Merkel eröffnet die GamesCom und mit im Gepäck: Ein Haufen Heuchelei

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Ich wollte auf meinem Gaming-Blog eigentlich nie politisch werden, werde deshalb auch weniger auf die Politik unter der Kanzlerin eingehen. Was ich aber kritisiere, ist denke ich klar und deutlich. Zunächst einmal blicken wir in das Jahr 2013 zurück, genauer gesagt war es der 19. Juni als das legendäre Zitat Merkels gefallen ist: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Damals hat sie das Zitat vor der tatsächlichen Wahl gebracht und dadurch ging ein Meme-Fest in den sozialen Netzwerken los. Für den Wahlkampf hat es sicherlich nicht viel gebracht, schon damals hat es vor allem die junge Generation nahezu verärgert, weil wir bis heute auf gutes Internet warten müssen. Im internationalen Vergleich steht Deutschland nämlich lausig dar. Schlimm dann sowas von sich zu geben und noch viel schlimmer, nun die GamesCom zu eröffnen. Bereits seit 2008 hätte sie dafür ja die Möglichkeit gehabt. Auch die Förderung von eSport-Vereinen ist plötzlich Teil des Wahlprogrammes. 2009 wollte die CDU hingegen noch die sog. „Killerspiele“ verbieten. Dass auf der GC auch diese Spiele vertreten sind, sollte doch die CDU doch triggern und versuchen lassen, diese Stände schließen zu lassen oder täusche ich mich?

 

Dass die Bundeswehr übrigens auf der Gamecon Leute anwerben darf und sich sogar vor Ort verpflichten lassen kann und somit die vermeidliche Simulation dadurch blutige Realität wird, ist hingegen erlaubt? Und vor allem wirbt hier nicht irgendjemand von der Bundeswehr die Leute an, sondern Youtube-Stars wie MarcBradeTV, ChrissTezz oder JoyceIlg. Ach ja, Joyce ist sogar auf YouTube so irrelevant, dass sie ein Thumbmail mit sich und ihrem Körper machen muss. Schade, dass so ein Video, was bei der Community aus kleinen Kindern ein garantierter Klickerfolg ist, so schlecht ankommt. Vor 10 Monaten hat sie ein heißeres Thumbmail gemacht mit dem Titel „Wie ist meine BH Größe“, aber egal, ich schweife zu sehr ab. Das hingegen ist -als sie vor 10 Monaten noch relevant war- deutlich besser eingeschlagen. Jeder im Bundestag möchte nun die Förderung von eSport-Vereinen durchbringen, natürlich im Wahljahr. Bevor das passiert, sollte man erstmal die Infrakstruktur, was Internet oder Glasfaser betrifft, ausbauen. Ich dachte immer, dass Deutschland das reichste Land der Welt sei, wieso ist dann das Internet erst in der Steinzeit? Deutschland befindet sich auf Platz 25! Das kann es in meinen Augen nicht sein. Dann aber den eSport anerkennen lassen? Die deutsche Regierung hat uns mit ihrer Steinzeit-Internet-Politik über Jahre schlichtweg gefickt. Nun möchte sich die Politik mit fremden Federn schmücken, obwohl der eSport sich alles selbst hart aufgebaut hat. Ich hasse die Politik in diesem Land.

 

Fakt ist, dass es mir auf den Sack geht, dass man nun versucht, Wählerstimmen zu gewinnen und dann die junge Zielgruppe versucht anzugreifen. Eine Zielgruppe, die wahrscheinlich nicht einmal weiß, wie die CDU vor 10 Jahren noch zum Thema Killerspiele stand. Warum möchte man erst jetzt die Vereine, die sich mit eSport befassen, unterstützen? Warum nicht schon vor ein paar Jahren, wo sie diesen Support viel mehr gebraucht hätten? Fakt ist, dass jeder Verein ob Sport oder eSport-Verein, sich selbst finanzieren sollte, jedoch die Anerkennung verdient. Ich möchte an dieser Stelle jemanden erwähnen, der sich scheinbar als einer der wenigen für das Thema interessiert. Grüße an Roxas :). Ich empfehle euch auch mal den Beitrag des WDR anzuschauen. Auch dieses Video habe ich als Quelle genutzt:

 

Quellen:

WDR

Statisa

 

 

 

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