieren müsst, weil auch Susi ohne all dies damit Erfolg hat.

Lange rede kurzer Sinn. Man kann als Frau nur anerkennung finden, wenn man es selbst schafft gegen Male-Teams oder eben im competetive eSport gute Leistungen zu zeigen. Ich weiß nicht ob es die Schuld der ESL ist, aber ich selbst habe auch schon Female-Teams aufgebaut und immer waren sie auf dem Film straight in Female-Turnieren spielen zu wollen. Mein Ziel damals war, dass Female-Teams eben geben Male Teams in ESL-Cups spielen, denn nur so kann diese Debatte endlich ein Ende haben!

Quellen:

Teamliquid 

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