Das sind die besten Publisher um an der Börse Geld zu verdienen

Gaming Aktien

Ein Thema auf diesem Blog ist Wirtschaft und Börse und deshalb schreibe ich diesen kleinen Beitrag über Gaming-Publisher, die an der Börse gehandelt werden. Ich selbst besitze Anteile an Activision Blizzard und CD Projekt Red und bin auch an weiteren Publishern interessiert. 

Ich kaufe jedoch nicht ausschließlich Aktien von Game-Publishern, sondern auch durchaus stabile Unternehmen wie Nike, SAP, Siemens, VW, Amazon und viele weitere. 

Warum ich mir Aktien kaufe? Zunächst einmal, ich bin kein Trader, sondern investiere langfristig und halte die Aktien. Ich verspreche mir davon eine Wertesteigerung und saftige Dividenden. 

Beim Kauf von Aktien sind verschiedene Faktoren wichtig. Man muss Risiko, Sicherheiten, Chancen, Potential abwiegen können. Man muss das Unternehmen wirklich verstehen, sämtliche Vermögenswerte, Schulden, das Geschäftsmodell gegenüberstellen und einen genauen Preis errechnen, ab wann das Unternehmen zu günstig und wann zu teuer bewertet ist. 

Das alles würde den Rahmen sprengen. Meine Strategie ist eine andere und ich gebe nicht unbedingt viel auf Zahlen und Bilanzwerte. Ich schaue in erster Linie auf das Unternehmen und ob ich selbst hinter dem Unternehmen stehen kann. Von Geschäftsmodellen von denen ich keine Ahnung habe, halte ich mich fern, auch wenn sie noch so gut bewertet sind. 

Ich möchte Menschen das investieren näher bringen. Viele denken, dass das Investieren bloß für Multimillionäre ist, doch wieso? Ich denke, dass jeder Mensch der ein geregeltes Leben und Einkommen besitzt, einen Teil seines Einkommens statt auf dem Sparbuch, lieber in Aktien stecken sollte. Bereits mit wenig Vorwissen ist es dadurch möglich, viel mehr aus seinem Geld zu machen. Das verweilen von Kapital auf dem Sparbuch oder dem normalen Girokonto ist mit das schlechteste Überhaupt. Das Geld wird von Monat zu Monat weniger Wert. Wenn wir über eine Inflationsrate von ca. zwei Prozent reden und wir weniger als einen Prozent Zinsen bekommen, verliert das Geld Monat für Monat einen Prozent seines Wertes. Alleine dieser Umstand sollte zum Umdenken bewegen. Ich spreche hier jedoch keine Kaufempfehlung einer Aktie aus! 

 

Activision Blizzard

Sicherlich gehört Blizzard zu einen der beliebtesten Publishern, welcher sich jedoch auch im Jahr 2018 große Kritiken anhören musste. Zunächst enttäuschte der Konzern seine gesamte Diablo-Fanbase mit einem billigen Mobilegame, dann legten sie die gesamte Heroes of the Storm-Szene von Heute auf Morgen auf Eis und dann trennte sich man noch von Bungie und damit vom einst vielversprechenden Destiny. Zu allem übel verließ auch noch Mike Morhaime, ein Gründer und das Aushängeschild der Öffentlichkeit von Blizzard, das Unternehmen. Immer mehr haben die Fans und Konsumenten von Activision-Blizzard das bedrückende Gefühl, dass Activision immer mehr das Runder im Konzern übernehmen will. Das wird auch mit dem radikalen Rationalisierungskurs von Mitarbeitern in Zusammenhang gebracht. Denn von einen auf den nächsten Tag setze der Publisher 900 Arbeitnehmer vor die Türe.

Doch was hat Activision Blizzard vorzuweisen? Nun ja, ich denke es bedarf keiner großen Vorstellung dieses seit Jahren sehr gut performanden Unternehmen. Jeder Gamer weiß, wie Blizzard, wahrscheinlich wie kein anderer, diese gesamte Industrie geprägt und gar mit aufgebaut hat. Das Warcraft-Franchise sollte Grund genug sein um sich einmal den eigentlichen Vermögenswert des Unternehmens anzuschauen. Hinzu kommen Titel wie Starcraft, Hearthstone, Diablo und Overwatch. Doch damit längst nicht alles. Blizzard hat als einen der wenigen Publisher verstanden, dass der eSport das Kerngeschäft im Gaming ist und schöpft mit digitalen Waren (Skins, Lootboxen, Boosterpacks) sehr großes Kapital. Ebenso die Mobilesparte haben sie mit dem Zukauf von King Entertaiment, die mit Candy Crush zu den beliebtesten Mobile-Games gehören, gekauft. Sie expandieren aber nun mehr in den Entertaiment-Bereich. Netflix-Serien, Lizenzgeschäfte, Kinofilme und eben die noch immer am größten wachsende mobile Sparte.

Das Unternehmen macht wenig schulden, besitzt laufende Spiele, schafft es diese über Jahre beliebt zu halten und zu monetarisieren und wichtig: Kauft Aktien zurück. Dadurch werden Aktien eines Unternehmens mehr wert, obwohl man die gleiche Summe rechtzeitig investiert. Denn sobald es weniger von etwas im Umlauf gibt, desto mehr werden sie wert – Simple Wirtschaft.

Activision Blizzard habe ich zu einem Kurs von 31 Euro je Aktie gekauft.

WKN: A0Q4K4

Activision Blizzard Aktie

 

 

CD Projekt

Während Blizzard in meinen Augen als sehr sicher gilt, muss sich CD Projekt noch etwas beweisen. Mit einer Marktkapitalisierung (also das Produkt aus Kurswert und der Anzahl der befindlichen Anteile im Unternehmen) von vier Milliarden Dollar, ist das Unternehmen noch in den Kinderschuhen. In der Regel würde ich von solchen Investitionen abraten, jedoch hat CD Projekt einiges vorzuweisen. Ich finde, dass hier sehr gute parallelen zu Blizzard zu sehen sind. Es wird ein Franchise aufgebaut, erweitert, permanent ausgeschöpft und dann in neue Titel investiert. Der Hype von CyberPunk  ist allgegenwärtig und parallel dazu, baut sich CD Projekt eine eigene Vertriebsplattform mit gog.com auf. Diese zählt nämlich neben Steam zu einen der wichtigsten für Shops für Games.

Welche Risiken hat das Unternehmen? Nun ja, die einzige Sorge ist, dass Cyberpunk floppen könnte, sonst sehe ich kein Risiko. Für Menschen die nicht wissen, was CD Projekt vorzuweisen hat und für jene, die nicht das Szene-Wissen besitzen, ist CD Projekt sicherlich ein riskantes Unterfangen. Weiß man jedoch welche Produkte sie besitzen, sehe ich hier eher Potential als ein Risiko.

CD Projekt besitze ich selbst in meinem Besitz und habe zu einem Kurs von 26 Euro je Aktie gekauft.

WKN: 534356

cd projekt aktie

 

 

Paradox Interactive

Bei diesem Publisher handelt es sich um das genaue Gegenteil, also ein wirkliches Risiko, im Vergleich zu CD Projekt. Paradox Interacitve. Während sich CD Projekt eher auf RPG-Abenteuer-Games spezialisiert hat, versucht Paradox Interactive eine ähnliche Strategie mit Strategiespielen zu fahren. Sicherlich hat auch Paradox es geschafft hier und da ein paar Titel zu releasen, die viele Gamer kennen. So sind Begriffe wie Hearts of Iron sicherlich vielen Gamern geläufig, dennoch erkenne ich an Paradox Interactive keine Konstanz. Zwar setzt auch Paradox Interactive auf eine eigene Plattform – wie auch gog.com – die komplett von DRM frei bleiben soll.

Doch auch Paradox Interactive schlägt sich prächtig. Die jüngsten Zahlen des Unternehmens beweisen, dass Paradox es tatsächlich schafft, auch ohne Releases Gewinne zu erzielen.

Dennoch fehlt mir eine Art Flagship wie Warcraft, Witcher, Overwatch oder GTA wie bei anderen Publishern. Paradox ist mit einer Milliarde Marktkapital noch kleiner als CD Projekt und empfinde ich daher schon als sehr riskant. Eine Überlegung zu investieren ist es alle Mal.

WKN: A2AKVC

Paradox Interactive Aktie
https://5images.cgames.de/images/gamestar/226/paradox-interactive-logo_2222014.jpg

 

Take 2 Interactive

Ich denke, dass Take 2 Interactive zu einem der besten und stabilsten Publisher an der Börse gehört. Mit einem Umsatz von über einer Milliarde spielt es in der Ebene von Activision Blizzard mit und hat außerdem mit einem Börsenwert von acht Milliarden Dollar einen – für Publisher – sehr hohen Wert.

Titel wie GTA, Red Dead Redemption, Mafia, LA Noire, Borderlands, Bioshock, Mafia, Max Payne, NBA und seit längerer Zeit auch eine erfolgreich laufende Mobile-Sparte. Diese Titel sprechen für sich und in der Gaming-Szene längst gefeierte Titel.

Sie bedienen den Casual-Markt so gut wie keiner der genannten Publisher und zeigen deutlich, wie viel Potential in CD Projekt oder Paradox steckt. Take 2 ist in meinen Augen also der nächste Schritt und vor allem ein gefestigtes Unternehmen, was sich als Gaming-Publisher etabliert hat. Ebenso die sehr starken Investments in den Mobile-Markt lassen Glücksgefühle sprießen. Denn auch die Mobie-Games-Sparte gehört bei Take2 zu der Umsatzstärksten im Unternehmen.

Ich denke, dass Take2 mit Activision Blizzard zu den sichersten Investments im Bereich der Video-Spiel-Industrie zählt. Die jüngsten Zahlen des Unternehmens beweisen das deutlich.

WKN: 914508

Take 2 Interactive
https://game7.de/7872-take-two/news/verschiebt-wichtiges-spiel-htaa/

Microsoft

Mit Microsoft haben wir einen eher unüblichen Kandidaten wenn man an Videospiele denkt. Doch Microsoft hat einen entscheidenden Teil im Bereich der Gaming-Industrie. Zunächst möchte ich sagen, dass Microsoft als das sehr sicheres Investment zählt, wenn man sein Geld anlegen möchte. Saftige Dividende, gute Wachstumsvoraussetzungen dank großem Kapital, eine sehr breite Produktpalette und vor allem die Möglichkeiten, immer wieder auf neue Trends zu reagieren. Microsoft ist seit jeher erfolgreich und bis heute in der Top Fünf der wertvollsten Unternehmen der Welt. 

In den letzten Jahren hat Microsoft verstärkt in den Gaming-Markt investiert. So kaufte sich das Unternehmen nicht nur Mojang, sondern auch weitere Studious wie Inxile und Obsidian. Ebenso gilt Microsoft als einen der Umsatzstärksten Publisher der Szene. 

Microsoft investiert viel in den Markt und nutzt das Potential. Vor allem als Publisher (für Kickstarter-Projekte, die eine Vertriebsplattform bieten) kann das Unternehmen über den XBox-Store eine fantastische Vertriebsplattform bieten und verdient daran ohne große Investitionskosten, wahnsinnig viel Geld! 

WKN: 870747

https://knkcustomerengagement.de/event/dpk19-microsoft/

 

 

Electronic Arts 

Dieser Publisher ist der wohl unbeliebteste in der gesamten Industrie und das mit sehr gutem Recht. Man hat das Gefühl, dass EA Games zukäuft, daraus das maximale Kapital schöpft und sie dann schließlich nicht mehr weiter entwickelt. Ebenso hat man das Gefühl, dass alles was EA anfasst im Anschluss als Flop endet. Wie sehe ich das?

Ich bin ganz ehrlich: Ich hasse EA, muss aber auch neidlos anerkennen, dass von vielen Fehltritten die Electronic Arts sich erlaubt, mindestens ein Projekt gold wert ist! Um ein paar Titel zu nennen: Fifa, Battlefield, Sims und schließlich der jüngste Hype rund um Apex, womit sie auch endlich einmal einen festen Platz im eSport gefunden haben.

Ich muss auch sagen, dass nicht nur Microsoft, sondern ebenso EA in den letzten Jahren von meiner schwarzen Liste gestrichen wurden. Mir gefällt die Politik von EA und das Unternehmen nimmt immer mehr positive Entwicklungen hin.

Vor allem die Mobile-Sparte – wie bei jedem anderen Publisher auch – boomt. Und ebenso wie jeder andere Publisher haben sie es geschafft ein Kern-Portfolio zu schaffen. Battlefield, Battlefront, Sims, Fifa, Need for Speed und nun auch Apex können sie weiter und weiter ausbreiten. Erweiterungen auf die Mobilen-Konsolen und Smartphones und dadurch wiederum neues Cash-Flow-Potential.

Wenn nun EA beispielsweise aus Fifa Mikrotransaktionen in Form von Skins, Packs (was sie ja bereits haben) auch auf andere Spiele mit einer etwas weniger gambligen Politik übertragen, kann aus EA der größte und sicherste Publisher werden.

WKN: 878372

EA Aktie
https://mrmurphy.com/images/client-grid-ea.png

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